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Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg
Kammer
Organisationsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründungsjahr 1866
Sitz Lüneburg, Geschäftsstellen in Wolfsburg und Celle.
Homepage www.ihk.de/ihklw
Präsident Andreas Kirschenmann
Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert
Mitglieder
Zugehörige 70.909 (2023)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wie viele registrierte Mitglieder hatte die IHK? (Memento vom 5. Juli 2014 im Internet Archive)</ref>
Vollversammlung 100 Mitglieder
Präsidium 10 Vizepräsidenten/Vizepräsidentinnen + 1 Präsident
Wahlbeteiligung 10 % im Durchschnitt;<ref>Wie hoch war die Wahlbeteiligung unter allen Mitgliedsunternehmen bei den vergangenen drei Wahlen? In: ihk.de. Abgerufen am 15. Juli 2024.</ref>
Kennzahlen
Geschäftsführeranzahl 10 Führungskräfte<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wie hoch sind die Gehälter der IHK-Führungsebene? (Memento vom 29. März 2015 im Internet Archive)</ref>
Mitarbeiteranzahl 112 (2024)
Beitragssumme 17,3 Mio. EUR (2024)
Hebesatz 0,17 % (2024)<ref>IHKLW-Wirtschaftsplan 2024. (PDF) In: ihk.de. Abgerufen am 15. Juli 2024.</ref>
Bilanzsumme 55,98 Mio. EUR (2024)
Datei:Lueneburg-IHK.jpg
Hauptsitz der IHK Lüneburg-Wolfsburg in Lüneburg, am Platz Am Sande

Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) ist die Industrie- und Handelskammer für die kreisfreie Stadt Wolfsburg und die Landkreise Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Celle und Gifhorn. Sie ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und hat die gesetzliche Aufgabe, das Gesamtinteresse der rund 70.000 zugehörigen Gewerbetreibenden und Unternehmen wahrzunehmen.

Sitz

Die IHK Lüneburg-Wolfsburg hat ihren Hauptsitz in Lüneburg. Sie unterhält Geschäftsstellen in Celle und Wolfsburg.

Organisation

Die IHKLW wird gemeinsam vertreten durch den Präsidenten Andreas Kirschenmann und den Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. Zeinert wird von Sönke Feldhusen und Michael Wilkens als Stellvertreter unterstützt: Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten und den zehn Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten. Das Präsidium wird aus der Mitte der 100-köpfigen Vollversammlung gewählt.<ref>Präsidium der IHK Lüneburg-Wolfsburg</ref>

Die Vollversammlung 2024 bis 2028 besteht aus 100 direkt gewählten Unternehmerinnen und Unternehmern der Landkreise Celle, Gifhorn, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Uelzen und der Stadt Wolfsburg. Bis zu zehn Mitglieder können in mittelbarer Wahl hinzugewählt werden.<ref>Vollversammlung der IHK Lüneburg-Wolfsburg (PDF; 63 kB)</ref>

Die Vollversammlung ist das höchste Gremium der IHKLW. Ihre Mitglieder bestimmen die Positionen der IHKLW gegenüber Politik und Verwaltung. Laut Wahlordnung stellt der Wahlausschuss das Wahlergebnis fest und macht die Namen der gewählten Bewerber bekannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahlgruppen und Sitzverteilung (Memento vom 27. Mai 2014 im Internet Archive)</ref>

Geschäftsbereiche

Die IHK Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) bietet ihren Mitgliedern Beratungen und Services in den drei Handlungsfeldern „Unternehmen beraten“, „Interessen bündeln“ und „Menschen bilden“ an. Neben den laufenden Aufgaben werden auch jährliche Arbeitsschwerpunkte für jeden der Bereiche ausgegeben. Innerhalb der IHK Niedersachsen verantwortet die IHKLW als Federführung die Themen Berufliche Bildung<ref>Berufliche Bildung, auf ihk-n.de</ref> und Digitalisierung.<ref>Digitalisierung, auf ihk-n.de</ref> Medienanfragen an die IHKLW und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit inklusive des Mitgliedermagazins „Unsere Wirtschaft“<ref>Aktuelle Ausgaben, auf ihk-lueneburg.de</ref> übernimmt der Bereich Strategie und Kommunikation der IHKLW. In den Sozialen Medien ist die IHKLW auf Facebook, LinkedIn und Xing vertreten.

  1. Interessen bündeln: Der Geschäftsbereich „Interessen bündeln“ umfasst die Standort- und Politikberatung und verantwortet Themen wie Stadtentwicklung, Verkehr und Digitalisierung. Die Leistungen reichen von Analysen der regionalen Wirtschaftsentwicklung und Stellungnahmen zur Wirtschaftspolitik bis zur Beobachtung der kommunalen und regionalen Politik. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken mit an Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, Gewerberaum- und Verkehrskonzepten. Ein weiteres Ziel ist der Bürokratieabbau.
  2. Unternehmen beraten: Der Bereich „Unternehmen beraten“ unterstützt Unternehmen von der Gründung<ref>Start: Idee und Konzept, auf ihk-lueneburg.de</ref> bis zur Unternehmensnachfolge<ref>Nachfolge organisieren, auf ihk-lueneburg.de</ref> in Fragen des Betriebsalltags – ob zu den Themen Finanzierung,<ref>Finanzierung, auf ihk-lueneburg.de</ref> Außenwirtschaft<ref>Unser Beratungsangebot, auf ihk-lueneburg.de</ref> und internationale Märke, Innovation,<ref>Innovation, auf ihk-lueneburg.de</ref> Unternehmensentwicklung<ref>Unternehmen entwickeln, auf ihk-lueneburg.de</ref> und -sicherung sowie Nachhaltigkeit.<ref>Nachhaltig wirtschaften, auf ihk-lueneburg.de</ref> Die IHKLW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch Ansprechpartner für rechtlichen Fragen beispielsweise zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), zum Handelsvertreterrecht oder rund um außergerichtliche Konfliktlösungen wie Mediation. Darüber hinaus hat der Bereich ein breites Angebot an Netzwerken<ref>IHKLW-Netzwerke, auf ihk-lueneburg.de</ref> initiiert, in dem Unternehmen sich zu unterschiedlichen Fachthemen austauschen können und Impulse erhalten.
  3. Menschen bilden: Der Bereich „Menschen bilden“ bietet Beratung rund um die Themen Aus- und Weiterbildung, unterstützt bei der Fachkräftesicherung<ref>Fachkräfte sichern, auf ihk-lueneburg.de</ref> und organisiert die Prüfungen in der Ausbildung<ref>Ausbildung gestalten, auf ihk-lueneburg.de</ref> und der Weiterbildung<ref>Fachkräfte nachhaltig entwickeln, auf ihk-lueneburg.de</ref> und übernimmt die öffentliche Bestellung von Sachverständigen. Unternehmen unterstützt der Bereich mit einem breiten Angebot an (digitalen) Projekten zur Berufsorientierung<ref>Berufsorientierung, auf ihk-lueneburg.de</ref> bei der Nachwuchssuche. Davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler, die authentische Einblicke in regionale Ausbildungsbetriebe erhalten. Darauf zielt auch die niedersachsenweite Ausbildungskampagne „Moin Future“, die organisatorisch von der IHKLW verantwortet wird.<ref>About Moin Future, auf moin-future.de</ref> Bei Konflikten zwischen Ausbildungsunternehmen und Azubis vermittelt die Schlichtungsstelle der IHKLW. Als Träger der Allianz für Fachkräfte Nordostniedersachsen<ref>Warum ein Fachkräftebündnis?, auf fachkraefteallianz-non.de</ref> koordiniert die IHKLW auch die Projekte des Fachkräftebündnisses, das vom Land Niedersachsen im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen<ref>Fachkräfteinitiative Niedersachsen, auf mw.niedersachsen.de</ref> anerkannt wurde.

Geschäftszahlen

Mit 55,98 Millionen Euro Bilanzsumme gehört die IHK Lüneburg-Wolfsburg zu den mittelgroßen IHKs. Die wichtigsten Aktiva der IHK Lüneburg-Wolfsburg sind laut Bilanz 2024 die Sachanlagen von 9,12 Millionen Euro, die Wertpapiere mit 39,17 Millionen Euro. Die wichtigsten Passiva sind das Eigenkapital von 19,63 Millionen Euro und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 26,23 Millionen Euro.<ref>Bilanz 2024</ref>

Das Geschäftsjahr 2024 schloss die IHK mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 3,93 Millionen Euro ab. Der Umlagesatz bleibt seit Jahren stabil mit 0,17 % vom Gewerbeertrag.

Die IHK Lüneburg-Wolfsburg baut aktuell und bis in das Jahr 2027 hinein ihren Hauptsitz in Lüneburg am Sande weiter. Dabei werden Großteile der aktuellen Gebäudesubstanz aus dem 16. sowie dem frühen und späten 20. Jahrhundert erhalten. Die Vollversammlung gab diesem Projekt mit einem Volumen von 35 Mio. Euro im Februar 2022 grünes Licht.<ref>Umbau der IHKLW-Hauptgeschäftsstelle. In: ihk.de. Abgerufen am 15. Juli 2024.</ref> Die Finanzierung erfolgt mit einer Tranche von 20 Mio. Euro zu großen Teilen durch Kredite, deren Zinssatz im April 2022 gefixt wurden; also vor der Zinswende.

Mitgliedschaften und Beteiligungen

Pensionslasten

Seit Jahren begleiten die IHK Lüneburg-Wolfsburg hohe Pensionslasten. Bis März 2000 neu eingestellten Mitarbeitern wurde die Aufstockung ihrer gesetzlichen Rente auf 75 % des letzten Bruttogehalts zugesagt. Der damalige Hauptgeschäftsführer wurde abberufen, nachdem er eine Dienstvereinbarung zur rückwirkenden Absenkung dieser Zusagen abgeschlossen hatte.<ref>Pensionen – die IHK auf Schlingerkurs</ref> Nicht ausreichende Rückstellungen für Pensionslasten und Kursverluste bei den vorhandenen Rücklagen waren Ursache für Verluste in Millionenhöhe im Jahr 2008.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.abendblatt.deIHK Lüneburg-Wolfsburg: 700 000 Euro Verlust (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )</ref>

Die komplette Darstellung der Pensionszusagen in der Bilanz sowie die Hinterlegung mit Finanzmitteln gelang dann mit dem Jahresabschluss 2012. Mit dem 1. Januar 2014 nahm eine 100-%-Tochtergesellschaft der IHK ihre Tätigkeit auf. Ihr Auftrag war die Übernahme von Finanzmitteln aus einer extern verwalteten Treuhand in Eigenregie der IHK. Nach Umsetzung dieser Übertragung wurde diese Tochter-GmbH wieder abgewickelt. Bei der DIHK lassen sich die Anzahl der Anspruchsberechtigten, die Höhe der Rückstellungen und der Ort der Pensionsverpflichtungen nachschlagen.<ref>IHKtransparent – IHK.de – Dachportal. In: ihk.de. Abgerufen am 28. November 2016.</ref>

Aktuelle Projekte

Die IHKLW-Vollversammlung setzt mit ihrer Strategie bis 2023 den Fokus auf die Themen Digitalisierung meistern, Regionen zukunftsfähig aufstellen und Fachkräfte sichern. Unter dem Credo #GemeinsamWirtschaftStärken rückt die IHKLW daher Themen in den Mittelpunkt, die der regionalen Wirtschaft bei Neustart aus der Coronakrise ebenso helfen.

Weblinks

Einzelnachweise

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