Zum Inhalt springen

Johann Georg von Sontheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Georg von Sontheim.png
Generalleutnant
Graf Sontheim

Johann Georg Graf von Sontheim (* 26. April 1790 in Mömpelgard; † 14. Dezember 1860 in Ulm) war ein Generalleutnant und Kriegsminister des Königreichs Württemberg.

Leben

Datei:Sontheim Grafen-Wappen.png
Württembergisches Bastardwappen des Grafen Sontheim im Wappenbuch des gesammten Adels im Königreich Würtemberg (1833)

Herkunft

Johann Georg von Sontheim war ein illegitimer Sohn des regierenden Herzogs Friedrich Eugen von Württemberg<ref>Pierer’s Universal Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart oder Neuestes encyclopädisches Wörterbuch, Band 16, Altenburg 1863, S. 296.</ref><ref name="ASVMB">Stadtarchiv Ulm, Archiv der Herren und Freiherren Schad von Mittelbiberach, Akten und Amtsbücher, Bearbeitet von Oliver Fieg, Ulm 2006 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 29. Dezember 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.)</ref><ref>Therese Huber, Band 7, Oktober 1818 - 1820, Berlin/Boston 2013, S. 689, 1395 und 1597</ref> und der Anne Clementine Claremantrand.<ref name="ASVMB" /> Der unter dem Namen von Sontheim erzogene und ins Kadetteninstitut aufgenommene<ref name="ASVMBII">Stadtarchiv Ulm, Archiv der Herren und Freiherren Schad von Mittelbiberach, Urkundenregesten 1418–1855, Bearbeitet von Oliver Fieg, Ulm 2006 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 29. Dezember 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.)</ref> Spross des verstorbenen Herzogs<ref name="ASVMB" /> wurde am 24. Januar 1807<ref name="ASVMBII" /><ref>Eduard Heydenreich, Handbuch der praktischen Genealogie (2012), S. 217</ref> von seinem Halbbruder König Friedrich I. legitimiert und zum Grafen von Sontheim ernannt,<ref>Bernhard Peter; Kennzeichen illegitimer Geburt (abgerufen am 20. Dezember 2015)</ref> was ein nachgeordneter Titel ihres gemeinsamen Vaters war.<ref>Festschrift Friedrich Eugen, Herzog von Württemberg: Ehren-Denkmal des Weiland Durchlauchtigsten Herzogs und Herrn, Herrn Friedrich Eugens, regierenden Herzogs von Wirtemberg und Teck, gefürsteten Grafen zu Mömpelgard, Grafen und Herrn zu Limpurg-Gaildorf und Sontheim-Schmiedelfeld, auch Ober-Sontheim, Herrn zu Heidenheim und Justingen ec., Stuttgart: Cotta, [1798]</ref> Seinen Leibeserben und Nachkommen wird die Anrede Hochgeboren zugestanden.<ref name="ASVMBII" /> Bereits seit 1448 übte das Haus Württemberg auch in Sontheim die Landesherrschaft aus, das stets zum Heidenheimer Amt zählte.<ref>leobw, Landeskunde entdecken online: Sontheim an der Brenz (abgerufen am 24. Dezember 2015)</ref> Gleichzeitig versicherte König Friedrich I. seinem Halbbruder und dessen Erben auf die königliche Grafschaft Limpurg-Sontheim ein unablösliches mit 5 % verzinsliches Kapital von 40000 fl.<ref name="ASVMBII" /> Auch der unebenbürtig verheiratete ältere Bruder von König Friedrich, Heinrich Friedrich Karl von Württemberg (1772–1838), führte bereits seit 1802, den Titel eines Grafen von Sontheim.<ref>Christian Carl André, Neuer Nationalcalender für die gesamte österreichische Monarchie, Prag 1817, S. 1804</ref>

Berufliches Wirken

Sontheim trat als Leutnant in die Württembergische Armee ein. In der Zeit der napoleonischen Kriege stieg er schnell auf, bereits 1818 wurde er als Oberst Direktor der Geheimen Kriegskanzlei. Im November 1829 wurde der damalige Generalmajor in Ludwigsburg zum Mitglied der Kammer der Standesherren auf Lebenszeit ernannt. 1839 bestimmte König Wilhelm I. den Grafen Sontheim zum militärischen Erzieher des Kronprinzen Karl von Württemberg, dem er auch während seines Studiums nach Tübingen und Berlin folgte. Am 15. September 1842 wurde Graf von Sontheim württembergischer Kriegsminister. Am 24. Juni 1848 erfolgte mit seiner Ernennung zum Gouverneur der Bundesfestung Ulm die Enthebung vom Amt des Kriegsministers.

Ehen und Kinder

1816 heiratete er Luise Freiin von Liebenstein (1799–1820), 1823 in zweiter Ehe deren Schwester Mathilde (1803–1870). Sie waren Töchter des königlich württembergischen Titular-Oberforstmeisters Carl Ludwig Friedrich von Liebenstein (1762–1822).<ref>Therese Huber, Band 7, Oktober 1818 - 1820, Berlin/Boston 2013, S. 1552 und 1597.</ref> Die Familie Liebenstein galt als von kleinem Adel, doch war die erste Schwester von der reichen Marie Antonie Walburge Crecentia von Bouwinghausen adoptiert worden,<ref>Therese Huber, Band 7, Oktober 1818 - 1820, Berlin/Boston 2013, S. 1395.</ref> die für eine stattliche Mitgift von 30.000 Gulden sorgte. Die erste Gattin hatte sich allerdings zur Betrübnis Sontheims auf eine Affäre eingelassen, weshalb sich der Graf scheiden lassen wollte, doch starb die junge Ehefrau vorher an Nervenfieber.<ref>Therese Huber, Band 7, Oktober 1818 - 1820, Berlin/Boston 2013, S. 689 f.</ref> Graf Georg von Sontheim hatte insgesamt sechs Kinder (alle aus zweiter Ehe), wovon nur eines das Säuglingsalter nicht überlebte:<ref>Verein für Computergenealogie, genealogy.net, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 27. Dezember 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>

  1. Pauline Gräfin v. Sontheim, * 11. April 1824, † 2. März 1900
  2. Charlotte Gräfin v. Sontheim, * 5. März 1827, † 24. Februar 1900.<ref>Verein für Computergenealogie, genealogy.net, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (abgerufen am 20. Dezember 2015)</ref> Sie war Hofdame der württembergischen Prinzessin Katharina (1821–1898), Tochter König Wilhelms I., und wurde nach mehr als zwanzig Jahren Hofdienst im Juli 1868 entlassen, da das Verhältnis zwischen ihr und der Prinzessin immer schwieriger geworden war und jene sie der Indiskretion verdächtigte.<ref>Christa Diemel, Adelige Frauen im bürgerlichen Jahrhundert: Hofdamen, Stiftsdamen, Salondamen 1800–1870 (2015) (Digitalisat)</ref>
  3. Emma Gräfin v. Sontheim, * 25. April 1829, † 6. August 1892, ⚭ 1858 Eduard Freiherr von der Osten (1828–1897), württembergischer Major<ref>Bitte den Parameter 2 ohne führendes / einfügen in der Deutschen Digitalen Bibliothek</ref>
  4. Luise Gräfin v. Sontheim, * Mai 1831, † 29. September 1831
  5. Friedrich Wilhelm Georg Graf v. Sontheim, * 15. September 1837, † 25. April 1873, württembergischer Rittmeister<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bitte den Parameter 2 ohne führendes / einfügen in der Deutschen Digitalen Bibliothek</ref>
  6. Marie Gräfin v. Sontheim, * 4. August 1839, † 10. Mai 1897, ⚭ 1863 Moritz Freiherr Schad von Mittelbiberach (1821–1902), württembergischer Landgerichtspräsident; auf Grund dessen<ref name="ASVMBII" /> erfolgte späterhin, im Jahr 1900, beim württembergischen König ein Gesuch des Konrad Freiherr Schad v. Mittelbiberach (1864–1934; ⚭ Maria Hodelmaier; Rechtsanwalt, 1894 von Papst Leo XIII. zum Geheimen Kämmerer ernannt) als Nachkommen und Erben der gräflich Sontheim’schen Familie<ref name="ASVMB" /> um Erlaubnis zur Führung des Titels eines Grafen von Sontheim und der Anrede mit dem Prädikat Hochgeboren.<ref>Bitte den Parameter 2 ohne führendes / einfügen in der Deutschen Digitalen Bibliothek</ref>

Ehrungen

  • 1809: Ritterkreuz des Militär-Verdienstordens
  • 1815: Kommenturkreuz des Civil-Verdienstordens
  • 1834: Großkreuz des Friedrichs-Ordens<ref>Königlich Württembergisches Hof- und Staatshandbuch 1858. S. 61.</ref>
  • 1844: Großkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen<ref>Hof- und Staatshandbuch des Großherzogtums Baden 1847. S. 53.</ref>
  • 1846: Großkreuz des Ordens der Württembergischen Krone<ref>Königlich Württembergisches Hof- und Staatshandbuch 1858. S. 32.</ref>
  • 1853: Kommenturkreuz des Militärverdienstordens<ref>Königlich Württembergisches Hof- und Staatshandbuch 1858. S. 56.</ref>

Quellen

Literatur

  • Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.
  • Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Kriegsminister des Königreichs Württemberg

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung

Vorlage:Wikidata-Registrierung