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Jadrin

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Vorlage:Infobox Ort in Russland

Jadrin (Vorlage:RuS, Vorlage:CvS) ist eine Kleinstadt in der autonomen Republik Tschuwaschien innerhalb des Föderationskreises Wolga (Russland). Sie ist Verwaltungssitz des Rajons Jadrin und hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geographie

Jadrin liegt etwa 680 km östlich von Moskau und etwa 75 km südwestlich der Republikshauptstadt Tscheboksary am linken Ufer der Sura.

Geschichte

1590 wurde Jadrin erstmals als befestigte Siedlung und Verwaltungszentrum erwähnt. 1781 erhielt Jadrin das Stadtrecht und wurde gleichzeitig zum Verwaltungssitz des gleichnamigen Ujesd (seit 1927 Rajon) erhoben.

Datei:Yadrin COA (Kazan Governorate) (1781).png
Altes Wappen (1781)

Aus diesem Anlass erhielt Jadrin ein eigenes Wappen. Der geteilte Schild zeigte im oberen Teil das Wappen der Statthalterschaft, nachmals des Gouvernements Kasan, zu dem Jadrin bis 1927 gehörte: in Silber einen schwarzen, rechtsgewendeten Silant (ein drachenartiges tatarisches Fabelwesen) mit roten Flügeln und goldener Krone. Der Inhalt der unteren Schildhälfte – in Rot schwarze Kanonenkugeln, die zu einem Tetraeder aufgetürmt sind – beruht auf einer volksetymologischen Interpretation des Stadtnamens, den man von russisch jadro („Kanonenkugel“) ableiten wollte. Tatsächlich kommt der Name wohl von dem tschuwaschischen Vornamen Jetĕrne, der im Russischen zunächst zu Jadryn, dann zu Jadrin umgeformt wurde. Bei der Neufassung des Wappens 1989 ersetzte man den Kasaner Silant durch ein silbernes und goldenes Ornamentmuster auf rotem Grund, das der tschuwaschischen Volkskunst entlehnt ist und in seiner Mitte das Gründungsdatum der Stadt einfasst.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1. Hälfte 17. Jh.<ref name="JZB">Vorlage:Internetquelle</ref> 195
Ende 18. Jh.<ref name="JZB" /> um 1.500
Mitte 19. Jh.<ref name="JZB" /> um 2.500
1897 2.454
1915<ref name="JZB" /> 4.400
1926 3.524
1939 5.447
1959 6.273
1970 6.821
1979 7.304
1989 10.149
2002 10.573
2010 9.614

Anmerkung: 1897 und ab 1926 Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr

Die vorherrschenden Industriezweige sind Maschinenbau, Baustoff- und Nahrungsmittelproduktion (u. a. Milchverarbeitung und Spirituosenherstellung). In Jadrin gibt es eine Brücke über die Sura.

Sehenswürdigkeiten

Von touristischer Bedeutung sind die Erzengel-Michael-Kirche (Михаило-Архангельская церковь, 18. Jahrhundert) sowie die spätklassizistische Dreifaltigkeits-Kirche (Троицкая церковь, 1829). Daneben sind einige historische Wohn- und Geschäftshäuser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts erhalten, darunter ein repräsentatives Bankgebäude in Jugendstilformen.

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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