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Ines Eichmüller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Ines Eichmueller.jpg
Ines Eichmüller (2005)

Ines Eichmüller (* 1. Mai 1980 im Landkreis Nürnberger Land) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen).

Leben

Ines Eichmüller absolvierte ihr Abitur 2000 in Nürnberg. Sie studierte Politische Wissenschaft, Soziologie und Pädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo sie auch Mitglied im studentischen Konvent war. Im Bayerischen Landtag war sie Mitarbeiterin der gleichstellungspolitischen Sprecherin der Grünen, Claudia Stamm.<ref>Kontakt. In: gruene-fraktion-bayern.de. Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2010; abgerufen am 28. Januar 2022.</ref>

Eichmüller ist eine Urenkelin von Leonhard Eichmüller, genannt Lohner, der als körperbehinderter Frührenter und Bewohner des Fürther Armenviertels Gänsberg – von den Nationalsozialisten als „Asozialer“ stigmatisiert – ab 1935 im KZ Dachau inhaftiert wurde und überlebte, jedoch keinerlei Entschädigung erhielt.<ref>Eva-Maria Manz: Verleugnete NS-Opfer – warum das Schweigen so lange anhielt. In: Stuttgarter Nachrichten. 16. April 2024, abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref> Im Januar 2023 gründete sie gemeinsam mit Frank Nonnenmacher und anderen Nachkommen klassistisch Verfolgter den „Verband für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V.“ (vevon),<ref>Peter Bratenstein: "Asoziale" und "Berufsverbrecher" – Die verleugneten Nazi-Opfer. In: SWR2 Wissen. 18. Januar 2024, abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref> dessen zweite Vorsitzende sie wurde.<ref>Wer wir sind. Verband für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V., abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref>

Sie ist verheiratet mit Tessa Ganserer, zusammen haben sie zwei Söhne.<ref>Transsexuelle Politikerin Tessa Ganserer - So reagierten die Söhne auf ihre neue Identität. Abgerufen am 8. April 2022.</ref>

Politik

Ines Eichmüller ist Gründungsmitglied der Grünen Jugend Bayern, der Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen. In den Jahren 1999 und 2000 war sie auf Landesebene bei der Grünen Jugend Bayern aktiv. Von 1998 bis 2000 war sie Sprecherin des bayrischen Landesverbands, anschließend koordinierte sie das Fachforum Gleichberechtigung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Fotomontage mit meinem Kopf auf fast nacktem Frauenkörper“ (Memento vom 30. Oktober 2007 im Internet Archive). Ines Eichmüller, die bis Sonntag Sprecherin der GRÜNEN JUGEND war, spricht im Interview über Reaktionen auf ihre Forderungen nach Gleichberechtigung und über ihre persönliche Zukunft. In: gruene-jugend.de, Bundesvorstand Grüne Jugend, 9. Mai 2005.</ref> Von März 2003 bis Mai 2005 war sie Bundessprecherin der Grünen Jugend.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Ines Eichmüller (Memento vom 8. Oktober 2005 im Internet Archive). Auf dem Bundeskongress wurde mit Ines Eichmüller, der Sprecherin der GRÜNEN JUGEND, ein Interview zum Thema Gleichberechtigung geführt. In: gruene-jugend.de, Bundesvorstand Grüne Jugend, 14. November 2004.</ref> Von 2000 bis 2002 war sie in Nürnberg Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, von 2004 bis 2010 Mitglied im Präsidium des Bundesfrauenrates von Bündnis 90/Die Grünen. Nach 2009 war sie Sprecherin vom Ortsverband Gostenhof von Bündnis 90/Die Grünen.<ref>Personen. Das Sprecher/-Innen-Team. In: gruene-gostenhof.de. Ortsverand Gostenhof, Bündnis 90 Die Grünen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Mai 2010; abgerufen am 28. Januar 2022.</ref>

Thematische Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit sind Gender-Mainstreaming/Geschlechtergerechtigkeit, Umweltpolitik und der Einsatz für Menschenrechte und Frieden. Seit 2013 organisiert sie ehrenamtlich den OBR-Event gegen die Gewalt an Frauen und Mädchen in Nürnberg.

Weblinks

Commons: Ines Eichmüller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Ines Eichmüller. Mitglied der Genderkommission. In: gruene-jugend.de. Bundesvorstand Grüne Jugend, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. November 2007; (Biographie).

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1994–2000: Grün-Alternatives Jugendbündnis
Birgit Spohn | Jens Augner | Astrid Henning | Manuela Rottmann | Marco Walker | Heike Opitz | Nadia vom Scheidt | Lars Lübben | Katja Husen | Andreas Gebhard

Seit 2000: Grüne Jugend
Ramona Pop | Werner Graf | Tina Gerts | Benjamin von der Ahe | Ines Eichmüller | Benedikt Lux | Stephan Schilling | Nike Wessel | Paula Riester | Jan Philipp Albrecht | Kathrin Henneberger | Max Löffler | Gesine Agena | Emily Büning | Sina Doughan | Karl Bär | Jens Parker | Theresa Kalmer | Felix Banaszak | Erik Marquardt | Jamila Schäfer | Moritz Heuberger | Ricarda Lang | Max Lucks | Anna Peters | Georg Kurz | Sarah-Lee Heinrich | Timon Dzienus | Svenja Appuhn | Katharina Stolla | Jette Nietzard | Jakob Blasel | Henriette Held | Luis Bobga Vorlage:Klappleiste/Ende

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