Jassinja
Vorlage:Infobox Ort in der Ukraine Jassinja (Vorlage:UkS; Vorlage:RuS, russinisch Єсінє/Jesinje, Vorlage:SkS, Vorlage:HuS, Vorlage:RoS) ist eine Siedlung städtischen Typs im Westen der Ukraine. Bis 1919 gehörte der Ort zu Ungarn und bis 1939 zur Tschechoslowakei.
Geographie
Der Ort liegt ganz im Osten der Oblast Transkarpatien nahe der Grenze zur Oblast Iwano-Frankiwsk im Rajon Rachiw an der Schwarzen Theiß (Vorlage:Lang) und deren Vereinigung mit dem Flüsschen Laseschtschyna (Vorlage:Lang). Er wird umrahmt von den Bergen des Tschornohora- und des Swydiwez-Massivs und ist das Zentrum der Huzulen, eines Volksstamms in den Karpaten.
Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung städtischen Typs zusammen mit 6 umliegenden Dörfern zum Zentrum der neu gegründeten Siedlungsgemeinde Jassinja (Ясінянська селищна громада/Jassinjanska selyschtschna hromada) im Rajon Rachiw.<ref>Розпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 712-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Закарпатської області"</ref> Bis dahin bildete sie zusammen mit dem Dorf Stebnyj die Siedlungratsgemeinde Jassinja (Ясінянська селищна рада/Jassinjanska selyschtschna rada).
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Jassinja Teile der Gemeinde:
| Name | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| ukrainisch transkribiert | ukrainisch | russisch | slowakisch | ungarisch | deutsch |
| Kwassy | Кваси | Квасы | Kvasy | Tiszaborkút | - |
| Laseschtschyna | Лазещина | Лазещина (Laseschtschina) | Lazeština, Lazešcina | Mezőhát | - |
| Sitnyj | Сітний | Ситный | Sitný | Szitni | - |
| Stebnyj | Стебний | Стебный | Stebna, Stebný | Dombhát | - |
| Trostjanez | Тростянець | Тростянец | Trsťenec, Trosťanec | Trosztyenec | - |
| Tschorna Tyssa | Чорна Тиса | Черная Тиса (Tschernaja Tissa) | Černá Tisa, Čorna Tisa, Mohelki | Feketetisza | - |
Infrastruktur
Durch den Ort verläuft die Bahnstrecke Sighetu Marmației–Iwano-Frankiwsk sowie die nationale Fernstraße N 09 von Rachiw nach Jaremtsche, welche beide über den Jablunyzja-Pass (auch Tatarenpass genannt) in die restliche Ukraine führen.
Sehenswürdigkeiten
Nahe dem Ort befindet sich die alte Auferstehungskirche, die zusammen mit anderen ukrainischen und polnischen Holzkirchen der Karpatenregion im Jahr 2013 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.
Geschichte
Der Ort, dessen Name auf Deutsch „Esche“ bedeutet, wurde 1555 zum ersten Mal schriftlich als Kreusmezew erwähnt. Bis 1919 war er Teil Ungarns im Komitat Máramaros, danach kurzzeitig Hauptstadt der Huzulenrepublik und schließlich bis 1939 ein Teil der Tschechoslowakei. Aus dieser Zeit stammt die Redensart „Od Jasini do Aše republika je naše“ („Von Jassinja bis Asch ist die Republik uns“).<ref>Od Jasini do Aše republika je naše (tschechisch)</ref>
1910 lebten hier offiziell 9795 Einwohner, von denen 6824 russinischsprachig, 1484 deutschsprachig (meistens Zipser aus der slowakischen Region Zips, die den schlesisch-basierten Dialekt Zäpsersch sprachen) und 1461 ungarischsprachig waren.
Nachdem der Ort 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Teil der Sowjetunion wurde, erhielt er am 30. Mai 1947 den Status einer Siedlung städtischen Typs.<ref>Указ ПВР УРСР від 30.5.1947 "Про віднесення сіл Великий Березний, Великий Бичків, Волове, Іршава, Королеве, Перечин, Рахів, Свалява, Солотвина, Тячів, Чоп і Ясиня, Закарпатської області до категорії селищ міського типу"</ref>
Söhne und Töchter der Ortschaft
- Stepan Klotschurak (1895–1980), Politiker
- Dmytro Klympusch (1897–1959), ukrainisch-sowjetischer Politiker und militärischer Führer
- Oleksa Borkanjuk (1901–1942), sowjetisch-ukrainischer Journalist, Politiker und Partisan
- Herman Dicker (1914–1997), US-amerikanischer Militärrabbiner und Bibliothekar
- Iwan Kowbasnjuk (* 1993), Skirennläufer
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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