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Johann Christoph Schmidt (Kammerpräsident)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Johann Christoph Schmidt (* 28. Dezember 1727 in Langensalza; † 4. Oktober 1807 in Weimar<ref>Todesanzeige in Weimarisches Wochenblatt vom 10. Oktober 1807, S. 370.</ref>)<ref>Effi Biedrzynski: Goethes Weimar. Das Lexikon der Personen und Schauplätze. 2. Auflage. Artemis & Winkler, Zürich 1993, ISBN 3-7608-1064-0, S. 388. (Biedrzynki stützt sich in wesentlichen Aussagen zu Goethes Ministerkollegen einschließlich Schmidt auf Huschke, Ministerkollegen Goethes usw.1948/49.)</ref> war sachsen-weimarischer Kammerpräsident und folgte Johann Wolfgang Goethe in diesem Amt, als dieser 1786 nach Italien ging.

Schmidt war der Sohn von Christian Andreas Schmidt (1693–1732) und älterer Bruder von Klopstocks unerfüllter Jugendliebe Maria Sophia Schmidt (1731–1799), war mit diesem in seiner Jugend befreundet und versuchte sich anfangs auch als Odendichter. Nach dem Besuch der Fürstenschule Pforta ging er 1757 an den Hof nach Weimar, wo er eine Beamtenlaufbahn einschlug.

Schmidt stand mit Goethe mehrere Jahre in Briefwechsel. So teilte ihm dieser am 13. August 1786 aus Karlsbad vor Antritt seiner italienischen Reise mit: „Morgen werde ich Exkursion nach Schneeberg machen. Ich habe, von Dresden aus, die Erlaubniß erhalten die dortigen Kobaldgruben zu befahren, welches eine außerordentliche Vergünstigung ist, indem sowohl Freunde als Einheimische auf das strengste davon entfernt gehalten werden.“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Schmidt war Besitzer des Pogwisch-Haus Weimar.<ref>Zu Schmidt und dessen Haus am Horn: Wolfgang Huschke: Die Geschichte des Parkes von Weimar (=Thüringische Archivstudien, hrsg. von Willy Flach), Weimar 1951, S. 68 f.; S. 90 f.; S. 88; S. 103 f. - Susanne Müller-Wolff: Ein Landschaftsgarten im Ilmpark: Die Geschichte des herzoglichen Gartens in Weimar. Köln/Weimar/Wien 2007, ISBN 978-3-412-20057-2, S. 31; S. 50; S. 156; S. 223.</ref> Schmidt blieb unverheiratet. In seinem Haus wohnte laut W. Daniel Wilson ebenfalls ein unverheiratet gebliebener Mann, der Hofmedikus Heinrich Friedrich Abt.<ref> Goethes Weimar und die Französische Revolution : Dokumente der Krisenjahre / W. Daniel Wilson, S. 596.</ref>

Literatur

  • Jaro Pawel: Friedr. Gottl. Klopstocks Wingolf. Kritische Ausgabe nebst Commentar. Wien 1882, S. 98f.
  • Wolfgang Huschke: Ministerkollegen Goethes. Genealogisches über Jacob Friedrich Freiherrn von Fritsch, Christian Friedrich Schnauß, Johann Christoph Schmidt und Christian Gottlob von Voigt. In: Genealogie und Heraldik. Zeitschrift für Familiengeschichtsforschung und Wappenwesen. 1. Jg. 1948/49, S. 100‒105, 134‒138, 153‒155, 179‒185. (Schmidt: S. 137f., 153–155, 179f.)

Einzelnachweise

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