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Isa Hesse-Rabinovitch

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Isabella Hesse-Rabinovitch (* 19. Dezember 1917 in Zürich; † 14. August 2003 in Küsnacht) war eine Schweizer Grafikerin, Fotografin und Filmemacherin.

Leben

Isabelle, genannt Isa, wurde als Tochter des Grafikers Gregor Rabinovitch (1884–1958) und seiner Frau, der Schriftstellerin und Malerin Stefanie von Bach (1884–1966) in Zürich geboren.<ref name=":0">{{#if: |{{{Autor}}}: | }}}} {{#if: Stefanie von Bach |Stefanie von Bach |Isa Hesse-Rabinovitch}}. In: Sikart{{#if: | (Stand: {{{Jahr}}}) | }}Vorlage:Abrufdatum{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: Stefanie von Bach ||Vorlage:SIKART/Lemma nicht angegeben}} }}</ref> Ihre Familie zog 1918 ins Künstlerhaus Letten in eine der begehrten Atelierwohnungen am Spielweg 7 um. Nach ihrer Hochzeit trat ihre Mutter als Künstlerin nicht mehr in Erscheinung, sie widmete sich der Erziehung der zarten, jedoch temperamentvollen Tochter. 1929 bekam die Familie das Schweizer Bürgerrecht.

1935 besuchte Isa Rabinovitch die Kunstgewerbeschule in Zürich, wo sie Walter Roshardt mit der europäischen Moderne aus Berlin vertraut machte. Sie brach ihr Studium vorzeitig ab und absolvierte anschliessend ein Praktikum über Druckverfahren bei Orell-Füssli<ref name=":0" /> (gemäss anderen Quellen eine Lehre als Grafikerin). 1937 begann sie ein Studium an der Kunstgewerbeschule Wien, musste jedoch Österreich 1939 infolge des „Anschlusses“ an das nationalsozialistische Deutschland verlassen. In der Schweiz war sie zuerst als Illustratorin für SJW-Hefte sowie für verschiedene Zeitschriften und Tageszeitungen wie Annabelle, Schweizer Spiegel oder Weltwoche tätig. Bald arbeitete sie auch als Fotografin für die Swissair-Gazette, für die sie auf Reportagen etwa in Griechenland, Sri Lanka und Holland unterwegs war.<ref name=":0" />

Im Alter von 52 Jahren begann Isa Hesse-Rabinovitch, sich mit Film zu beschäftigen. Auf einer ihrer Reise fotografierte sie 1969 Wasserspiegelungen in Venedig, was sie zum Kurzfilm Spiegelei animierte. Realisiert wurden die Aufnahmen von Ernst Bertschi, Guy Maget komponierte sie Musik dazu. Im selben Jahr entstand Monumento moritat, eine 7-minütige Collage aus Friedhofsstatuen und antiken Marmordenkmälern. Der Text dazu schrieb Hesse-Rabinovitch selber, die Drehorgelmusik stammte von Peter Schifferli. Beide Filme werden 1969 in Solothurn gezeigt.<ref name=":0" />

In den folgenden Jahrzehnten drehte sie zahlreiche Experimentalfilme, Filmporträts und Dokumentarfilme. Seit den frühen 1970er Jahren engagierte sie sich stark für den Frauenfilm. 1972 wurde sie zum 1. internationalen Frauenfilmfestival in New York eingeladen, das sie mit ihrem Kurzfilm Spiegelei eröffnen durfte<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>. Drei Jahre später organisierte sie in Zürich das erste Frauen-Film-Festival in der Schweiz.<ref>Winzeler, Seraina: Perhaps Lady Shiva is not a film about Irene Staub at all? in: Schöbi, Caroline, Waack, Linda, Winzeler, Seraina (Hg.) Texte zum feministischen Film der Schweiz, Repérages 01/2025</ref>

Ab 1984 experimentierte Isa Hesse-Rabinovitch auch mit Video. So entstanden Lilith (1984), Hautnah (1985), Veränderungen zur Reise (1986) und Body body blues (1986), die alle Viper-Festival in Luzern gezeigt wurden.

Ab 1990 lebte Isa Hesse-Rabinovitch meist im Tessin. Sie gab noch ein Buch über ihren Vater heraus und organisierte Ausstellungen. Nationale Berühmtheit erlangte sie, als sie 1996 mit ihrem Auto von der Fähre Horgen–Meilen stürzte und von einem beherzten Kontrolleur aus dem sinkenden Fahrzeug gerettet wurde. Isa Hesse-Rabinovitch starb am 14. August 2003 in ihrem Haus in Küsnacht.

2009 realisierte die Regisseurin Anka Schmid den Film Isa Hesse-Rabinovitch – Das grosse Spiel Film. Die Cinémathèque suisse publizierte im März 2025 in Eine Ausstellung zum frühen feministischen Film der Schweiz Archivquellen zum Film Sirenen-Eiland<ref>Sirenen-Eiland (1981), auf home-expo.cinematheque.ch</ref> sowie ein Interview mit Deidi von Schaewen, der Kamerafrau dieses Films.

Mit ihrer unorthodoxen, feministischen Grundhaltung, ihrer grossen technischen Experimentierfreude sowie einer für ihre Zeit ungewöhnlich freien, assoziativen Bildsprache hat Isa Hesse-Rabinovitch ein Werk geschaffen, das in der Schweizer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts pionierhaft ist.<ref>Jochen Hesse: Isa Hesse-Rabinovitch In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, 2011.</ref>

Persönliches

1941 heiratete Isa Rabinovitch Heiner Hesse, den zweiten Sohn des Schriftstellers Hermann Hesse, mit dem sie drei Kinder hatte: Silver Hesse (* 1942), Eva Hesse (* 1943) und David Hesse (* 1954).<ref>Isa Hesse-Rabinovitch. Biografie</ref> Das Ehepaar trennte sich 1976.

Werke (Auswahl)

Filmographie

  • Spiegelei (1969)
  • Monumento Moritat (1969)
  • Viele Grüsse aus... (1970)
  • Der Rote Blau (1971)
  • Über einen Teppich (1972)
  • Notizen über Annemie Fontana (1969–1972)
  • Tell Spott (1974)
  • Mitarbeit Schweizer Fernsehen (1975): 12 Frauenporträts
  • Julie from Ohio (1978)
  • Un simbolo del nostro tempo (1978)
  • Sirenen-Eiland (1981/1982)
  • Schlangenzauber (1984)
  • Geister & Gäste (1989)

Videographie

  • Lilith (1984)
  • Hautnah (1985)
  • Body Body Blues (1986)
  • Steckbrief eines Zürchers "Walbaum" (1987)
  • Das grosse Spiel des Lebens (1994)
  • Das Grosse Spiel Film (1998)

Publikationen

  • Isa Hesse: Das grosse Spiel Film. Mit Texten von Fredi M. Murer und Volker Schunck, Benteli-Verlag, Bern, ISBN 3-7165-1132-3, 1998
  • Monica von Rosen Nestler, Tina Stolz, Isa Hesse: Grand Hotel Brissago, Edition Scala, ISBN 88-85118-36-4, 1992

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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