Jimmy Dean
Jimmy Ray Dean (* 10. August 1928 in Plainview, Texas; † 13. Juni 2010 in Varina, Virginia)<ref>Country music legend, sausage pitchman Jimmy Dean dies bei edition.cnn.com. Abgerufen am 14. Juni 2010</ref> war ein US-amerikanischer Country-Musiker, Schauspieler und Unternehmer. Er wurde 2010 (postum) in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.
Leben
Anfänge
Jimmy Dean entstammte einer armen Farmerfamilie. Im Alter von zehn Jahren erlernte er Gitarre, Piano und weitere Instrumente. Als Sechzehnjähriger trat er in die Handelsmarine ein, zwei Jahre später wurde er zur amerikanischen Luftwaffe eingezogen. Hier wurde er erstmals Mitglied einer Band, den Tennessee Haymakers. Nach seiner Entlassung gründete er die Texas Wildcats.
Karriere
1952 nahm er seine erste Single auf. Bumming Around erreichte einen respektablen Platz fünf der Country-Charts. 1957 bekam er eine eigene Fernsehshow, die Jimmy Dean Show, die aber auf Grund einer ungünstigen Sendezeit nur wenig Zuschauer hatte. Im selben Jahr unterschrieb er einen Schallplattenvertrag beim Columbia-Label. Nach einer längeren Durststrecke veröffentlichte er 1961 die Eigenkomposition Big Bad John. Die mit einem Grammy ausgezeichnete Single erreichte Platz eins sowohl der Country- als auch der Pop-Charts und war einer der größten Hits der sechziger Jahre.<ref>Zu dem Titel Big Bad John siehe Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 100</ref>
Mit dem antikommunistisch ausgeprägten Dear Ivan und PT-109, einem Song über das Kriegsschiff, das einst von John F. Kennedy kommandiert wurde, erreichte er 1962 vordere Plätze in den Hitparaden. Dank dieser Erfolge wurde auch die Jimmy-Dean-Show wiederbelebt. Den Spitzenplatz in den Country-Charts erreichte er noch einmal 1965 mit dem Titel The First Thing Ev'ry Morning (And The Last Thing Ev'ry Night).<ref>Whitburn, Joel: The Billboard Book Of Top 40 Country Hits. 1944 - 2006. 2. Auflage. New York, N.Y.: Billboard Books, 2006, S. 102</ref> Die Verkaufszahlen seiner Schallplatten ließen danach aber allmählich nach, obwohl er weiterhin in den Charts vertreten war. Seine letzte Top-Ten-Platzierung hatte er 1976 mit I.O.U.
Umso erfolgreicher war Dean auf geschäftlichen Gebiet. Er gründete die Jimmy Dean Meat Company, für die er selbst auch als Werbeträger agierte. Seine Fernsehspots für Jimmy Dean Pure Pork Sausage machten ihn schließlich populärer als seine musikalischen Erfolge.
Im Jahre 1971 spielte er die Rolle des Willard Whyte im James-Bond-Film Diamantenfieber. Er spielt darin einen Milliardär mit einem weiten Firmennetz. Er wird vom Bösewicht Blofeld gefangen gehalten. Dieser nutzt sein Imperium um die Welt zu bedrohen. Die Figur Whyte war eine Hommage an Howard Hughes.
Diskografie
Alben
Weitere Alben
- 1957: Jimmy Dean Sings His Television Favorites
- 1958: Jimmy Dean’s Hour Of Prayer
- 1960: Hymns By Jimmy Dean
- 1965: Jimmy Dean’s Christmas Card
- 1968: Speaker Of The House
- 1969: Gotta Travel On
- 1976: I.O.U.
Singles
Filmografie
- 1963: The Patty Duke Show (Fernsehserie, Folge 1x13)
- 1967–1970: Daniel Boone (Fernsehserie, 13 Folgen)
- 1969: The Ballad of Andy Crocker (Fernsehfilm)
- 1971: James Bond 007 – Diamantenfieber (Diamonds Are Forever)
- 1972: Rolling Man (Fernsehfilm)
- 1977: Stadt der Gewalt (The City, Fernsehfilm)
- 1981–1982: Fantasy Island (Fernsehserie, 2 Folgen)
- 1987–1988: J.J. Starbuck (Fernsehserie, 9 Folgen)
- 1990: Big Bad John
- 1990: Mord ist ihr Hobby (Murder, She Wrote, Fernsehserie, Folge 7x09 Die Ballade vom Tod)
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Vorlage:IMDb
- Jennifer Cobb: Dean, Jimmy Ray (1928–2010). Eintrag im Handbook of Texas, 11. Juli 2014, zuletzt aktualisiert am 26. Juli 2017.
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