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Inocențiu Micu-Klein

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Datei:Ioan Inocentiu Micu Klein.jpg
Bischof Ioan Inocențiu Micu-Klein

Inocențiu Micu-Klein OSBM auch Ioan Inocențiu Micu-Klein (* 1692 in Sadu bei Hermannstadt, Großfürstentum Siebenbürgen als Ioan Micu; † 22. September 1768 in Rom), war ein rumänischer griechisch-katholischer Ordensgeistlicher und von 1730 bis zu seinem Rücktritt 1751 Bischof des griechisch-katholischen Bistums Făgăraș.

Leben

Ioan Micu besuchte von 1719 bis 1724 die Jesuitenschule in Klausenburg und dann das unierte Priesterseminar in Trnava (deutsch Tyrnau). Mit der Kirchenunion von Alba Iulia hatte sich 1698/1701 ein Teil des orthodoxen Klerus im von den Habsburgern beherrschten Siebenbürgen der römisch-katholischen Kirche unterstellt, unter Beibehaltung des byzantinischen Ritus, wodurch die Rumänische griechisch-katholische Kirche entstand. Das Bischofsamt des 1721 errichteten griechisch-katholischen Bistums Făgăraș war nach dem Tod Ioan Giurgiu Patachis 1727 vakant.

Unter den drei von der Synode nominierten Nachfolgekandidaten war der 36-jährige Seminarist Ioan Micu der Favorit des Kaisers (und ungarischen Königs) Karl VI., der ihn am 25. Februar 1729 zum Bischof wählte und am selben Tag zum kaiserlichen Rat ernannte. Nach Abschluss seiner theologischen Ausbildung trat er im Juli 1729 in das Basilianer-Kloster Mukatschewo (Munkacs) ein. Am 5. September 1729 erhielt er den Titel eines Barons von Clain ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=de|SCRIPTING=Latn|SERVICE=deutsch}}: Klein – die wörtliche Übersetzung seines rumänischen Namens Micu), da der Adelsstand damals Voraussetzung für die Ernennung zum Bischof war. Am 23. September 1729 wurde er zum Ordenspriester der Basilianer des hl. Josaphat geweiht und erhielt den Ordensnamen Inocențiu (Innozenz).

Am 11. September 1730 bestätigte der Papst seine Bischofswahl, am 5. November desselben Jahres empfing er von Bischof György Bizánczy, dem Apostolischen Vikar von Mukatschewo die Bischofsweihe. Der neue Bischof ging nach Wien, um sich am Kaiserhof für mehr Rechte des rumänischen Volkes einzusetzen – zunächst für die Gläubigen seiner Kirche, später aber auch für alle in der Habsburgermonarchie lebenden Rumänen. Zurück in seiner Heimat wurde er feierlich in Făgăraș am 28. September 1732 inthronisiert.<ref>Hierarchia Catholica Medii et Recentioris Aevi</ref> Auch in den Jahren 1734–1735 hielt er sich überwiegend in Wien auf, um für seine Heimat und sein Bistum Verbesserungen zu erreichen. So forderte er eine Vertretung der Rumänen in der Regierung, im Landtag und an der königlichen Tafel. Er betonte wiederholt, dass die Rumänen die größte und am längsten ansässige Bevölkerungsgruppe Siebenbürgens waren, aber weniger Rechte als die dort lebenden Deutschen und Ungarn hatten. Zwischen 1732 und 1740 stellte er im Siebenbürgischen Landtag 24 Anträge auf Auflösung der Leibeigenschaft und Verbot der Fronarbeit, was den Ärger der Stände erregte. Mit gesammelten Spenden und Kollekten baute er ein Kloster in Blaj (Blasendorf) zum Priesterseminar um. 1737 verlegte er den Bischofssitz von Făgăraș nach Blaj, das Bistum behielt aber die Bezeichnung „Alba Iulia und Făgăraş“. Er ließ die Burg, den Dom und Gebäude reparieren und renovieren und legte 1741 den Grundstein für ein neues Basilianer-Kloster. Auf Micu-Kleins Wirken ist zurückzuführen, dass Blaj in den folgenden Jahrhunderten als geistliches und Bildungszentrum der griechisch-katholischen Kirche Siebenbürgens diente.

Maria Theresia, die 1740 die Nachfolge ihres Vaters als Königin von Ungarn antrat und 1745 auch Kaiserin wurde, war auf die Unterstützung des magyarischen Adels angewiesen und musste diesem Zugeständnisse machen. Micu-Kleins Forderungen, die er unter Umgehung der Regierung und der Stände direkt an die Monarchin richtete, kamen ihr daher ungelegen. 1744 wurde der Bischof nach Wien einbestellt, wo eine mit der Prüfung seiner Forderungen beauftragte Kommission ihn der Überschreitung seiner bischöflichen Befugnisse beschuldigte. Inocențiu Micu-Klein floh daraufhin nach Rom, wo er aber nicht die erhoffte Unterstützung des Papstes Benedikt XIV. erhielt. Vor einer Rückkehr in sein Bistum schreckte er zurück, weil ihm die Inhaftierung drohte, wenn er ohne Zustimmung der Kaiserin einreisen würde. Um die Beziehungen des Vatikans und dem Kaiserhof in Wien nicht noch mehr zu belasten, musste der Bischof einlenken; am 7. Mai 1751 erklärte er seinen Verzicht auf das Bischofsamt. Nach fast zwei Jahren der Vakanz trat Petru Pavel Aron seine Nachfolge an.

Der emeritierte Bischof Inocențiu Micu Klein verbrachte den Rest seines Lebens in Rom, wo er am 22. September 1768 starb. Er wurde in der Kirche Madonna del Pascolo in Rom beigesetzt.<ref>Aloisiu L. Tăutu, Un epizod [sic] cu ocazia înmormântării episcopului Inocenţiu Micu-Klein [Eine Begebenheit anläßlich der Bestattung des Bischofs I. Micu-Klein], in: Buna Vestire, Rom, 10 [1971], Nr. 1.</ref>

Literatur

  • Dionisie Ghermani: Klein, Inochentie, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 2. München 1976, S. 414 f.

Weblinks

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Einzelnachweise

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