Induration
Der Begriff Induration (über {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}} aus {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} von {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ‚hart‘) beschreibt in der Medizin und Biologie eine Verhärtung (mittelhochdeutsch hertecheit<ref>Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 389.</ref>) von Gewebe. Grundsätzlich können alle Arten weichen Körpergewebes (beispielsweise Lunge, Leber und Haut) verhärten. Typischerweise ist die Fibrose (Vermehrung von Bindegewebe, beispielsweise infolge Entzündungen, lokaler immunologischer Prozesse oder Mikrotraumata) ursächlich.
So wird angenommen, dass eine Induration der Haut bei Rosazea Folge einer mastzellinduzierten Fibrose<ref>G. Plewig u. a.: Akne Und Rosazea. Gabler Wissenschaftsverlage, 1996, ISBN 3-540-55763-6, S. 435, (online)</ref> und die der Tunica albuginea bei der Induratio penis plastica Folge wiederholter Mikrotraumata ist.<ref>Peter Reuter: Springer Lexikon Medizin. Springer, Berlin u. a. 2004, ISBN 3-540-20412-1, S. 1024–1025.</ref> Im deutschen Sprachraum wurde der Begriff in der Vergangenheit besonders häufig im Zusammenhang mit den Folgen einer Syphilis (Primäraffekt) verwendet.
Einzelnachweise
<references /> Vorlage:Hinweisbaustein