Eibenschütz wurde 1221 zum ersten Mal erwähnt. Ab 1288 hatte es den Status einer königlichen Stadt. Im 15. Jahrhundert kam die Stadt an die Herren von Lipá, in deren Besitz sie bis zur Schlacht am Weißen Berg blieb. Im 16. Jahrhundert war hier ein wichtiges Zentrum der Böhmischen Brüder, u. a. lebte hier Jan Blahoslav, Bischof der Böhmischen Brüder und Verfasser einer tschechischen Grammatik sowie Übersetzer des Neuen Testaments vom Griechischen und Lateinischen ins Tschechische. Blahoslav gründete eine Priesterschule mit eigener Druckerei. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Eibenschütz rekatholisiert und verlor an Bedeutung.
Die Stadt Ivančice besteht aus den Ortsteilen Alexovice (Alexowitz), Budkovice (Budkowitz), Ivančice (Eibenschütz), Hrubšice (Hrubschitz), Letkovice (Ledkowitz), Němčice (Niemtschitz) und Řeznovice (Rzesnowitz).<ref>Části obcí, uir.cz</ref> Grundsiedlungseinheiten sind Alexovice, Budkovice, Hrubšice, Ivančice-historické jádro, Krásná hora, Lány, Letkovice, Letkovická niva, Na Špýrech, Nad cihelnou, Němčice, Oslavanská (Vorstadt Oslawan), Pekárka, Réna, Řeznovice, Sedmihradská hora, U mostu, U nemocnice, Za tratí und Záhumenice.<ref>Základní sídelní jednotky, uir.cz</ref>
Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Alexovice, Budkovice, Hrubšice, Ivančice, Kounické Předměstí (Vorstadt Kanitz), Letkovice, Němčice u Ivančic und Řeznovice.<ref>Katastrální území, uir.cz</ref>
Sehenswürdigkeiten
Altes Rathaus – Renaissancegebäude, erwähnt 1544, teilweise überbaut nach dem Brand 1756 und nach 1850
Simon Pírko Haus (auch Palast der Herren von Leipa, neue Rathaus) – Renaissancegebäude, heute Stadtamt
Gebäude der ehemaligen Priesterschule, Kirche (gegründet 1536) und Druckerei der Böhmischen Brüder, Druckerei tätig von 1562 bis 1578, dann verlegt nach Kralice nad Oslavou
Ivančický viadukt – teilweise erhaltenes, 42 Meter hohes Eisenbahnviadukt über das Tal der Jihlava aus dem Jahr 1870
Synagoge, erbaut 1851 bis 1853, jetzt Kulturzentrum
Ivančice ist der Geburtsort des Malers Alfons Mucha (1860–1939) und des Film- und Fernsehschauspielers Vladimír Menšík (1929–1988, Die Märchenbraut). In der Stadt gibt es über beide Dauerausstellungen im Museum. Der Name des jüdischen Gelehrten Jonathan Eybeschütz (1690–1764), dessen Vater hier als Rabbiner amtierte, ist von der deutschen Ortsbezeichnung abgeleitet.