Stubendorf
{{#if: beschreibt den polnischen Ort. Für den gleichnamigen Ort in Tschechien siehe Studnice (Osoblaha).
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Stubendorf, Vorlage:PlS Izbicko, ist ein Dorf und Hauptort der gleichnamigen Landgemeinde im oberschlesischen Powiat Strzelecki in der Woiwodschaft Opole, die seit 2006 offiziell zweisprachig ist (Polnisch und Deutsch).
Geografie
Das Straßendorf Stubendorf liegt 15 Kilometer südwestlich von Oppeln und 10 Kilometer nordwestlich von Strzelce Opolskie (Groß Strehlitz) im Schlesischen Tiefland.
Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens stammt aus einer Urkunde des Breslauer Bischofs Johann III. Romka vom 17. November 1295, in der die Pfarrei Istbisco, bzw. Yczbczko bestätigt wurde.<ref name="die">diecezja.opole.pl abgerufen am 15. August 2008</ref><ref name="gmina">Vorlage:Webarchiv abgerufen am 15. August 2008</ref> 1318 wurde die örtliche Pfarrkirche erwähnt, die dem Archipresbyterat Groß Strehlitz angehörte.<ref name="die" /> Ursprünglich gehörte das Vorwerk Stubendorf den Oppelner Herzögen und kam ab 1556 in den Besitz verschiedener Adelsfamilien, zuletzt von 1811 bis 1945 der Familie von Strachwitz.
Seit 1742 war Stubendorf preußisch und gehörte ab 1816 dem Landkreis Groß Strehlitz an.
Nach der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921, die in Dorf und Gut Stubendorf ein Ergebnis von 439 Stimmen (69,4 %)<ref>Ergebnisse der Volksabstimmung. home.arcor.de; abgerufen am 17. Oktober 2008.</ref> für den Verbleib bei Deutschland erbrachte, brach der Dritte Polnische Aufstand in der Region aus. Das Herrenhaus des Strachwitz’schen Guts (genannt Schloss Stubendorf) wurde von Aufständischen in Brand gesetzt und verwüstet. Der Ort blieb bei Preußen und kam nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 als Izbicko zu Polen.
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahlen von Stubendorf inkl. Gutsbezirk:<ref>Quellen der Einwohnerzahlen:
- 1844: sbc.org.pl
- 1855, 1861: sbc.org.pl
- 1910: Vorlage:Internetquelle
- 1933, 1939: Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
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Sehenswürdigkeiten
- Die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer war ursprünglich aus Holz gebaut und erhielt 1829 einen steinernen Turm.<ref>Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865. (sbc.katowice.pl)</ref> 1852 folgte das neoromanische Kirchenschiff, das 1908 um ein Querhaus und einen neuen Chor ergänzt wurde. Auch der wuchtige Turm mit Pyramidendach erhielt damals seine heutige Gestalt.<ref name="die" /> Die Kirche steht inmitten des örtlichen Friedhofs, auf dem sich eine barocke Nepomuk-Statue aus dem 18. Jahrhundert befindet.
- Der klassizistische Bau des Herrenhauses der Familie von Strachwitz wurde nach der Zerstörung 1923–1932 neobarock erneuert.<ref name="gmina" /> Der Wiederaufbau erinnert mit dem Mansarddach über dem zweigeschossigen Mittelbau, der von einem Zwerchgiebel bekrönt wird, und den vorspringenden, eingeschossigen Seitenrisaliten an den durch Zeichnungen Friedrich Bernhard Werners überlieferten barocken Vorgängerbau.
Persönlichkeiten
- Hyacinth von Strachwitz-Sustky (1835–1871), deutscher Reichstagsabgeordneter
Gemeinde
Die Landgemeinde Stubendorf umfasst auf einer Fläche von 84 km² elf Dörfer mit etwa 5500 Einwohnern. Vorlage:Hauptartikel
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
<references />