Zum Inhalt springen

Innere Umwandlung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: behandelt die innere Umwandlung in der Spektroskopie. Zur Zerfallsart siehe innere Konversion.

 | Vorlage:Hinweisbaustein 
 | {{#ifeq: 0 | 0 |}}

}}

Datei:Jablonski Diagramm Deutsch.png
Jabłoński-Diagramm

Innere Umwandlung (engl. internal conversion, „IC“) ist ein Begriff aus der Photochemie und der Spektroskopie. Er bezeichnet den isoenergetischen und daher strahlungslosen Übergang vom Schwingungsgrundzustand eines elektronisch angeregten Zustands (z. B. S1) in einen hoch angeregten Schwingungszustand des nächsttieferliegenden elektronischen Zustands (z. B. des elektronischen Grundzustands S0), ohne Änderung der Multiplizität (keine Spinumkehr).<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Wenn sich die Multiplizität ändert, handelt es sich dagegen um ein Intersystem Crossing:

Multiplizität konstant Multiplizität wird verändert
(langsam, da "verboten")
unter Energieabgabe mit Emission von Strahlung Fluoreszenz
z. B. <math>S_1 \rightarrow S_0</math>
Phosphoreszenz
z. B. <math>T_1 \rightarrow S_0</math>
strahlungslos Schwingungs- bzw. vibronische Relaxation*
z. B. <math>S_0^* \rightarrow S_0</math> und <math>T_1^* \rightarrow T_1</math>
Energie konstant Innere Umwandlung
z. B. <math>S_1 \rightarrow S_0^*</math>
Intersystem Crossing
z. B. <math>S_1 \rightarrow T_1^*</math> und <math>T_1 \rightarrow S_0^*</math>

)* vom angeregten Schwingungszustand Sx* eines bestimmten elektronischen Zustands in den jeweiligen Schwingungsgrundzustand Sx

Innere Umwandlungen treten mit der größten Wahrscheinlichkeit in der Nähe von Schnittpunkten zweier Potentialkurven auf. Gehört die zweite Potentialkurve zu einem ungebundenen Kontinuumszustand, so tritt Dissoziation ein. Andernfalls erfolgt durch innere Umwandlung der Übergang in einen vibronisch angeregten Zustand, der anschließend, unter Energieabgabe durch Stöße mit umgebenden Teilchen (Schwingungsrelaxation), strahlungslos innerhalb von 10−12 Sekunden<ref name=":0" /> in den Schwingungsgrundzustand des jeweiligen elektronischen Zustands übergeht.

Ist das Ausgangsniveau ein höher angeregter elektronischer Zustand (z. B. S4), so finden so lange hintereinander Innere Umwandlungen mit anschließender Schwingungsrelaxation statt, bis der tiefste elektronisch angeregte Zustand (S1) erreicht ist.<ref name=":0" /> Da große Moleküle mehr Vibrationsmoden als kleine haben, ist bei ihnen die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Übergang i. A. höher.

Eine Übersicht über die möglichen Übergänge gibt das nebenstehende Jabłoński-Schema.

Das Melanin der Haut und die DNA nutzen die innere Umwandlung, um die für den Organismus schädliche UV-Strahlung in unschädliche Wärme umzuwandeln. Diese ultraschnelle innere Umwandlung ist verantwortlich für den exzellenten UV-Schutz dieser großen natürlichen Moleküle.

Weblink

Einzelnachweise

<references />