Joachim Gruber (Philologe)
Joachim Gruber (* 17. Juni 1937 in Ansbach) ist ein deutscher Klassischer Philologe.
Leben
Gruber studierte 1956–1961 Klassische Philologie, Germanistik und Indogermanistik an den Universitäten Erlangen (Eintritt in die dortige Studentenverbindung AMV Fridericiana im Wintersemester 1956/57<ref name="Haas">Karl Eduard Haas: Die Akademisch-Musikalische Verbindung Fridericana im Sondershäuser Verband, vormals Studentengesangverein Erlangen. Erlangen 1982, im Selbstverlag, S. 365</ref>) und Hamburg. 1961 legte er das Staatsexamen ab und wurde zum Dr. phil. promoviert. 1962–1963 arbeitete er am Thesaurus Linguae Latinae mit, war anschließend Referendar am Theresiengymnasium München und ging 1965 als Lehrer ans Ohm-Gymnasium in Erlangen. Von 1968 an war er als Studiendirektor im Hochschuldienst an der FAU Erlangen tätig, wo er sich 1974 habilitierte und außerplanmäßiger Professor für Klassische Philologie und Didaktik des altsprachlichen Unterrichts wurde. Von 1990 bis zu seiner Pensionierung 2000 war er C3-Professor für Klassische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Forschungsschwerpunkte
Gruber beschäftigt sich mit der lateinischen Literatur der Spätantike (Ausonius, Boethius, Claudian, Panegyrik), besonders in ihrem historisch-kulturellen Kontext. Daneben sind seine Themen Geografie, Topografie und Städtewesen des Mittelmeerraums als Bedingungen antiker Literatur sowie lateinische Literatur deutscher Humanisten (besonders Conrad Celtis).
Ab 1975 war er Mitherausgeber vom Lexikon des Mittelalters. Er ist Begründer der alljährlichen Fortbildungsveranstaltung Didagmata<ref name="didagmata">http://www.latein.uni-erlangen.de/didagmata/, abgerufen am 27. August 2015</ref> für Lehrer der Alten Sprachen und Mitbegründer der Internet-Zeitschrift PLEKOS.<ref name="plekos">https://plekos.jimdo.com, abgerufen am 3. Dezember 2017.</ref>
Weblinks
- Literatur von und über Joachim Gruber im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Joachim Gruber an der LMU München
Literatur
- Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 21. Ausgabe 2007, Band 1, Walter de Gruyter, Berlin 2007, S. 1149.
- Gruber, Joachim. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 416.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gruber, Joachim |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Klassischer Philologe |
| GEBURTSDATUM | 17. Juni 1937 |
| GEBURTSORT | Ansbach |
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- Absolvent der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- Hochschullehrer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Standort Erlangen)
- Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)
- Korporierter im SV
- Altphilologe (20. Jahrhundert)
- Deutscher
- Geboren 1937
- Mann