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Jürgen Hingsen

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Jürgen Hingsen Vorlage:SportPicto

Datei:Jürgen Hingsen 1987.jpg
Jürgen Hingsen (1987)

Nation Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Deutschland
Geburtstag 25. Januar 1958 (68 Jahre)
Geburtsort DuisburgDeutschland
Größe 200 cm
Gewicht 102 kg
Karriere
Disziplin Zehnkampf, Siebenkampf
Bestleistung 8832 Punkte (Zehnkampf),
5859 Punkte (Siebenkampf)
Verein Bayer Uerdingen
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 1 × [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Silber 1984 Los Angeles Zehnkampf
 Weltmeisterschaften
Silber 1983 Helsinki Zehnkampf
 Europameisterschaften
Silber 1982 Athen Zehnkampf
Silber 1986 Stuttgart Zehnkampf

Jürgen Hingsen (* 25. Januar 1958 in Duisburg) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet. Er war hauptsächlich im Zehnkampf aktiv.

Karriere

Hingsen begann seine Karriere als Athlet 1976 bei der Sportabteilung von Bayer Uerdingen. Hier arbeitete er eng mit dem Leiter der Sportabteilung, Trainer und Sportlehrer Norbert Pixken zusammen. Er war in den 1980er Jahren als Zehnkämpfer Olympiasilbermedaillengewinner und dreimaliger Weltrekordhalter. Für diese Leistungen wurde er 1983 von Bundespräsident Karl Carstens mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Bundesarchiv: Sportpreise (Silberlorbeer): Verleihungen des Silbernen Lorbeerblattes an die Leichtathleten Patriz Ilg, Willi Wülbeck, Jürgen Hingsen, Siegfried Wentz, Andras Rizzi, Jens Schulte und Guido Kratschmer Signator BArch B 122/29198</ref>

Hingsen wurde zweimal Vizeeuropameister und einmal Vizeweltmeister sowie einmal Olympiazweiter. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul hatte er in der ersten Disziplin, dem 100-Meter-Lauf, drei Fehlstarts und wurde disqualifiziert.<ref name="wasmacht"/> Daraufhin schlug ihm in der Öffentlichkeit Spott entgegen.<ref name=":0">Schluß mit Fehlstarts. In: Hamburger Abendblatt. 14. Juni 1989, abgerufen am 30. Juli 2022.</ref>

Obwohl Hingsen in den Jahren 1982 bis 1984 jeweils einen neuen Weltrekord im Zehnkampf aufstellte, konnte er seinen Dauerrivalen, den zweifachen Olympiasieger Daley Thompson (dieser bezeichnete Hingsen immer als „Hollywood-Hingsen“), nie bei einem Wettkampf bezwingen. Zuerst bei den Europameisterschaften in Athen, dann bei den Weltmeisterschaften in Helsinki und zuletzt bei den Olympischen Spielen in Los Angeles unterlag er seinem britischen Widersacher und verlor dabei jedes Mal wieder den Weltrekord.

Sein Weltrekord von 8798 Punkten (8832 nach der seit 1985 gültigen Tabelle<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Athlete Profile – Jürgen Hingsen (Profil bei der IAAF).] IAAF – iaaf.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Januar 2021.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>) aus dem Jahre 1984 war bis 2023 deutscher Rekord. Er stand damit auf Platz 13 der ewigen Weltbestenliste (Stand 11. August 2021).<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Decathlon All Time (Ewige Bestenliste der IAAF).] IAAF – iaaf.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. August 2021.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Hingsen hatte bei einer Größe von 2,00 m ein Wettkampfgewicht von 102 kg. Im Juni 1989 trat er vom Leistungssport zurück und wurde bei einer Versicherung „Breitensport-Botschafter“.<ref name=":0" />

Jürgen Hingsen engagierte sich als Botschafter für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung in Deutschland.

Sportliche Bestleistungen

Einzelleistungen

Disziplin Bestwert Wert beim Rekord am 9. Juni 1984
100 m 10,70 s 10,70 s
Weitsprung 8,04 m 7,76 m
Kugelstoßen 16,57 m 16,42 m
Hochsprung 2,18 m 2,07 m
400 m 47,65 s 48,05 s
110 m Hürden 13,84 s 14,07 s
Diskuswurf 50,82 m 49,36 m
Stabhochsprung 5,10 m 4,90 m
Speerwurf 67,42 m 59,86 m
1500 m 4:12,29 min 4:19,75 min

Sonstiges

Datei:AV0A6058 Jürgen Hingsen mit Freundin Francesca (cropped).jpg
Jürgen Hingsen mit Freundin Francesca Elstermeier Santonocito (2017)
  • Im April 2006 nahm Hingsen am Fernseh-Tanzwettbewerb Let’s Dance des Senders RTL teil. Er belegte zusammen mit seiner Tanzpartnerin Uta Albanese den fünften Platz.

Medien und öffentliche Präsenz

  • Pegasos-Preis gemeinsam mit Daley Thompson für die Gesundheitskampagne für Männer „Movember“ 2015
  • Ambassador Fußball-WM der Menschen mit Behinderung 2006
  • Co-Kommentator ARD, Leichtathletik-WM Stuttgart 1993
  • Berichterstatter Olympische Spiele Barcelona 1992, RTL-Frühstücksfernsehen
  • Olympiadokumentarfilm 16 Tage des Ruhms
  • Co-Moderation Sport, ZDF-Fernsehgarten 1989
  • Let’s dance, RTL 2006
  • Nebenrolle Ein Schloß am Wörthersee, RTL 1990
  • Darsteller Comedy-Spielfilm Drei und eine halbe Portion 1984 neben Karl Dall.

Schriften

  • zusammen mit Petra Schreiber-Benoit: Voll in Form fürs Management. Econ, Düsseldorf 1996, ISBN 978-3-430-18067-2.

Literatur

  • zurgams (Herausgeber): Zeitsprünge. 35 Jahre Mehrkampf-Meeting Götzis. Bucher Verlag, Hohenems 2009, ISBN 978-3-902679-23-9.
  • Karl-Heinz Keldungs: Jürgen Hingsen. In: ders.: Die deutsche Leichtathletik in 100 Porträts von Hanns Braun bis Malaika Mihambo. Arete Verlag Christian Becker, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-081-2, S. 74f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="wasmacht">Lars Gawel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Was macht eigentlich... Jürgen Hingsen? (Memento vom 1. September 2011 im Internet Archive), Norddeutscher-Rundfunk-Website, 17. Juni 2008. Abgerufen am 10. März 2020.</ref> </references>

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