Jefferson-Fraktur
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| {{#if: S12.0 | S12.0 | Eintrag fehlt }} | Fraktur des 1. Halswirbels (Atlas) | Eintrag fehlt }} |
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Als Jefferson-Fraktur wird ein mehrfacher Bruch des 1. Halswirbels (Atlas) bezeichnet.
1920 von Sir Geoffrey Jefferson in seiner Arbeit „Fracture of the atlas vertebra: report of four cases, and a review of those previously recorded“ beschrieben, tritt sie in der klassischen Form als vierfache Fraktur (beidseitiger Bruch des hinteren und vorderen Atlasbogens) auf.<ref>Fracture of the atlas vertebra: report of four cases, and a review of those previously recorded. In: British Journal of Surgery. London 1920, 7, S. 407–422.</ref>
Nur etwa 1–2 % aller spinalen Frakturen sind Frakturen des Atlas, davon wieder ca. ein Drittel klassische Jefferson-Frakturen mit 4 Frakturfragmenten.<ref name="medm">{{#switch:
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Nackenschmerzen und Kopfschmerzen im Bereich des Hinterhaupts nach einem Unfall sollten die Aufmerksamkeit auf eine Fraktur des Atlas lenken. Neurologische Ausfälle (Einklemmung von Rückenmark und/oder Medulla oblongata) treten bei isolierten Jefferson-Frakturen nur in Ausnahmefällen auf, da sich der Spinalkanal durch das Auseinanderweichen der Atlasbögen erweitert. Es können jedoch Schluckstörungen als Folge eines paravertebralen Hämatoms auftreten. Ebenso möglich, aber bei isolierten Jefferson-Frakturen selten, sind Schlaganfälle infolge von Dissektion der Vertebralis- oder Carotisarterie(n) oder Schädigung der unteren Hirnnerven (IX–XII).<ref>https://radiopaedia.org/articles/jefferson-fracture; abgerufen am 18. Mai 2018</ref> Die radiologische Bestätigung erfolgt über eine Dens-Zielaufnahme bei offenem Mund und die Computertomographie.
Mitunter ist eine Jefferson-Fraktur mit weiteren Frakturen von Halswirbeln oder der Schädelbasis vergesellschaftet, insbesondere nach Hochenergietraumen. Am häufigsten sind Frakturen des Axis (Dens-axis-Fraktur, Hangman-Fraktur).<ref>https://radiopaedia.org/articles/jefferson-fracture; abgerufen am 18. Mai 2018</ref> In diesen Fällen ist mit mehr neurologischen Komplikationen und einer schlechteren Prognose zu rechnen (bis hin zu Todesfällen).
Eine Therapie dieser schweren Fraktur des Kopfgelenks erfolgt mittels Halo-Fixateur und Gelenkversteifung.<ref>Doris Henne-Bruns: Duale Reihe Chirurgie. 3., vollst. überarb. und erw. Auflage. Thieme, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-13-125293-7, S. 821.</ref>
Einzelnachweise
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