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Jagaricin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Jagaricin
Allgemeines
Name Jagaricin
Summenformel C56H84N12O16
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 145720636
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 1181,3 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Jagaricin ist ein Lipopeptid mit antimykotischen Eigenschaften, das am Infektionsprozess der Nassfäule beteiligt ist. Es wird vom Nassfäule-Bakterium Janthinobacterium agaricidamnosum gebildet. Reines Jagaricin verursacht bei Pilzen Nassfäule, während Bakterien, denen die jag-Gene zur Produktion des Peptids fehlen, keine Fäule hervorrufen können.<ref>Jagaricin als Leitsubstanz in der Antimykotikum-Entwicklung. Vom fauligen Pilz zum Therapeutikum? Portal für Organische Chemie, 13. Januar 2013.</ref>

Das Peptid könnte als neuer Wirkstoff bei Pilzinfektionen eingesetzt werden; in ersten Tests als Antimykotikum zeigte Jagaricin eine sehr gute Wirksamkeit gegen pathogene Pilze und eine geringe Zellgiftigkeit.<ref>Matthias Brock: Mikroorganismus in den Schlagzeilen: Bakterien bringen Pilzen das Schimmeln bei. In: BIOspektrum. 02.13, S. 170. @1@2Vorlage:Toter Link/biospektrum.debiospektrum.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2021. Suche im Internet Archive )</ref>

Literatur

  • K. Graupner, K. Scherlach, T. Bretschneider, G. Lackner, M. Roth, H. Gross, C. Hertweck: Imaging Mass Spectrometry and Genome Mining Reveal Highly Antifungal Virulence Factor of Mushroom Soft Rot Pathogen. In: Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 2012, doi:10.1002/anie.201206658.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />