Zum Inhalt springen

Ilwoon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Ceremonial sword (ilwoon) - Kuba - Royal Museum for Central Africa - DSC05955.JPG
Ilwoon mit einer geraden Spitze
Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Een Bakuba man (hoogwaardigheidsbekleder) met hoofdtooi en sieraden TMnr 60033933.jpg
Ein Kuba-Mann mit Ilwoon und Speer

Das Ilwoon oder Ilondo ist ein Schwert der Kuba aus Zentralafrika.<ref>Zirngibl & Kubetz: panga na visu. 2009, S. 311</ref>

Beschreibung

Das Ilwoon war der wichtigste Schwerttyp der Kuba. Die Klinge ist symmetrisch, am Griff ist sie schmal, zur Spitze (Ort) hin wird sie breiter. Sie endet entweder flach wie Beitel oder halbkreisförmig. Der Griff besteht aus Holz und hat einen scheibenförmigen Knauf, welcher mit einem kleinen Zapfen endet. Der Griff ist in der Regel mit eingeschnitzten Verzierungen und schmückenden Elementen aus Kupfer oder Messing versehen.<ref>Spring: African arms and armor. 1993, S. 88–89</ref> Auch mit Harz befestigte Gehäuse von kleinen Nassa- und Kaurischnecken dienen der Verzierung.<ref>Zirngibl & Kubetz: panga na visu. 2009, S. 311</ref> Die Gesamtlänge beträgt 50–70 cm.<ref>Zirngibl & Kubetz: panga na visu. 2009, S. 207–209</ref>

Das Ilwoon war zumindest in der vorkolonialen Zeit eine Kriegswaffe, bis die Kolonialmächte Kämpfe zwischen Stämmen verboten.<ref>Zirngibl & Kubetz: panga na visu. 2009, S. 311</ref> Danach spielte es auch bei traditionellen Tänzen und Begräbnissen von Würdenträgern eine große Rolle. Der Legende nach geht das Schwert auf den König Shyaam aMbul aNgoong zurück, der im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts die verschiedenen Häuptlingstümer einte. Er soll auch verfügt haben, dass das Ilwoon in Friedenszeiten nicht offen getragen werden soll. Auch heute noch wird das Schwert in einer sackartigen Scheide aus Fasern der Bastpalme getragen.<ref>Spring: African arms and armor. 1993, S. 88–89</ref> Die Kuba stellen exakte Kopien der Ilwoons aus Holz für zeremonielle Zwecke her.<ref>Spring: African arms and armor. 1993, S. 90</ref>

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Christopher Spring: African arms and armor. Smithsonian Institution Press, Washington DC 1993, ISBN 1-56098-317-5, S. 88–89.
  • Manfred A. Zirngibl, Alexander Kubetz: panga na visu. Kurzwaffen, geschmiedete Kultgegenstände und Schilde aus Afrika. HePeLo-Verlag, Riedlhütte 2009, ISBN 978-3-9811254-2-9, S. 207–209, 311.

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:Ilwoon|Ilwoon|Ilwoon}}|uselang=de}} Commons: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:Ilwoon|Ilwoon|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if: Ilwoon

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|ilwoon|9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung