Immergrüne Schleifenblume
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| Immergrüne Schleifenblume | ||||||||||||
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| Datei:Schleifenblume (Iberis sempervirens).jpg
Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Iberis sempervirens | ||||||||||||
| L. |
Die Immergrüne Schleifenblume<ref name="FdG2008"/><ref name="Fitschen2007" /><ref name="FloraWeb" /> (Iberis sempervirens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schleifenblumen (Iberis) innerhalb Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).<ref name="FoNA2010" /> Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Europa. Sie wird wegen der dekorativen Blüten häufig als Zierpflanze verwendet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Immergrüne Schleifenblume ist ein immergrüner, ausgebreiteter Halbstrauch, der Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimetern erreicht.<ref name="FdG2008"/><ref name="Fitschen2007"/><ref name="FoNA2010" />
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die einfache, ledrige, ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von 1 bis 3, selten bis zu 5 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 5 Millimetern schmal-verkehrt-eilanzettlich mit stumpfem bis rundspitzigem oberen Ende, keilförmiger Spreitenbasis und kahl.<ref name="FdG2008"/><ref name="Fitschen2007"/><ref name="FoNA2010" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt im Mai. Der in seitenständige, 3 bis 4 Zentimeter breite Schirmtraubige Blütenstand enthält viele Blüten und verlängert sich zur Fruchtreife zu einem traubigen Fruchtstand.
Die relativ kleine, zwittrige Blüte ist vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind bei einer Länge von 2 bis 4 Millimetern länglich oder eiförmig. Die vier Kronblätter sind weiß und färben sich beim Verblühen leicht rosafarben. Das adaxiale Paar ist 3 bis 6 Millimeter lang und 1 bis 3 Millimeter breit, das abaxiale 5 bis 13 Millimeter lang und 2 bis 7 Millimeter breit. Die sechst Staubblätter sind tetradynamisch, zwei äußere sind kleiner. Der Fruchtknoten mit kurzem Griffel ist oberständig mit kopfiger Narbe. Es sind vier Nektarien vorhanden.
Die flachen, zweisamigen und geflügelten Schötchen mit beständigem Griffel sind rundlich bis breit-eiförmig, 6 bis 8 Millimeter lang und 5 bis 6 Millimeter breit. Die flachen Samen sind schmal geflügelt und bis 3 Millimeter lang.<ref name="FdG2008"/><ref name="Fitschen2007"/><ref name="FoNA2010"/>
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="FoNA2010"/>
Vorkommen
Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Europa in Spanien, Frankreich, Italien und auf der Balkanhalbinsel; in Afrika in Marokko und Algerien und in Asien in Syrien und der Türkei.<ref name=GRIN/> Auf den Britischen Inseln, in Rumänien<ref name="FdG2008"/> aber auch in Nord- und Südamerika<ref name="FoNA2010"/> wurde die Art eingebürgert.
Die Immergrüne Schleifenblume wächst in Steppen und Trockenwäldern auf mäßig trockenen bis frischen, schwach sauren bis alkalischen, sandig-lehmigen bis lehmigen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten. Die Immergrüne Schleifenblume ist wärmeliebend und frosthart. Das Verbreitungsgebiet wird der Winterhärtezone 6a zugeordnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von −23,3 bis −20,6 °C (−10 bis −5 °F).<ref name="FdG2008"/>
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+ (trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Iberis sempervirens erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 648–649.<ref name="GRIN" /> Das Artepitheton sempervirens stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „immer grünend“.<ref name="Genaust2005"/> Synonyme für Iberis sempervirens sind Aethionema longistylum <templatestyles src="Person/styles.css" />Post, Biauricula sempervirens <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Bubani, Iberis garrexiana <templatestyles src="Person/styles.css" />All., Iberis serrulata <templatestyles src="Person/styles.css" />Vis.
Verwendung
Die Immergrüne Schleifenblume wird sehr häufig aufgrund der dekorativen Blüten als Zierpflanze verwendet.<ref name="FdG2008"/>
Inhaltsstoffe
Die Immergrüne Schleifenblume enthält in den Samen das Senfölglycosid Ibervirin.<ref name="Markgraf1958" />
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 346.
- Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 534.
- Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 333.
Weblinks
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
Einzelnachweise
<references> <ref name=GRIN> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="InfoFlora"> Iberis sempervirens L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Iberis sempervirens L., Immergrüne Schleifenblume. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FdG2008"> Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 346. </ref> <ref name="Fitschen2007"> Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 534. </ref> <ref name="FoNA2010"> Ihsan A. Al-Shehbaz: Brassicaceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 7: Magnoliophyta: Salicaceae to Brassicaceae, Oxford University Press, New York, Oxford, 2010, ISBN 978-0-19-531822-7. Iberis sempervirens, S. 564 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Genaust2005"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, (Nachdruck von 1996) S. 302, 576. </ref> <ref name="Markgraf1958"> Friedrich Markgraf: Familie Cruciferae. S. 387. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage, Band IV, Teil 1, Verlag Carl Hanser, München 1958. </ref> </references>