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Jean Shepard

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Datei:Jean Shepard.jpg
Jean Shepard (2006)

Jean Shepard (geborene Ollie Imogene Shepard; * 21. November 1933 in Pauls Valley, Oklahoma; † 25. September 2016<ref>Juli Thanki: Country Music Hall of Famer Jean Shepard dead at 82. The Tennessean, 25. September 2016, abgerufen am 28. September 2016 (englisch).</ref>) war eine Countrysängerin mit zahlreichen Hits in den Country-Charts und eine der ersten weiblichen Countrystars, die Mitglied der „Grand Ole Opry“ wurden.

Karriere

Jean Shepard, in Pauls Valley in Oklahoma als eines von zehn Geschwistern geboren, wuchs in Visalia, Kalifornien, in der Nähe von Bakersfield auf. 1948 war sie Bassistin und Leadsängerin der Mädchenband „The Melody Ranch Girls“. Bei einem der Auftritte der Band wurde sie von Hank Thompson entdeckt, der ihr 1953 einen Schallplattenvertrag bei Capitol Records vermittelte.<ref>Fred Dellar, Roy Thompson und Douglas B. Green: The Illustrated Encyclopedia Of Country Music. Vorwort von Roy Acuff. 2. Auflage, Salamander Books, London 1979, S. 205</ref>

Im Februar 1953 erschien ihre erste Single Crying Steel Guitar Waltz (Capitol 2358), die jedoch erfolglos blieb. Ihre zweite Single, die im Juni 1953 veröffentlicht wurde, war ein Duett mit Ferlin Husky mit dem Titel A Dear John Letter (2502), das Platz 16 der US-Pop-Charts erreichte und sich 23 Wochen an die Spitze der Country-Charts hielt.<ref>Joel Whitburn: Top Pop Records 1940–1955. Record Research, Menomonee Falls/Wisconsin 1973, S. 42. – Zu dem Titel vergleiche Melvin Shestack: The Country Music Encyclopedia. Omnibus Press, London / New York / Sydney 1977, S. 252</ref> Der Text thematisiert – vor dem Hintergrund des Koreakrieges – den Brief eines Mädchens an einen in Fernost kämpfenden Soldaten, dem sie mitteilt, dass sie inzwischen einen neuen Freund habe. Die im September 1953 veröffentlichte, thematisch verwandte Single Forgive Me Dear (2586), wieder ein Duett mit Ferlin Husky, konnte den Erfolg nicht wiederholen.

Im Verlaufe ihrer mehrere Jahrzehnte umfassenden Karriere gelang es Jean Shephard nach A Dear John Letter im Jahre 1953 nur noch ein einziges Mal, sich in den Pop-Charts zu platzieren, und zwar mit der Single Slippin' Away im Jahre 1973.<ref>Die Single erreichte lediglich Platz 81. Joel Whitburn: Top Pop Singles 1955–1993. Record Research, Menomonee Falls / Wisconsin 1994, S. 538</ref> Dass ihre Karriere auf den Bereich der Countrymusik beschränkt geblieben ist, mag daran gelegen haben, dass sie am traditionellen Countrymusik-Stil der 1950er Jahre festhielt und stets ein starker Honky-Tonk-Einfluss in ihren Aufnahmen zu hören war.<ref>Ihr Stil wurde charakterisiert als „pure '50s country type country, full of hard-sob ballads and full throttle honky tonk“; Fred Dellar, Roy Thompson, Douglas B. Green: The Illustrated Encyclopedia Of Country Music. Vorwort von Roy Acuff. 2. Auflage, Salamander Books, London 1979, S. 205</ref>

Es dauerte fast zwei Jahre, bevor Jean Shepard sich wieder in den Country-Charts platzieren konnte: 1955 erschienen die Singles Satisfied Mind (3118) und Beautiful Lies (3222), die beide Platz 4 erreichten. Sie wurde im gleichen Jahr als einzige Frau Ensemblemitglied der ersten USA-weit ausgestrahlten Fernsehmusikserie Ozark Jubilee<ref>Val Adams: A.B.C. To Offer „Ozark Jubilee“. In: New York Times. Ausgabe vom 4. Januar 1955, S. 28</ref> und trat über Jahre regelmäßig in der Show auf. 1956 wurde ihre erste LP veröffentlicht Songs Of A Love Affair (Capitol T-728), die nur neu aufgenommenes und von Shepard komponiertes Material enthielt und keinen bisher als Single erschienenen Titel, von der Songauswahl und -anordnung her eines der ersten Konzeptalben in der Countrymusik.

Von 1956 bis 1957 war Shepard regelmäßiger Gast in der Saturday Network Show Red Foleys und trat in zahlreichen Fernsehshows auf.<ref>Stambler, Irwin / Landon, Grelun: Encyclopedia Of Folk, Country And Western Music. New York / London: St. Martin’s Press, 1969, S. 275</ref> Im Jahre 1958 wurde sie als dritte Countrysängerin überhaupt Mitglied der Grand Ole Opry, Kitty Wells und Minnie Pearl waren bis dahin die einzigen weiblichen Mitglieder. Zwischen 1956 und 1963 hatte Shepard lediglich zwei kleinere Countryhits: I Want To Go Where No One Knows Me (Platz 18 im Jahre 1958) und Have Heart Will Love (1959 auf Platz 30). Offensichtlich kam ihr Honky-Tonk-Stil in der Zeit, als der Nashville Sound die Countrymusik beherrschte, bei einem breiteren Publikum nicht an, obwohl Cash Box Magazine sie 1959 zur besten weiblichen Countrysängerin gewählt hatte.

Hawkshaw Hawkins, ein bekannter Countrysänger, hatte sie bei der Fernsehserie Ozark Jubilee kennengelernt, auch er gehörte zu dem Gründungsensemble der Show. 1960 heirateten Hawkins und Shephard und lebten, wenn sie nicht auf Tournee waren, auf einer Ranch in der Nähe von Nashville und züchteten Pferde.<ref>Rick Everitt: Falling Stars. Air Crashes That Filled Rock And Roll Heaven. Harbor House Books, Augusta / Georgia 2004, S. 33</ref> Am 5. März 1963 kam Hawkins bei einem Flugzeugabsturz bei Camden, Tennessee, das in der Nähe von Nashville liegt, ums Leben. Bei dem Absturz starben auch die Countrystars Patsy Cline und Cowboy Copas.<ref>Zeitungsbericht über den Flugzeugabsturz siehe: Tennessee Plane Crash Kills Three Singers And Pilot. In: New York Times, Ausgabe vom 7. März 1963, S. 5</ref>

Die zweite Hälfte der 1960er Jahre war die für Jean Shepard erfolgreichste Periode, denn zwischen 1964 und 1969 konnten sich sieben ihrer Singles in den Top 20 der Country-Charts platzieren. 1964 gelang Shepard ein Comeback mit dem Titel Second Fiddle (To An Old Guitar) (5169), das Platz 5 der Country-Charts erreichte. Ihr Duett mit Ray Pillow I’ll Take The Dog (5633) erreichte 1966 Platz 9, die Nachfolgesingle If Teardrops Were Silver (5681) im gleichen Jahr Platz 10. Ihr letzter Top-10-Hit für Capitol sollte Then He Touches Me (2694) im Jahre 1969 werden.

1973 wechselte Jean Shepard nach 20 Jahren Zugehörigkeit zu Capitol zur Plattenfirma United Artists. Ihre erste Single für United Artists Slippin' Away erreichte Platz 4 der Country-Charts, blieb jedoch ihr letzter großer Erfolg. Zwar nahm sie bis 1977 noch weitere elf Singles für United Artists auf, Hitparadenerfolge blieben aber eher bescheiden. Nach einem kurzen, aber erfolglosen Gastspiel 1978 in Form von zwei Singles für GRT Records erschien ihre letzte Single Too Many Rivers 1981 bei dem Label First Generation Records.

Diskografie

Studioalben

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Singles

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Weblinks

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Einzelnachweise

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