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Inuit Circumpolar Council

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Inuit Circumpolar Council (ICC) (etwa „Zirkumpolarer Inuitrat“) ist eine multinationale Nichtregierungsorganisation, welche die Interessen der rund 150.000 Inuit in den Vereinigten Staaten (Alaska), Kanada, Grönland und Russland (Tschukotka) vertritt. Die Organisation definiert selbst „Inuit“ als sämtliche indigene Völker, die traditionell den Eskimos zugerechnet werden, also sowohl die eigentlichen Inuit als auch deren Schwestergruppe, den Yupiit.

Geschichte

Im Mai 1973 nahmen einige Vertreter indigener Bevölkerungsgruppen aus der Arktis an einer Konferenz zur Öl- und Gasförderung in der Arktis im französischen Le Havre teil. James Wah-Shee und Joe Jacquot, Präsident und Vizepräsident der Federation of Natives North of 60, einer kanadischen indigenen Interessenorganisation, reisten nach Kopenhagen, um sich dort mit grönländischen Inuit auszutauschen. Der Forscher Robert Petersen und der Vorsitzende der Vereinigung von Grönländern in Dänemark (Peĸatigît Kalâtdlit), Angmalortoĸ Olsen, beschlossen daraufhin, eine Konferenz in Kopenhagen abzuhalten, die unter dem Namen Arctic People's Conference im September 1973 in Christiansborg, dem dänischen Parlamentsgebäude, stattfand. An dieser nahmen zahlreiche Vereinigungen und Organisationen aus der Arktis teil, neben Vertretern der Inuit auch welche der Samen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Bei der Konferenz wurde den Teilnehmern deutlich, dass sie ein gemeinsames Forum benötigen, woraufhin 1975 der World Council of Indigenous Peoples gegründet wurde und 1977 die Inuit Circumpolar Conference mit Vertretern von Inuit und Yupik aus Alaska, Kanada und Grönland. Initiator war der aus Utqiaġvik stammende Eben Hopson. Nach der ersten Konferenz 1977 erfolgte die offizielle Gründung erst auf der zweiten Konferenz im Jahr 1980.<ref name="ncf" details="S. 483f.">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

1983 wurde der ICC von den Vereinten Nationen offiziell als Nichtregierungsorganisation anerkannt. Erst 1992, nach dem Fall der Sowjetunion, wurden die Vertreter aus Tschukotka offiziell aufgenommen.<ref>Bo Wagner Sørensen, Ulrik Gad: Inuit Circumpolar Council. Danmarks Nationalleksikon.</ref> 1996 erhielt die Organisation den Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates.<ref>Prize Winner 1996. Nordischer Rat.</ref> Im selben Jahr wurde der Arktische Rat gegründet, wo der ICC seit jeher Ständiges Mitglied ist.<ref name="ncf" details="S. 496."/> Hopsons Geburtstag, der 7. November, wurde 2006 zum Inuit-Tag ausgerufen.<ref>About ICC. Inuit Circumpolar Council.</ref> Im selben Jahr änderte die Organisation ihren Namen von Inuit Circumpolar Conference zu Inuit Circumpolar Council.<ref name="ncf" details="S. 496."/> 2009 veröffentlichte der ICC A Circumpolar Inuit Declaration on Sovereignty in the Arctic („Eine Erklärung der zirkumpolaren Inuit zur Suveränität in der Arktis“) und 2011 A Circumpolar Inuit Declaration on Resource Development Principles in Inuit Nunaat („Eine Erklärung der zirkumpolaren Inuit zu Ressourcenentwicklungsprinzipien in Inuit Nunaat [Land der Inuit]“).<ref name="ncf" details="S. 482."/>

Funktion

Der Inuit Circumpolar Council gibt in seiner Charta acht Ziele an:<ref>ICC Charter. Inuit Circumpolar Conference.</ref>

  1. die Stärkung der Einheit der Inuit in der zirkumpolaren Region
  2. die internationale Vertretung der Rechte und Interessen von Inuit
  3. die Gewährleistung der Teilnahme von Inuit in politischen, wirtschaftlichen und sozialen Institutionen
  4. die Förderung der Autarkie der Inuit
  5. die Sicherung der Kultur und Gesellschaft der Inuit für die Zukunft
  6. die Unterstützung von nachhaltiger Verwaltung von Tier- und Pflanzenwelt, Umwelt und biologischer Produktivität im arktischen und subarktischen Raum
  7. die Gewährleistung von nachhaltigem Ressourcenmanagement im zirkumpolaren Raum zugunsten der Inuit

Mitglieder und Organisation

Datei:Inuit conf map.png
ICC-Regionen

Der ICC besteht aus vier nationalen Unterorganisationen, deren Vorsitzende jeweils auch als Vizevorsitzende der Dachorganisation fungieren. Dem Exekutivrat des ICC gehören neben dem Vorsitzenden und den vier Vizevorsitzenden auch vier weitere Mitglieder aus den vier Unterorganisationen an:<ref name="mitglieder">ICC Executive Council Members, 1977 to present. Inuit Circumpolar Council.</ref><ref name="ec">Executive Council. Inuit Circumpolar Council.</ref>

Unterorganisationen

Vorsitzende

Folgende Personen hatten seit 1977 den ICC-Vorsitz inne:<ref name="mitglieder"/>

Aktuelle Mitglieder des Exekutivrats

Folgende Personen gehörten 2025 dem Exekutivrat an:<ref name="ec"/>

  • Sara Olsvig (Vorsitzende)
  • Hjalmar Dahl (Vizevorsitzender, ICC Grönland)
  • Katrine Bødker (ICC Grönland)
  • Natan Obed (Vizevorsitzender, ICC Kanada)
  • Herb Nakimayak (ICC Kanada)
  • Marie Greene (Vizevorsitzende, ICC Alaska)
  • Nicole Wojciechowski (ICC Alaska)
  • Walentina Leonowa (Vizevorsitzende, ICC Tschukotka)
  • Jegor Wereschtschagin (ICC Tschukotka)

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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