Jenakijewe
Vorlage:Infobox Ort in der Ukraine Jenakijewe (
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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA.'; {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) ist eine Stadt in der Oblast Donezk im Osten der Ukraine. Die Stadt hat etwa 80.000 Einwohner (2016).<ref name="Demographische Entwicklung" />
Stadtgliederung
Der Fluss Krynka fließt durch die Stadtratsgemeinde mit insgesamt 132.581 Einwohnern (2012).<ref name="Stadtgemeinde">Bevölkerungszahlen der Oblast Donezk vom Statistischen Zentralamt in Donezk</ref> Diese gliedert sich neben der eigentlichen Stadt noch in die Stadt Junokomunariwsk (offiziell seit 2016 Bunhe/Бунге<ref>Верховна Рада України; Постанова від 12.05.2016 № 1351-VIII Про перейменування окремих населених пунктів та районів на тимчасово окупованих територіях Донецької та Луганської областей</ref>), die 3 Siedlungen städtischen Typs Druschne, Karlo-Marxowe (offiziell seit 2016 Sofijiwka/Софіївка)<ref>Верховна Рада України; Постанова від 12.05.2016 № 1351-VIII Про перейменування окремих населених пунктів та районів на тимчасово окупованих територіях Донецької та Луганської областей</ref> und Korsun, die 7 Dörfer Awilowka (Авіловка), Werchnja Krynka (Верхня Кринка), Nowoseliwka (Новоселівка), Petriwske (Петрівське – offiziell seit 2016 Krynytschky/Кринички<ref>Верховна Рада України; Постанова від 12.05.2016 № 1351-VIII Про перейменування окремих населених пунктів та районів на тимчасово окупованих територіях Донецької та Луганської областей</ref>), Puteprowid (Путепровід), Schaposchnykowe (Шапошникове) und Schewtschenko (Шевченко) sowie die 2 (An-)Siedlungen Staropetriwske (Старопетрівське) und Schtschebenka (Щебенка). Die Stadt Wuhlehirsk samt 5 Siedlungen, die Siedlungsratgemeinden von Olchowatka und Bulawynske wurden am 11. Dezember 2014 aus der Stadt ausgegliedert und dem Rajon Artemiwsk (dem heutigen Rajon Bachmut) angeschlossen.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 11.12.2014 № 31-VIII „Про зміни в адміністративно-територіальному устрої Донецької області, зміну і встановлення меж Артемівського району Донецької області“</ref>
Geschichte
1858 wurde an Stelle der Stadt ein experimentales Metallwerk geöffnet. 1895 wurde ein großes metallurgisches Kombinat Petrowskij gegründet, die dazugehörige Arbeitersiedlung erhielt 1898 zu Ehren des Mitgründers des Kombinats Fjodor Jenakijew den Namen Jenakijewe. 1925 erhielt die Siedlung die Stadtrechte, von 1923 bis 1936 hieß die Stadt Rykowo und 1936–1944 Ordschonikidse (zu Ehren der sowjetischen Funktionäre Alexei Iwanowitsch Rykow und Grigori Konstantinowitsch Ordschonikidse). 1932 wurde in der Stadt die bis heute verkehrende Straßenbahn Jenakijewe eröffnet. Vom 1. November 1941 bis zum 3. September 1943 war die Stadt von Truppen der Wehrmacht besetzt.
Am 16. September 1979 wurde in der Kohlemine „Junij Komunar“ (Objekt „Kliwasch“) unterirdisch eine Nuklearexplosion mit einer Stärke von 0,3 kt in einer Tiefe von 903 Metern zwischen den Flözen durchgeführt. Mit der Nuklearexplosion sollte die Spannung in der Gesteinsmasse verringert werden, um die Sicherheit des Kohlebergbaus zu verbessern.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Im Jahr 2002 wurde das Bergwerk geschlossen. Umweltschützer sehen eine Gefahr für das Grundwasser, das radioaktiv belastet sein kann. Pumpen fördern Wasser aus der stillgelegten Mine.<ref>dnr-live.ru</ref><ref>Lit.: The Radiation Legacy of the Soviet Nuclear Complex: An Analytical Overview von Nikolaĭ N. Egorov, Vladimir M. Novikov, Victor K. Popov, Frank L. Parker, 30. September 2000, ISBN 1-85383-658-3.</ref> 2018 wurde gewarnt, dass die Gefahr bestünde, dass die Grube bald überlaufen könnte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Im Sommer 2014 gab es im Verlauf des Russisch-Ukrainischen Krieges Kämpfe im Ort. Dieser ist seither in der Hand der Separatisten der Volksrepublik Donezk.<ref>Vorlage:Webarchiv, 7. November 2014 N 1085-р (ukrainisch)</ref>
Wirtschaft
- „Hüttenwerk Jenakijewe“ (OAO „EMZ“) (etwa 10.000 Mitarbeiter)
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
| 1923 | 1926 | 1939 | 1959 | 1970 | 1979 | 1989 | 2001 | 2005 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 13.749 | 24.291 | 88.566 | 92.306 | 92.131 | 114.163 | 120.332 | 103.997 | 96.616 | 79.409 |
Quellen:<ref name="Demographische Entwicklung">Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org</ref>
| Volksgruppe | Einwohner | 2001 (%)<ref>history.org.ua</ref> |
|---|---|---|
| Russen | 83.726 | 51,4 |
| Ukrainer | 73.675 | 45,3 |
| Weißrussen | 1.777 | 1,1 |
| Armenier | 587 | 0,4 |
| Aserbaidschaner | Vorlage:0366 | Vorlage:00,2 |
| Juden | Vorlage:0Vorlage:0291 | Vorlage:00,2 |
Söhne und Töchter der Stadt
- Iwan Managarow (1898–1981), sowjetischer Generaloberst
- Oleg Alexandrowitsch Bannych (* 1931), russischer Materialwissenschaftler und Hochschullehrer
- Walentin Rudenko (1938–2016), Großmeister für Schachkomposition
- Julij Harbusow (1941–2016), Science-Fiction-Schriftsteller
- Anatolij Polywoda (1947–2024), Basketballspieler
- Wiktor Janukowytsch (* 1950), ehemaliger Vorsitzender der Partei der Regionen, ehemaliger Ministerpräsident und Präsident der Ukraine
- Wiktorija Malektorowytsch (* 1972), Schauspielerin
- Oleksandr Janukowytsch (* 1973), Unternehmer, Sohn von W. Janukowytsch
- Wiktor Wiktorowytsch Janukowytsch (1981–2015), Sohn von W. Janukowytsch
- Mykyta Burda (* 1995), Fußballer
Weblinks
- Enakievo.org
- Offizielles Informationsangebot (russisch)
Einzelnachweise
<references />