Jim Marshall (Unternehmer)
James Charles „Jim“ Marshall, OBE, (* 29. Juli 1923 in Kensington, London; † 5. April 2012<ref>http://www.musicradar.com/news/guitars/jim-marshall-dies-aged-88-538243</ref><ref>bbc.co.uk: Todesnachricht (engl.) abgerufen am 6. April 2012</ref>) war ein britischer Pionier im Bereich der Gitarrenverstärker und bekannt als The Father of Loud<ref>Jim Marshall: 'They call me the Father of Loud'</ref> oder The Lord of Loud<ref>Mike Collett-White: Guitar amplifier pioneer Jim Marshall dies aged 88. Reuters, 5. April 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2012; abgerufen am 28. Dezember 2012 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>.
Leben
Als Kind litt Marshall an Knochentuberkulose und war als Jugendlicher gezwungen, zur Unterstützung der Familie arbeiten zu gehen. Gleichzeitig war er nebenbei bereits als Musiker, vornehmlich Schlagzeuger, tätig. Marshall wurde während des Zweiten Weltkriegs ausgemustert und arbeitete in einem Elektronikunternehmen für Rüstungsgüter. Während dieser Zeit brachte er sich selbst Elektrotechnik bei und wurde so sogar zum Chefelektroniker des Unternehmens.<ref name="Spiegel">Edgar Klüsener: Als ein Drummer den Gitarristen das Lärmen beibrachte, Der Spiegel, 13. November 2004</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg gab er Schlagzeugunterricht und gründete mit den Einnahmen 1960 ein kleines Musikgeschäft in Hanwell.<ref name="nyt">Doglas Martin: Jim Marshall, Maker of Famed Fuzzy Amplifiers, Dies at 88, New York Times, 5. April 2012 (Abgerufen am 8. April 2012)</ref> Als seine Ladenkunden (wie zum Beispiel Ritchie Blackmore und Pete Townshend)<ref>Torsten Hampel: Mach mal lauter. In: Der Tagesspiegel. 21. Juli 2012.</ref> nach einem Verstärker mit bestimmten Eigenschaften fragten, fing er mit seinem Angestellten Dudley Craven an, diesen neuen Verstärker zu produzieren. Das führte 1962 zur Gründung von Marshall Amplification. Aus der kleinen Manufaktur entwickelte sich eine der bekanntesten Firmen für Gitarrenverstärker der Welt.<ref name="Spiegel"/> Marshall starb mit 88 Jahren in einem Hospiz in London an Krebs.<ref name="nyt"/>
Auszeichnungen
1984 und 1992 zeichnete Queen Elisabeth II. die Firma Jim Marshall Products Limited mit der Auszeichnung The Queens Award For Export Achievement aus. 2002 überreichte die Vereinigung des Deutschen Musikhandels Jim Marshall eine Ehrentafel anlässlich des 40. Firmenjubiläums. Das College of Music in den USA verlieh ihm den Ehrendoktor.<ref name="Spiegel"/> Im Jahr 2004 erhob ihn Königin Elisabeth II. zum Offizier des Order of the British Empire. 2009 bekam Marshall die Freedom of the Borough of Milton Keynes verliehen.<ref>David Tooley: Tories want key workers in Milton Keynes to be awarded freedom of the borough. In: Milton Keynes Citizen. 15. Mai 2020, abgerufen am 4. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
- Literatur von und über Jim Marshall im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Marshall, Jim |
| ALTERNATIVNAMEN | Marshall, James Charles |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Pionier im Bereich der Gitarrenverstärker |
| GEBURTSDATUM | 29. Juli 1923 |
| GEBURTSORT | Kensington, London |
| STERBEDATUM | 5. April 2012 |
| STERBEORT | London |