Jörg Bewersdorff
Jörg Bewersdorff (* 1. Februar 1958 in Neuwied) ist ein deutscher Mathematiker, Sachbuchautor und Spieleentwickler.
Bewersdorff studierte im Anschluss an sein vorzeitiges Abitur am Werner-Heisenberg-Gymnasium<ref>WHG: Alumni. In: Homepage des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, Neuwied. Abgerufen am 26. November 2022.</ref> in Neuwied ab 1975 als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Mathematik und Informatik an der Universität Bonn,<ref name="cv-uni-bonn">Dr. Jörg Bewersdorff. (PDF) Bonner Universitätsstiftung, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. März 2026.</ref> wo er 1985 bei Günter Harder<ref>Jörg Bewersdorff im Mathematics Genealogy Project (englisch) </ref> am Max-Planck-Institut für Mathematik promoviert wurde mit einer Arbeit, in der er topologische Methoden (Fixpunktsatz von Lefschetz) in der Zahlentheorie anwandte (Eine Lefschetzsche Fixpunktformel für Hecke-Operatoren<ref>Abstract bei Zentralblatt MATH</ref>).
Später arbeitete Bewersdorff als Mathematiker in der Spielgeräte-Industrie,<ref>Bewersdorff Berufsbild: Spieldesigner, Mitteilungen DMV 1998, Heft 3</ref> wo er von 1998 bis 2012 Geschäftsführer des Unternehmens Mega-Spielgeräte in Limburg an der Lahn war, das 1988 von ihm mitbegründet worden war<ref>Kurze Firmengeschichte. In: Homepage der ehemaligen Firma Mega-Spielgeräte. Abgerufen am 8. März 2026.</ref> und Automatenspiele für die spätere Merkur.com AG in Lübbecke entwickelte.<ref>Porträt des Unternehmens Mega 1998</ref><ref>Spielemacher weltweit. Das Geschäftsjahr der Gauselmann Gruppe 2014. (PDF) S. 56–59, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Mai 2016; abgerufen am 8. Oktober 2020.</ref> Ab 1992 leitete er auch die Entwicklung der Firma GeWeTe (Geldwechsel- und Kassenautomaten) in Mechernich.<ref>Dr. Jörg Bewersdorff seit drei Jahrzehnten der Gauselmann Gruppe verbunden. In: Homepage der Zeitschrift Automatenmarkt. Abgerufen am 8. März 2026.</ref> Insgesamt war Bewersdorff über 21 Jahre Geschäftsführer von Tochterunternehmen der heutigen Merkur.com AG, zuletzt der GeWeTe.<ref name="cv-uni-bonn" /> Er lebt in Limburg.
Bewersdorff schrieb drei sich auch an breitere Kreise wendende mathematische Sachbücher,<ref>Chris Linton: Editorial. In: Mathematics Today. Band 48, Nr. 6, 2012, ISSN 1361-2042, S. 242–243 (archive.org [PDF]).</ref> in denen er Themen der Wahrscheinlichkeitsrechnung, Spieltheorie, kombinatorischen Spieltheorie, mathematischen Statistik und Algebra (Galoistheorie) behandelt. Außerdem verfasste er ein Buch über objektorientierte Programmierung am Beispiel der Programmiersprache JavaScript und rechtswissenschaftliche Publikationen zum Thema Glücksspielrecht.<ref>Die Regulierung von Spielautomaten in den Niederlanden – ein Vergleich zu Deutschland. In: Zeitschrift für Wett- und Glücksspielrecht. 2020, S. 90–96 (bewersdorff-online.de [PDF]).</ref><ref> Spiele zwischen Glück und Geschick,, Zeitschrift für Wett- und Glücksspielrecht, 2017, S. 228–234.</ref> Zwei seiner Bücher wurden ins Englische übersetzt,<ref>Galois theory for beginners – a historical perspective, American Mathematical Society 2006; 2nd edition 2021, ISBN 978-1-4704-6500-1, doi:10.1090/stml/095. Luck, logic and white lies: the mathematics of games, A K Peters 2005; 2nd edition 2021, ISBN 978-1-00-309287-2, doi:10.1201/9781003092872</ref> eins auch ins Koreanische.<ref>Katalog der National Library of Korea. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. März 2018. Auszug: Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 3. März 2018.</ref>
Schriften
- Glück, Logik und Bluff: Mathematik im Spiel – Methoden, Ergebnisse und Grenzen, Vieweg 1998; Springer Spektrum, 7. Auflage 2018, ISBN 978-3-658-21764-8, doi:10.1007/978-3-658-21765-5.
- Algebra für Einsteiger: Von der Gleichungsauflösung zur Galois-Theorie, Vieweg 2002; Springer Spektrum, 6. Auflage 2019, ISBN 978-3-658-26151-1, doi:10.1007/978-3-658-26152-8.
- Statistik – wie und warum sie funktioniert. Ein mathematisches Lesebuch mit einer Einführung in R. Vieweg+Teubner Verlag 2011; 2. Auflage, 2021, ISBN 978-3-662-63711-1, doi:10.1007/978-3-662-63712-8.
- Objektorientierte Programmierung mit JavaScript: Direktstart für Einsteiger, Springer Vieweg, Wiesbaden 2014; 2. Auflage 2018, ISBN 978-3-658-21076-2, doi:10.1007/978-3-658-21077-9.
Weblinks
- Homepage
- Vorlage:Google Scholar
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview bei Mathe-Treff über sein Algebra-Buch ( vom 7. Januar 2017 im Internet Archive)
- Jörg Bewersdorff im Mathematics Genealogy Project (englisch)
- Jörg Bewersdorff in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bewersdorff, Jörg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1958 |
| GEBURTSORT | Neuwied |