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Jacob Kull

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Jacob Kull (auch Jakob Kull) (* 1818 in Lustenau (heute ein Wohnplatz des zu Abtsgmünd gehörenden Ortsteils Laubach); † 1880 in Stuttgart)<ref> Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben …, S. 98, bzw. Stadtbild – Weltbild, S. 259</ref> war ein württembergischer Zeichner, Maler, Lithograph und Fotograf. Er arbeitete in Tübingen und Stuttgart.

Datei:J Kull - Tübingen Sammelbild aquarLithographie 1850 Inv.619 (SW208).jpg
Tübingen (Sammelbild mit 13 Einzelbildern, kolorierte Lithographie, 1850)
Datei:Jakob Kull - Carl Wüst (Zeichn 1857).jpg
Jacob Kull: Porträt von Carl Wuest († 1857), einem Mitglied der Königsgesellschaft Roigel (Zeichnung, 1857)
Datei:J Kull - Christian Friedrich Schmid Lith ca..1850 (AaS016).jpg
Jacob Kull: Porträt von Christian Friedrich (von) Schmid (Professor für evangelische Theologie, † 1852) (Lithographie nach einer unbekannten Daguerreotypie, um 1850)

Leben

Jacob Kull war seit 1841 als Zeichner und Lithograph in Tübingen tätig.<ref> Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben …, S. 7</ref> Er fertigte hauptsächlich Porträts, Brustbilder, die ganz auf das sorgsam ausgearbeitete Gesicht konzentriert waren, sitzende Halbfiguren in der weitläufigen Ikonografie der Gelehrtenbildnisse, ausnahmsweise auch Ganzfiguren.<ref> Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben …, S. 8</ref> Zu seinen Kunden zählten in erster Linie Tübinger Studenten sowie Universitätsdozenten. Im Laufe der Zeit erweiterte Kull sein Angebot und malte auch in Öl<ref> Im Gemeinderatsprotokoll von 1855 (§ 1014, Stadtarchiv Tübingen, Bestand A75) wird er wohl erstmals als „Maler und Lithograph“ bezeichnet. (Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben …, S. 29)</ref> bereits in der ersten Hälfte der 1840er Jahre. Mit den Ölporträts hatte er ein gewisses Ansehen erreicht, denn bereits 1846 gelang es ihm einen Auftrag für ein Porträt für die Tübinger Professorengalerie (Gottlieb Lukas Friedrich Tafel) zu erhalten.

Er zeichnete auch Ansichten von Tübingen. Bekannt ist ein großformatiges Sammelbild (mit 13 Einzelbildern) von Tübingen, das als kolorierte Lithographie für den Verkauf vervielfältigt wurde. Dieses Sammelbild ist zweifelsohne ein beeindruckendes Zeugnis des lithographischen Könnens von Kull. Doch sowohl in der Idee, als auch in der Darstellung mancher Motive kopierte er frühere solche Bilder von Ludwig August Helvig und Carl Baumann.

Um am Puls der Zeit zu bleiben, erweiterte er 1854 sein Angebot auch ums Fotografieren.<ref> Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben …, S. 22 zitiert Kulls Anzeige in der „Tübinger Chronik“ vom 20. September 1854: „Ich zeige hiermit an, daß ich meine bisherige Wohnung auf dem Graben verlassen und jetzt im ehemaligen Müllerschen Hause in der Burgstaig wohne. Zugleich empfehle ich mich im Oelmalen, Lithographiren und Photographiren.“ </ref> Er genoss Ansehen in Tübingen, jedoch die große Konkurrenz unter den Porträtisten in dieser Zeit veranlasste ihn dazu, den Wohnort zu wechseln. Im November 1859 ist er nach Stuttgart weggezogen.<ref> Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben …, S. 29 mit Berufung auf „Tübinger Chronik“ vom 16. November 1859</ref>

Berühmtere Arbeiten

  • 1846 Porträt von Prof. Gottlieb Lukas Friedrich Tafel (1787–1860, Öl auf Leinen, Tübinger Professorengalerie)<ref> Reinhold Scholl: Die Bildnissammlung der Universität Tübingen, Stuttgart 1927, S. 53 </ref>
  • um 1850 Porträt von Prof. Christian Friedrich (von) Schmid (Lithographie nach Daguerreotypie)
  • 1850 Tübingen (Sammelbild mit 13 Einzelbildern, aquarellierte Lithographie)
  • 1857 Porträt von Carl Wuest (Zeichnung)

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />

Bibliographie

  • Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben. Kunst, Land und Leute in Aufnahmen der ersten Tübinger Lichtbildner und des Fotografen Paul Sinner (1838–1925), Gebrüder Metz, Tübingen 1989, ISBN 3-921580-79-X.
  • Georg Schmidgall: 150 Jahre Studentengeschichte. Sammlung Schmidgall verläßt Tübingen. In: Sonntagsbeilage zum „Schwäbischen Merkur“. Nr. 14 vom 17. Januar 1937 (Digitalisat).
  • Manfred Warth: Jakob Kull. Lithograf und Porträtist in Tübingen und Stuttgart. In: Schwäbische Heimat. Bd. 55 (2004), Nr. 4, S. 465–467 (https://doi.org/10.53458/sh.v55i4.5876).

Weblinks

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