Jürgen Gneveckow
Jürgen Gneveckow (* 1952 in Tailfingen, heute Stadtteil von Albstadt) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er war von 1999 bis 2015 Oberbürgermeister der Stadt Albstadt.
Beruflicher Werdegang
Nach dem Abitur studierte Gneveckow Volks- und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Regensburg und Freiburg und schloss sein Studium 1977 als Diplom-Betriebswirt und Diplom-Volkswirt ab. Zwischen 1978 und 1982 promovierte er in Regensburg, parallel arbeitete er bis 1985 als Assistent und Akademischer Rat an der Universität Passau. 1985 begann er eine beratende Tätigkeit im Bundeskanzleramt und wechselte 1987 in das Bundesumweltministerium, Bereich Internationale Umweltpolitik. Von 1993 bis 1996 wurde er als Nationaler Experte in die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission in Brüssel abgeordnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorstellung von Gneveckow auf der Seite der Stadt Albstadt ( vom 7. Oktober 2012 im Internet Archive)</ref>
Amtszeiten als Bürgermeister
1999 erfolgte seine Wahl zum Oberbürgermeister von Albstadt.<ref>Timm Kern: Warum werden Bürgermeister abgewählt?: Eine Studie aus Baden-Württemberg über den Zeitraum 1973 bis 2009, W.Kohlhammer Verlag 2008, abgerufen am 7. April 2015</ref> 2007 wurde Gneveckow mit knapp 65 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Die Amtszeit endete am 31. Mai 2015.<ref>Stadt Albstadt: Stellenausschreibung, abgerufen am 7. April 2015</ref>
2015 bewarb sich Gneveckow erneut bei der Bürgermeisterwahl. Im ersten Wahlgang lag Gneveckow nur knapp vor Klaus Konzelmann (Freie Wähler), der sich nicht offiziell beworben hatte und deshalb von den Wählern mit vollem Namen und Anschrift auf den Stimmzetteln notiert werden musste.<ref>Schwarzwälder Bote: OB-Wahl: Ergebnis ist ein Novum im Land, abgerufen am 11. März 2015</ref> Beide Kandidaten verfehlten die absolute Mehrheit, so dass ein zweiter Wahlgang notwendig wurde. Im zweiten Wahlgang unterlag Gneveckow deutlich mit 38,3 Prozent gegenüber 60,2 Prozent seines Mitbewerbers. Die Umstände der Wahl lösten ein überregionales Medienecho aus.<ref>Südkurier: Skurriler Wahlausgang in Albstadt: Der Kandidat, der aus dem Nichts kam, abgerufen am 11. März 2015</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SWR: OB-Wahl in Albstadt – Überraschungskandidat Konzelmann siegt ( des Vorlage:IconExternal vom 26. März 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 22. März 2015</ref> Ende April kündigte Gneveckow an, für den Rest seiner Amtszeit „reichlich Freizeitausgleich“ zu nehmen und sich am 13. Mai von den Mitarbeitern der Stadt zu verabschieden.<ref>Schwarzwälder Bote: Sie haben sich um Albstadt verdient gemacht, 1. Mai 2015</ref>
Kreistagsmandate
Gneveckow war von 1999 bis 2015 Mitglied des Kreistages<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gemeinde Bisingen: Ost-Trasse, Kreisverwaltung ( vom 15. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 7. April 2015</ref><ref name="Schwaebische_Post"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schwäbische Post: Gutachten auf private Rechnung ( vom 24. September 2015 im Internet Archive)</ref><ref>Landratsamt Zollernalbkreis: Kommunalwahl 2009: Endgültiges Wahlergebnis – Gewählte Bewerber (mit Ersatzpersonen), PDF-Datei (294,7 kB), abgerufen am 6. April 2015</ref> und wurde zuletzt 2014 wiedergewählt.<ref>Landratsamt Zollernalbkreis: Kommunalwahl 2014: Gewählte Bewerber (mit Ersatzpersonen), PDF-Datei (324,3 kB), abgerufen am 6. April 2015</ref> Er gehörte dort dem Verwaltungs- und Finanzausschuss an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landratsamt Zollernalbkreis: Kreistag/Ausschüsse ( vom 12. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 6. April 2015</ref> Gneveckow stand 2005 im Kreistag wegen eines Gutachtens in der Kritik, das durch die Stadt Albstadt finanziert und auf einer CDU-Veranstaltung veröffentlicht werden sollte.<ref name="Schwaebische_Post" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung hansmartin-haller.de vom 11. April 2005 ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
Am 30. April 2015 stellte Gneveckow in der letzten von ihm geleiteten Sitzung des Gemeinderats Albstadt seinen Rückzug aus dem Kreistag in Aussicht<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leises Tschüss zum Abschied ( vom 14. Juni 2015 im Internet Archive) Zollernalbkurier (Paywall), 1. Mai 2015</ref><ref>Facebook, StadtAlbstadt, Rede Dr. Gneveckow vom 30. April 2015 im Wortlaut</ref> und beantragte vier Tage später sein Ausscheiden.<ref>Schwarzwälder Bote: Gneveckow will aus dem Kreistag ausscheiden, abgerufen am 23. Juni 2015</ref><ref>CDU Stadtverband Albstadt auf Facebook, abgerufen am 20. Juni 2015</ref> In der darauffolgenden Sitzung des Kreistages am 6. Juli 2015 wurde ein Nachrücker vereidigt, Gneveckow selbst nahm an der Sitzung nicht teil.<ref>Schwarzwälder Bote: Spengler nimmt Platz von Gneveckow ein, abgerufen am 7. Juli 2015</ref>
Sonstiges
Gneveckow war zeitweise Mitglied im Kreditausschuss sowie stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Zollernalb.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sparkasse Zollernalb: Verwaltungsrat und Kreditausschuss der Sparkasse Zollernalb Stand: 6. Oktober 2014 ( vom 14. April 2015 im Internet Archive), PDF-Datei (102 kB), abgerufen am 9. April 2015</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sparkasse Zollernalb: Verwaltungsrat und Kreditausschuss der Sparkasse Zollernalb Stand: 30. Dezember 2015 ( vom 10. April 2016 im Internet Archive), PDF-Datei (99 kB), abgerufen am 10. April 2016</ref>
Gneveckow ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Veröffentlichungen
- Jürgen Gneveckow: Zur Sozialpolitik der industriellen Unternehmung: Theoretische Analyse der Zusammenhänge und der Auswirkungen. Passavia-Universitäts-Verlag, Passau 1982.
- Jürgen Gneveckow: Umweltpolitik am Baikalsee: Bestandsaufnahme, Taxonomie der Umweltprobleme und Entwicklungslinien für ein Handlungsprogramm. In: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (Hrsg.): Osteuropa: Interdisziplinäre Monatszeitschrift zur Analyse von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Zeitgeschichte in Osteuropa, Ostmitteleuropa und Südosteuropa (= 42. Jahrgang). Berlin Verlag Arno Spitz, Berlin 1992.
- Jürgen Gneveckow: Umweltpolitik in Mittel- und Osteuropa – der Prozeß „Umwelt für Europa“: Beschreibung, Bewertung und perspektivische Betrachtung. In: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (Hrsg.): Osteuropa: Interdisziplinäre Monatszeitschrift zur Analyse von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Zeitgeschichte in Osteuropa, Ostmitteleuropa und Südosteuropa (= 46. Jahrgang). Berlin Verlag Arno Spitz, Berlin 1996.
Einzelnachweise
<references />
Hans Pfarr (1975–1991) | Hans-Martin Haller (1991–1999) | Jürgen Gneveckow (1999–2015) | Klaus Konzelmann (2015–2023) | Roland Tralmer (seit 2023)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gneveckow, Jürgen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU) |
| GEBURTSDATUM | 1952 |
| GEBURTSORT | Tailfingen |
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