Zum Inhalt springen

Johann Riedel (Bildhauer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Świdnica, Katedra 06.jpg
Hauptaltar der Kirche St. Stanislaus und Wenzel in Świdnica/Schweidnitz

Johann Riedel S.J. (auch Johannes Riedel; * 22. April 1654 in Wildgrub bei Freudenthal; † 2. Januar 1736 in Schweidnitz, Herzogtum Schweidnitz) war ein deutscher Bildhauer und Ordensmitglied der Jesuiten.

Leben

Während eines Studienaufenthalts in Paris entschloss sich Johann Riedel, den Jesuiten beizutreten. Deshalb bat er von dort aus um Aufnahme in die böhmische Jesuitenprovinz und kehrte bald in seine Heimat zurück. Am 12. November 1682 begann er am Brünner Jesuitenkolleg mit dem Noviziat. Zu Ausbildungszwecken unternahm er Reisen u. a. an das Jesuitenkolleg Kuttenberg und das Prager Clementinum, in die Schweiz und in den Elsass. Am 20. Februar 1693 legte er die Ordensgelübde ab. Seit 1692 unterhielt er in Schweidnitz im Herzogtum Schweidnitz eine Holzbildhauer- und Tischlerwerkstatt, in der sowohl Ordensbrüder als auch weltliche Gesellen arbeiteten.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören Bildhauerarbeiten für die Pfarrkirche der hll. Stanislaus und Wenzel in Schweidnitz, die 1660 an die Jesuiten übergeben worden war. Sie veranlassten einen Umbau im Stil des Barock. Für die Innenausstattung schuf Johann Riedel zahlreiche Bildhauerwerke, u. a.

Weitere Werke schuf er u. a. für das ehemalige Jesuitenkloster in Deutsch Wartenberg. In seiner Schweidnitzer Werkstatt arbeitete er fast 40 Jahre.

Literatur

Vorlage:Hinweisbaustein