Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen
Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein internationales Bündnis von Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Abschaffung aller Atomwaffen durch einen bindenden völkerrechtlichen Vertrag – eine Atomwaffenkonvention – einsetzt.
Der Hauptsitz, ein kleines Büro für eine Handvoll Mitarbeiter, befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Le Grand-Saconnex am Stadtrand von Genf im Ökumenischen Zentrum, in dem auch der Weltkirchenrat seinen Sitz hat. Direktorin ist die Australierin Melissa Parke.
Am 6. Oktober 2017 wurde ICAN der Friedensnobelpreis zugesprochen für „ihre Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken und für ihre bahnbrechenden Bemühungen, ein vertragliches Verbot solcher Waffen zu erreichen“.<ref>Hohe Auszeichnung – Der Friedensnobelpreis geht an die Anti-Atomwaffen-Kampagne, srf.ch, 6. Oktober 2017.</ref><ref name="SD171006">Gegen die Logik einer atomaren Ordnung. Auf: Süddeutsche.de, 6. Oktober 2017. Abgerufen am 6. Oktober 2017.</ref>
Geschichte
Die Idee zur Kampagne entstand 2006 bei einer Konferenz der IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges.<ref>Ican History. Abgerufen am 5. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ICAN wurde schließlich 2007 bei der Konferenz des Atomwaffensperrvertrags in Wien von der IPPNW im Zusammenschluss mit anderen Organisationen ins Leben gerufen und in zwölf Ländern gestartet. 2011 hatte die Kampagne 200 Mitgliedsorganisationen in 60 Ländern, im Dezember 2022 waren es 650 Organisationen in 110 Ländern.<ref>ICAN Partner Organizations. Abgerufen am 28. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ziele und Aktivitäten zum Atomwaffenverbotsvertrag
ICAN will der globalen Öffentlichkeit die Gefahr, welche die 28.000 aus dem Kalten Krieg verbliebenen Atomwaffen darstellen, ins Bewusstsein rufen, die Abschaffung in die öffentliche Diskussion bringen, und Druck auf Regierungen ausüben. Zu den weiteren Zielen der Kampagne gehört die Vernetzung von Organisationen, die weltweit für die Abschaffung von Atomwaffen arbeiten. ICAN arbeitet darauf hin, eine möglichst breite Basis von Partnern aufzubauen, von Gewerkschaften über religiöse und humanitäre Institutionen bis hin zu Umweltschutzorganisationen.
ICAN wirbt mit zahlreichen Kampagnen für die Unterstützung eines Vertrags zum völkerrechtlichen Verbot von Atomwaffen. Am 7. Juli 2017 stimmten 122 Staaten der Vereinten Nationen für einen entsprechenden Vertrag. Die bisher bekannten Atommächte haben nicht an den Verhandlungen teilgenommen.<ref name="SD171006"/> Auch Deutschland als Mitglied der nuklearen Teilhabe nahm nicht an den Verhandlungen teil, was von ICAN Deutschland kritisiert wurde.<ref> Atomwaffenverbot: Wann, wenn nicht jetzt? Auf: Zeit Online, 15. Juni 2017. Abgerufen am 6. Oktober 2017.</ref><ref>UN-Verhandlungen: Deutschland drückt sich vor einem Atomwaffenverbot. Auf: Tagesspiegel.de, 15. Juni 2017. Abgerufen am 6. Oktober 2017.</ref><ref>Deutschland will nicht über Atomwaffenverbot verhandeln. In: Der Spiegel. 17. Februar 2017, abgerufen am 28. Dezember 2022.</ref> Seit dem 20. September 2017 liegt der Vertrag zur Unterschrift aus. Er trat am 22. Januar 2021 in Kraft, nachdem er von mehr als 50 Staaten ratifiziert worden war.<ref>icanw.org: signature and ratification status</ref>
Unterstützer
Zu den prominenten Unterstützern der Kampagne gehören der Dalai Lama, der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon,<ref>UN Secretary-General’s message for Nuclear Abolition Day (June 5) (Ban Ki-Moons Video-Grußbotschaft zu ICANs Nuclear Abolition Day). (Video) Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, 3. Juni 2010, abgerufen am 6. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu<ref>Desmond Tutu: Ending Nuclear Evil. Project Syndicate, 29. Juni 2011, abgerufen am 6. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Jody Williams, Jazzpianist Herbie Hancock und Cricketspieler Ian Chappell.<ref>Campaign overview (Überblick der Kampagne). Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. September 2012; abgerufen am 6. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
- ICAN – Internationale Webseite der Kampagne. ICAN, abgerufen am 28. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Webseite von ICAN Deutschland. Abgerufen am 28. Dezember 2022.
- Webseite von ICAN Schweiz. Abgerufen am 28. Dezember 2022.
- Webseite von ICAN Österreich. Abgerufen am 28. Dezember 2022.
- Literatur von und über Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
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