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Johann Degen (Bildhauer)

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Datei:Johann Degen (Bildhauer).jpg
Porträt Johann Degen um 1900
Datei:Johannes Degen -Grab.jpg
Grab der Familie Degen auf dem Kölner Melaten-Friedhof

Johann Degen, auch Jean Degen oder Johannes Degen, (* 2. Dezember 1849 in Köln; † 13. Dezember 1916 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

Leben

Johann Degen absolvierte zunächst eine Lehre als Möbelschnitzer und Holzbildhauer. Danach erhielt er im Atelier des Kölner Bildhauers Wilhelm Albermann eine künstlerische Ausbildung. Um 1879 bekam er eine Anstellung als Lehrer für Modellieren (in Ton und Wachs) an der Gewerblichen Fachschule in Köln (eine der Vorgängereinrichtungen der heutigen Fachhochschule Köln). Ab 1880 war er als selbständiger Bildhauer tätig, seine Bauplastik fand auch weit über die Stadt Köln hinaus Beachtung.

Als lebensfroher Künstler fand er schnell den Weg zum Kölner Karneval, gestaltete Rosenmontagszüge und machte sich ebenso bei der Dekoration der entsprechenden Veranstaltungsräume verdient. Von 1902 bis 1907 war er Präsident der Roten Funken und von 1909 bis 1912 Vorsitzender der Großen Karnevalsgesellschaft.

Johann Degen fand auf dem Friedhof Melaten (Lit. M, Nr. 41–42)<ref>Marianne Vogt-Werling, Michael Werling: Der Friedhof Melaten in Köln. Alle Denkmäler und ihre Zukunft. Köln 2010, ISBN 978-3-7743-0471-0.</ref> seine letzte Ruhestätte. In der Siedlung Poller Damm in Köln-Poll ist die Johann-Degen-Straße nach ihm benannt.<ref>Johann-Degen-Straße, abgerufen am 11. März 2013.</ref>

Werk

sowie undatiert:

  • Bauplastik am Haus der Lesegesellschaft in Köln, Langgasse<ref>Vorstand der Lesegesellschaft zu Köln (Hrsg.): 125 Jahre Lesegesellschaft zu Köln von 1872–1997. (Festschrift) Köln 1997, S. 19.</ref>
  • Albertus-Magnus-Skulptur an der Universität zu Köln (nicht erhalten)

Literatur

  • Robert Steimel: Kölner Köpfe. Köln 1958, Spalte 99.
  • Ilse Prass, Klaus Zöller: Vom Helden Karneval zum Kölner Dreigestirn 1823–1992. Köln 1992, S. 43 f.
  • Michael Werling: Architekturlehrer der FH Köln, Teil I, Die Ehemaligen. (hrsg. anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Fachbereichs bzw. der Fakultät für Architektur der FH Köln) Köln 2006, S. 67 ff.

Einzelnachweise

<references />

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