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Jan de Weryha-Wysoczański

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Jan de Weryha-Wysoczanski, Sammlung de Weryha, Hamburg, 2014.jpg
Jan de Weryha (2014)
Datei:Wappen der Ritter v. Wysoczański nach Siebmacher.jpg
Wappen der Wappengemeinschaft „Wukry“

Jan de Weryha-Wysoczański (* 1. Oktober 1950 in Gdańsk, Polen)<ref name="AKL"> Axel Feuß: Weryha-Wysoczański, Jan de. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 116, De Gruyter, Berlin 2022, ISBN 978-3-11-077593-8, S. 2-3.</ref> ist ein polnisch-deutscher<ref>Wie entsteht ein privates Museum? – Ein Gespräch mit Jan de Weryha-Wysoczański (How is a Private Museum Set Up? - An interview with Jan de Weryha-Wysoczański), Purpose for Europe magazine, Nr. 42, März 2008.</ref> Bildhauer und Vertreter der Prozesskunst<ref name="CRP">Jan de Weryha-Wysoczański – Offenbarungen in Holz, Ausstellungskatalog, Orońsko: Museum für Zeitgenössische Skulptur, Skulpturenzentrum in Polen 2006, S. 10.</ref> sowie der Konkreten Kunst. Er entstammt dem polnischen Adelsgeschlecht Wysoczański, ist der Sohn eines Polen und einer Deutschen. Seine Großmutter väterlicherseits war Österreicherin.<ref name="GGH">Gothaisches Genealogisches Handbuch, Adelige Häuser IV, Band 8 der Gesamtreihe, Marburg 2018, S. 493.</ref>

Im Jahre 1976 erlangte er sein Diplom in Bildhauerei an der Kunstakademie Danzig. Kurz vor Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1981 floh er mit Frau und Sohn nach Westdeutschland,<ref name="Weryha-Wysoczański 2016b">Rafael Ritter von Weryha-Wysoczański, A Chevalier from Poland. The Memoirs of Chevalier Rafael de Weryha-Wysoczański, Kibworth Beauchamp 2016, S. 16.</ref> wo er seither lebt und in Hamburg arbeitet. Er war 1998 Preisträger des Prix du Jury beim Salon de Printemps '98 Luxemburg. Den Auftrag für das Denkmal In Erinnerung an die Deportierten des Warschauer Aufstandes 1944 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erhielt er 1999, und 2012 den Auftrag für das Mahnmal im Gedenken der NS-Zwangsarbeiter in Hamburg-Bergedorf. Während der Einweihung kam es zu einer Gasattacke eines Deutschen auf polnische Ehrengäste.<ref>Bei Mahnmal-Enthüllung: Anschlag auf polnische Gäste. In: Bergedorfer Zeitung. 22. September 2012, abgerufen am 9. August 2020.</ref>

2022 wurde de Weryha in Wien mit der Goldenen Eule, einem als „Oscar der Auslandspolen“ geltenden Kulturpreis ausgezeichnet.<ref name="Angora">Beata Dżon-Ozimek, Każda nagroda dowodzi, że spośród bardzo wielu zauważamy jedynie tak niewielu. Zamiast Gali Złotych Sów, Angora-Peryskop, Nr. 16 (17 IV 2022), S. 76.</ref>

Werke (Auswahl)

Werke von Weryha-Wysoczański finden sich im Skulpturenzentrum in Polen, Orońsko, im Nationalmuseum Stettin sowie im Museum für Zeitgenössische Kunst, Radom. Zahlreiche Werke des Künstlers werden in der von einem Freundeskreis unterstützten Sammlung de Weryha, Hamburg in einer ständigen Ausstellung präsentiert.<ref name="Weryha-Wysoczański 2016">Rafael Ritter von Weryha-Wysoczański, A Chevalier from Poland. The Memoirs of Chevalier Rafael de Weryha-Wysoczański, Kibworth Beauchamp 2016, S. 46.</ref>

Ausstellungen (Auswahl)

Galerie

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Axel Feuß: Weryha-Wysoczański, Jan de. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 116, De Gruyter, Berlin 2022, ISBN 978-3-11-077593-8, S. 2-3.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser Band XXX, Seite 414, Band 145 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2008, ISSN 0435-2408.
  • Rafael Ritter von Weryha-Wysoczański (Hrsg.): Jan de Weryha: The Monograph, Toruń, Hamburg: Oficyna Wydawnicza Kucharski, Freundeskreis Sammlung de Weryha e.V. 2026, ISBN 978-83-64232-77-0.

Weblinks

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