Zum Inhalt springen

Joachim Otto Adolph von Bassewitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Joachim Otto Adolph Graf von Bassewitz (* 5. März 1717 in Prebberede; † 30. Juni 1791 in Lübeck)<ref name="JacKre">Europäisches genealogisches Handbuch von Christian Friedrich Jacobi, Gottlob Friedrich Krebel, S. 291</ref> war dänischer Politiker und Lübecker Domdechant.

Leben

Er entstammte der alten mecklenburgischen Familie von Bassewitz. Sein Vater war Henning Friedrich Graf von Bassewitz, sein Bruder Carl Friedrich Graf von Bassewitz.<ref name="Aus Leben">Adolph Graf von Bassewitz; Aus dem Leben des Reichsgrafen Henning Friedrich von Bassewitz mit einigen Nachrichten über die Familie Bassewitz der wendischen Linie, o. O., 1859</ref> In erster Ehe war er mit Henriette von Wuthenau, verwitwete von Oppen, in zweiter Ehe mit Ida von Sperling verheiratet. Die Ehen blieben kinderlos. Er besaß die Güter Wohrenstorf, Weitendorf und Horst.<ref name="Aus Leben" /> Hierzu schuf er das Gräflich von Bassewitzsche Familienseniorat (Wohrenstorf).<ref name="Aus Leben" /> Er war Königlich Dänischer Geheimrat, kurfürstlich Sächsischer Kammerherr<ref>Wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas, Ausgabe 88, Johann Gottfried Herder Institut, 1970, S. 354</ref> und Rittmeister.<ref>Europäisches genealogisches Handbuch von Christian Friedrich Jacobi, Gottlob Friedrich Krebel, Leipzig 1756, S. 197</ref> Bassewitz war seit 1773 Ritter des Königlich Dänischen Danebrog Ordens.<ref name="JacKre" />

Datei:BassewitzKapelle.JPG
Bassewitz-Kapelle im Lübecker Dom

Ab 1733 studierte er in Rostock.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Matrikel Rostock (Memento vom 17. Juni 2012 im Internet Archive)</ref> Bereits 1729 war er Domherr zu Lübeck geworden, später wurde er Domdechant und Thesaurarius.<ref>Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch: auf d. Jahr 1798, Frankfurt am Mayn, S. 453</ref> 1787 erwarb er eine Grabkapelle im Lübecker Dom, in der er später bestattet wurde. In der Kapelle befinden sich drei Sandsteinsarkophage und zwei von dem Bildhauer Hieronymus Hassenberg gefertigte Memorialtafeln aus schwarzem Marmor.<ref>BuK, S. 72 ff.</ref> Über der lateinischen Portalinschrift befindet sich das Wappen der Grafen Bassewitz.<ref>Inschrift mit Übersetzung bei Adolf Clasen: Verkannte Schätze : Lübecks lateinische Inschriften im Original und auf Deutsch, Lübeck 2003, S. 93. ISBN 3-7950-0475-6</ref>

Seine Präbende ging an seinen Neffen Bernhard Friedrich von Bassewitz.

Literatur

  • Johannes Baltzer, Friedrich Bruns: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck. Herausgegeben von der Baubehörde. Band III: Kirche zu Alt-Lübeck. Dom. Jakobikirche. Ägidienkirche. Verlag von Bernhard Nöhring, Lübeck 1920, S. 9–304. Unveränderter Nachdruck 2001, ISBN 3-89557-167-9
  • Wolfgang Prange: Verzeichnis der Domherren. In: Ders.: Bischof und Domkapitel zu Lübeck: Hochstift, Fürstentum und Landesteil 1160-1937. Lübeck: Schmidt-Römhild 2014, ISBN 978-3-7950-5215-7, S. 408, Nr. 347

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein