Johann Philipp Sonntag
Johann Philipp Sonntag (* 31. Mai 1778 auf dem Mauracher Hof bei Denzlingen; † 17. Januar 1845 in Emmendingen) war ein Papierfabrikant und badischer Politiker.
Biografie
Der Sohn eines Gutsbesitzers besuchte die Lateinschule in Müllheim, bevor er sich in Basel zum Kaufmann ausbilden ließ. Seit 1800 besaß er das Bürgerrecht der Stadt Emmendingen, erwarb dort ein stattliches Haus und heiratete 1801 Maria Jacobina Kreglinger, die Tochter eines wohlhabenden Wirts und Posthalters. 1813 erwarb er eine Papiermühle, die bis zu seinem Tod Papier noch von Hand schöpfte und in ihrer Blütezeit 150 Menschen beschäftigte. 1831 bis 1835 war er Bürgermeister seiner Stadt und gehörte in diesem Zeitraum auch der Zweiten Kammer des Badischen Landtags in Karlsruhe an.
Im Jahr 1857 kauft Johann Philipp Sonntag die Papiermühle Hilser am Gewerbekanal in Waldkirch. Sonntag ist Teilhaber der Papierfabrik in Emmendingen. Doch den Standort im Elztal baut er in den folgenden Jahren zur Florettseidenspinnerei um. Ein Geschäft, das bis ins Jahr 1931 andauern soll.<ref>Badische Zeitung: Coworking in Waldkirch: Was bringt das Sharing-Modell auf einem alten Industriecampus? 26. Mai 2025, abgerufen am 25. September 2025.</ref>
Er war der Schwager des Landtagsabgeordneten Christoph Kreglinger. Johann Philipp Sonntag gehörte der evangelischen Kirche an.
Literatur
- Hans-Peter Becht: Die badische zweite Kammer und ihre Mitglieder, 1819 bis 1841/42. Untersuchungen zu Struktur und Funktionsweise eines frühen deutschen Parlaments. Dissertation Universität Mannheim, Heidelberg 1985, S. 497
Einzelnachweise
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sonntag, Johann Philipp |
| KURZBESCHREIBUNG | badischer Politiker und Papierfabrikant |
| GEBURTSDATUM | 31. Mai 1778 |
| GEBURTSORT | Denzlingen |
| STERBEDATUM | 17. Januar 1845 |
| STERBEORT | Emmendingen |