İlkay Gündoğan
| İlkay Gündoğan | ||
| Datei:2019-06-11 Fußball, Männer, Länderspiel, Deutschland-Estland StP 2071 LR10 by Stepro.jpg İlkay Gündoğan (2019)
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| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 24. Oktober 1990 | |
| Geburtsort | Gelsenkirchen, Deutschland | |
| Größe | 180 cm<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink. ( vom 30. April 2014 im Internet Archive) BVB.de.</ref> | |
| Position | Mittelfeld | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1993–1998 | SV Gelsenkirchen-Hessler | |
| 1998–1999 | FC Schalke 04 | |
| 1999–2004 | SV Gelsenkirchen-Hessler | |
| 2004–2005 | SSV Buer | |
| 2005–2009 | VfL Bochum | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2008 | VfL Bochum II | 2 (1) |
| 2009–2011 | 1. FC Nürnberg | 48 (6) |
| 2011–2016 | Borussia Dortmund | 105 (10) |
| 2012 | Borussia Dortmund II | 1 (0) |
| 2016–2023 | Manchester City | 188 (44) |
| 2023–2024 | FC Barcelona | 36 (5) |
| 2024–2025 | Manchester City | 33 (1) |
| 2025– | Galatasaray Istanbul | 8 (2) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore)2 |
| 2008 | Deutschland U18 | 1 (0) |
| 2008–2009 | Deutschland U19 | 6 (0) |
| 2009–2010 | Deutschland U20 | 2 (0) |
| 2010–2012 | Deutschland U21 | 8 (1) |
| 2011–2024 | Deutschland | 82 (19) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: 11. Dezember 2025 2 Stand: Karriereende | ||
İlkay Gündoğan [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] (* 24. Oktober 1990 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler steht seit Anfang September 2025 bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag und ist ehemaliger deutscher Nationalspieler. Mit Manchester City gewann er fünf englische Meisterschaften und die Champions League 2023, mit Borussia Dortmund gewann er 2012 die deutsche Meisterschaft. 2023 wurde er zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt. Von 2023 bis zu seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft im August 2024 war er Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.
Leben
Gündoğans Eltern stammen aus Dursunbey, einer Kreisstadt der Provinz Balıkesir in der Türkei.<ref name="Gündoğan1">ntvspor.net: İlkay Gündoğan Dursunbey’de. NTV spor, 22. Juni 2017.</ref> Sein Großvater väterlicherseits war als Gastarbeiter ins Ruhrgebiet gekommen und arbeitete als Bergmann.<ref>Jörg Kramer: Der Kurzpassmeister. In: Der Spiegel. Nr. 21, 2013, S. 126 bis 128 (spiegel.de [abgerufen am 2. Februar 2015] Artikel als PDF-Datei abrufbar).</ref> Seine Ehefrau blieb mit den Kindern in der Türkei, wo sie zunächst aufwuchsen und zur Schule gingen.<ref name=":0" /> 1979 kam İlkay Gündoğans Vater İrfan schließlich mit seinen Geschwistern per Familiennachzug nach Deutschland, wo er 1981 bei der Brauerei Stauder in Essen erste Arbeit als Fahrer fand.<ref>80er Jahre. Neue Formen der Arbeit: Gründung und Selbstständigkeit. In: Maviblau Podcast #3 „Erinnerungenschaften“. 3. Januar 2022, abgerufen am 10. September 2023.</ref><ref>Porträt Ilkay Gündogan: Spielend integriert bei de.qantara.de, 7. Juni 2012, abgerufen am 10. Juni 2012.</ref>
Gündoğan wuchs mit seinem älteren Bruder, dem Sinologen İlker Gündoğan,<ref name=":0">Jan Krebs: „Wir kennen keine Grenzen im Kopf“. Familie Gündogan im Interview. In: FAZ.NET. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2015, abgerufen am 29. April 2026.</ref><ref>Personenseite Dr. Ilker Gündoğan. In: Fakultät für Ostasienwissenschaften, Sektion Politik Ostasiens. Ruhr-Universität Bochum, abgerufen am 29. April 2026.</ref><ref>Harald Staun: Doppelter Gündogan. Ilkay und Ilker: Zwei Brüder, zwei Wege und jede Menge Identitäten. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Nr. 24, 17. Juni 2018, S. 54 (faz-biblionet.de).</ref> in seiner Geburtsstadt Gelsenkirchen im Stadtteil Heßler auf.<ref>Nationalspieler mit Schalker Vergangenheit zeigt großes Herz Ruhrnachrichten.de, 27. März 2022.</ref> Er machte im Frühjahr 2011 an der Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg, der Partnerschule seines damaligen Fußballvereins, sein Abitur.<ref>Ilkay Gündogan. In: Internationales Sportarchiv. 29/2011 vom 19. Juli 2011, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 20/2012 (abgerufen via Munzinger Online).</ref><ref>welt.de vom 6. März 2011: Ein Tag im Leben eines Fußballprofis: Ilkay Gündogan</ref> Sein Vater İrfan Gündoğan und sein Onkel İlhan Gündoğan agieren (Stand 2015) als seine Berater.<ref>Echte Kehrtwende Sport1.de, 23. Juni 2015.</ref> Seine in der Türkei aufgewachsene Cousine Naz Aydemir (* 1990) ist Volleyballspielerin und spielt für den Fenerbahçe SK und die türkische Volleyballnationalmannschaft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ten things about Ilkay Gündogan ( vom 26. August 2013 im Internet Archive), Bundesliga.com, 15. Januar 2014, abgerufen am 10. April 2014.</ref>
Gündoğan ist Anhänger des 1. FC Nürnberg und erzählte im DFB-Journal: „Meine vielleicht glücklichste Zeit als Fußballer hatte ich zu Beginn meiner Karriere als 18-, 19-Jähriger beim 1. FC Nürnberg.“<ref>DFB-Star Gündogan: "Glücklichste Zeit" als Fußballer in Nürnberg. In: br.de. 7. Juni 2023, abgerufen am 7. Juni 2023.</ref>
Gündoğan hält engen Kontakt zur Heimatstadt seiner Eltern. Er ist dort als Mäzen tätig und hat verschiedene Projekte teilfinanziert, z. B. das neue Stadion des ortsansässigen Fußballvereins Dursunbeyspor.<ref name="Gündoğan1" />
Gündoğan war von 2013 bis 2015 mit der Schauspielerin Sıla Şahin liiert.<ref>Frisch verliebt: Sila Sahin und Ilkay Gündogan sind ein Paar, welt.de vom 28. Mai 2013.</ref><ref>Gündogan und Sahin kein Paar mehr, sport1.de, 9. September 2015.</ref> Er besitzt ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit.<ref>Gündogan hat gar keine doppelte Staatsbürgerschaft, faz.net, 1. Juni 2018, abgerufen am 1. Juni 2018.</ref>
2022 heiratete Gündoğan in Kopenhagen seine Freundin Sara Arfaoui, eine Moderatorin und Model mit tunesischer Familiengeschichte aus Nizza. Sie moderiert seit 2019 die Quiz-Sendung L’Eredità beim TV-Sender Rai 1.<ref>Ilkay Gündogan heiratet Moderatorin in Italien, t-online.de, 18. Juni 2022, abgerufen am 10. Juni 2023.</ref> Sie haben zwei gemeinsame Söhne (* 2023 und * 2026) und eine gemeinsame Tochter (* 2025).<ref>Kim Steinke: Galatasaray Istanbul: İlkay Gündoğan zum dritten Mal Vater geworden. In: t-online.de. 20. April 2026, abgerufen am 21. April 2026.</ref>
2025 wurde ihm für seine Haltung gegen Hass, Ausgrenzung und Rassismus die Mevlüde-Genç-Medaille des Landes Nordrhein-Westfalen zuerkannt.<ref>Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen Pressemitteilungen vom 26. Mai 2025: Ministerpräsident Wüst zeichnet İlkay Gündoğan mit der Mevlüde-Genç-Medaille des Landes Nordrhein-Westfalen aus, abgerufen am 27. Mai 2025</ref>
Karriere
Verein
Gündoğan begann 1993 beim SV Gelsenkirchen-Hessler mit dem Fußballspielen und wechselte 1998 in die Jugendabteilung des FC Schalke 04. Nachdem er wegen Verletzungsproblemen in der Rückrunde zu keinem Einsatz gekommen war, verließ er den Verein im Sommer 1999 und kehrte zum SV Gelsenkirchen-Hessler zurück.<ref>"Ich hatte Angst, wieder enttäuscht zu werden", reviersport.de, 3. Januar 2011.</ref> Nach fünf weiteren Jahren beim SV Gelsenkirchen-Hessler und einer Saison beim SSV Buer wechselte er 2005 zum VfL Bochum. Für dessen zweite Mannschaft absolvierte er in der Hinrunde der Saison 2008/09 zwei Spiele in der Regionalliga West; dabei schoss er ein Tor.
1. FC Nürnberg
Zur Winterpause der Saison 2008/09 wurde er vom damaligen Zweitligisten 1. FC Nürnberg verpflichtet und unterschrieb einen Vertrag bis 2011.<ref>İlkay Gündoğan kommt sofort, fcn.de, 3. Februar 2009.</ref> Gündoğan kam bereits zur Rückrunde nach Nürnberg, obwohl zunächst erst ein Transfer für die neue Saison geplant war. Bereits am dritten Rückrundenspieltag saß er in Aachen auf der Bank,<ref>Abschied vom Tivoli: Nichts drin für den Club, fcn.de, 15. Februar 2009.</ref> zu seinem ersten Einsatz kam er am letzten Spieltag gegen den TSV 1860 München, als er in der 62. Minute für Javier Pinola eingewechselt wurde, der für die bevorstehenden Relegationsspiele geschont werden sollte.<ref>"Mit Euch pack mer’s!", fcn.de, 24. Mai 2009.</ref>
In der Vorbereitung zur Saison 2009/10 fiel Gündoğan besonders positiv auf. Daher kam er am 1. August 2009 im DFB-Pokal-Spiel bei Dynamo Dresden zu seinem Debüt in der Startelf des 1. FC Nürnberg und erzielte das Tor zum 0:3-Endstand.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />1. FCN: Ein 18-Jähriger verzaubert die Club-Fans ( vom 9. August 2009 im Internet Archive), nn-online.de, 3. August 2009.</ref> Eine Woche später stand er gegen den FC Schalke 04 erneut in der Startelf und feierte damit sein Debüt in der Bundesliga. Insgesamt kam er in der Hinrunde auf sieben Einsätze, davon dreimal über die volle Zeit. Am 6. Spieltag gelang ihm gegen den FC Bayern München eine Torvorlage. Am 23. Spieltag erzielte er gegen den FC Bayern München den Ausgleich zum 1:1-Endstand, beim 2:1-Sieg bei Hertha BSC gab er die Vorlage zum Siegtreffer von Angelos Charisteas, einem entscheidenden Schritt im Abstiegskampf.
Auch in den folgenden Relegationsspielen gegen den FC Augsburg blieb Gündoğan einer der wichtigsten Spieler. Nach dem knappen 1:0-Hinspielsieg schien er auszufallen, was als schweres Handicap empfunden wurde.<ref>Mit Rückenwind nach Augsburg, fcn.de, 13. Mai 2010.</ref> Im Rückspiel konnte er dann aber doch spielen und hatte mit dem ersten Tor des Spiels maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt.<ref>Erste Liga: Nürnberg ist (weiter) dabei!, fcn.de, 16. Mai 2010.</ref>
In der Saison 2010/11 entwickelte er sich zu einer zentralen Anspielstation im Mittelfeld. Gemeinsam mit Mehmet Ekici und Julian Schieber bildete er ein starkes Offensivtrio. Nach der Winterpause fehlte er längere Zeit verletzungsbedingt und fand danach, wohl auch durch seine Abiturprüfungen, bis Saisonende nicht mehr zu alter Form zurück. Trotzdem hatte er großen Anteil an einem unerwartet starken sechsten Platz Nürnbergs. Das Interesse anderer Vereine an Gündoğan war geweckt, und der FCN konnte ihn nicht halten.
53 Spiele absolvierte Gündoğan für Nürnberg. „Wir hatten damals eine großartige Mannschaft, eine tolle Mischung aus erfahrenen Spielern und vielen Talenten. Im Rückblick würde ich sagen, dass diese Zeit noch sehr unbekümmert und damit voller Glück war“, erinnert er sich. „Meine vielleicht glücklichste Zeit als Fußballer hatte ich zu Beginn meiner Karriere als 18-, 19-Jähriger beim 1. FC Nürnberg.“<ref>dpa/vnp: Gündogan schwärmt vom Club: "Meine glücklichste Zeit." In: nordbayern.de. 6. Juli 2022, abgerufen am 2. März 2024.</ref>
Borussia Dortmund
Zur Bundesliga-Saison 2011/12 wechselte Gündoğan zu Borussia Dortmund und unterzeichnete dort einen Vertrag über vier Jahre.<ref>Zorc bestätigt Einigung mit Gündoğan. bvb.de.</ref> Eine Million Euro der Transfersumme wurde aufgrund einer Transferklausel an den VfL Bochum gezahlt.<ref>Millionen aus der Türkei und "Jollys" Sohn aus Island. kicker.de.</ref> In der Hinrunde absolvierte er für Borussia Dortmund die ersten neun Spiele von Beginn an, wobei er hinter den Erwartungen zurückblieb. Schließlich wurde Gündoğan vom Trainer Jürgen Klopp aus der Startelf genommen und von Experten als Fehleinkauf eingestuft.<ref>sport.msn.de</ref> In der Rückrunde verbesserten sich seine Leistungen stetig, und er erzielte unter anderem das Siegtor im Halbfinale des DFB-Pokals gegen die SpVgg Greuther Fürth. Sein Schuss ging in der 120. Minute an den Pfosten, prallte von dort aus an den Rücken des eingewechselten Fürther Torwarts Jasmin Fejzić und rollte von dort ins Tor. Am Ende der Saison 2011/12 wurde Gündoğan mit Borussia Dortmund zum ersten Mal in seiner Karriere Deutscher Meister und gewann mit dem DFB-Pokal gegen Bayern München auch noch das Double.
In der Saison 2012/13 stand er mit dem BVB im Finale der Champions League, das man gegen Bayern München mit 1:2 verlor. Im Sommer 2013 wurde er in der Kicker-Rangliste in die selten vergebene Rubrik „Weltklasse“ eingeordnet.<ref>kicker.de</ref>
In der Saison 2013/14 bestritt Gündoğan lediglich ein Spiel in der Bundesliga und ein Spiel im DFB-Pokal. Er litt am Nervwurzelreizsyndrom, was ab dem 10. August 2013 keinen weiteren Einsatz mehr zuließ.<ref>Gomez und Gündogan droht das WM-Aus. kicker.de, 27. März 2014.</ref><ref>Was ist ein Nervwurzelreizsyndrom? tagesspiegel.de, 2. Dezember 2013.</ref> Nachdem eine mehrmonatige konservative therapeutische Behandlung nicht den erhofften Erfolg und Fortschritt gebracht hatte, wurde er Mitte Juni 2014 in München an der Lendenwirbelsäule operiert und verpasste den Saisonstart der Spielzeit 2014/15.<ref>Gündogan: Rückkehr auf den Platz in drei Monaten. bvb.de, 18. Juni 2014.</ref> Am 10. Oktober 2014 absolvierte Gündoğan in einem Testspiel der zweiten Mannschaft des BVB gegen den VfL Bochum II sein erstes Spiel nach 422 Tagen.<ref>Ilkay Gündogan feiert Comeback – Marco Reus absolviert Härtetest. sportal.de, 10. Oktober 2014, abgerufen am 10. Oktober 2014.</ref> Am 3. Mai 2016 zog er sich im Training eine Patellaluxation (Ausrenkung der Kniescheibe) am rechten Bein zu. Damit fiel er für das Pokalfinale aus.<ref name="knie">Doppel-Schock für Gündogan. kicker.de, 6. Mai 2016, abgerufen am 6. Mai 2016.</ref>
Sein Vertrag lief bis Juni 2017.<ref>Nach der Verlängerung von Ilkay Gündogan bei Borussia Dortmund. In: sport1.de. 2. Juli 2015, abgerufen am 29. Februar 2024.</ref>
Manchester City
Zur Saison 2016/17 wechselte Gündoğan für vorerst vier Jahre zu Manchester City.<ref>Meldung auf bvb.de, abgerufen am 2. Juni 2016.</ref><ref>Gundogan signs for City, mancity.com, abgerufen am 7. Juli 2016 (englisch)</ref> Sein Premier-League-Debüt gab er am 17. September 2016 beim Heimspiel gegen den AFC Bournemouth und erzielte dabei den Treffer zum 4:0-Endstand.<ref>Spieldaten auf weltfussball.de, abgerufen am 20. September 2016.</ref> Beim 4:0-Sieg im Ligaspiel am 29. Oktober 2016 bei West Bromwich Albion und beim 3:1-Sieg im Champions-League-Spiel am 1. November 2016 gegen den FC Barcelona traf Gündoğan jeweils zweimal. Am 14. Dezember 2016 zog Gündoğan sich im Heimspiel gegen den FC Watford einen Kreuzbandriss am rechten Knie zu.<ref>Kreuzbandriss! Gündogan fällt lange aus Kicker.de, 16. Dezember 2016.</ref> Am 16. September 2017 gab er nach neun Monaten Verletzungspause sein Comeback im Spiel gegen den FC Watford (6:0).<ref>Spielbericht auf der Website vom Manchester City, abgerufen am 18. September 2017 (englisch)</ref> Im entscheidenden letzten Spiel der Meisterschaft der Saison 2021/22 gegen Aston Villa wurde er in der 68. Spielminute eingewechselt und steuerte maßgeblich mit zwei Treffern dazu bei, einen 0:2-Rückstand in ein 3:2 umzuwandeln.
Zur Saison 2022/23 verließ der Mannschaftskapitän Fernandinho die Mannschaft, woraufhin im August 2022 Gündoğan zum neuen Kapitän gewählt wurde. Davor hatte er bereits als stellvertretender Mannschaftskapitän fungiert.<ref>Vorlage:Kicker</ref> In dieser Saison, zu deren Ende sein Vertrag in Manchester auslief,<ref>Gundogan extends City stay auf der Website von Manchester City, abgerufen am 9. August 2019.</ref> gelang ihm als Kapitän der Gewinn des Triple aus Meisterschaft, FA Cup und UEFA Champions League.<ref>Guardiola holt mit ManCity das Triple gegen Inter. Sportschau, 10. Juni 2023, abgerufen am 10. Juni 2023.</ref>
Nach der Saison wurde er zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt.<ref>Ilkay Gündoğan ist Fußballer des Jahres, Urs Fischer bester Trainer, spiegel.de, 6. August 2023, abgerufen am 6. August 2023.</ref>
FC Barcelona
Nach seinem Vertragsende bei Manchester City wechselte Gündoğan zur Saison 2023/24 in die spanische Primera División zum FC Barcelona. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025, der eine Ausstiegsklausel in Höhe von 400 Millionen Euro enthält.<ref>İlkay Gündoğan joins FC Barcelona, fcbarcelona.com, 26. Juni 2023, abgerufen am 27. Juni 2023.</ref> Er gewann dort die Vizemeisterschaft und erreichte im Copa del Rey 2023/24 sowie in der UEFA Champions League 2023/24 jeweils das Viertelfinale.
Rückkehr zu Manchester City
Ende August 2024 kehrte Gündoğan zu Manchester City zurück. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2024/25.<ref>Gundogan returns to Manchester City!, mancity.com, 23. August 2024, abgerufen am 24. August 2024.</ref>
Galatasaray Istanbul
Gündoğan wechselte Anfang September 2025 in die Türkei zu Galatasaray Istanbul und unterschrieb dort einen Zweijahresvertrag.<ref>İlkay Gündoğan Galatasaray'da!, galatasaray.org, 2. September 2025, abgerufen am 2. September 2025.</ref>
Nationalmannschaft
Gündoğan ist mehrmaliger deutscher Jugendnationalspieler. Für das Freundschaftsspiel am 10. August 2011 gegen Brasilien wurde er erstmals in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. vom 4. August 2011 auf dfb.de</ref> Im letzten EM-Qualifikationsspiel Deutschlands gegen Belgien gab er am 11. Oktober 2011 sein A-Länderspieldebüt für Deutschland.<ref>Peter Ahrens: DFB-Debütant Gündogan: Träum ich von Deutschland in der Nacht. In: Der Spiegel. 11. Oktober 2011, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. August 2023]).</ref>
Gündoğan nahm an der Europameisterschaft 2012 teil, blieb jedoch ohne Einsatz. Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 26. März 2013 in Nürnberg beim 4:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen die Auswahl Kasachstans mit dem Treffer zum 3:0 in der 31. Minute. Am 14. August 2013 wurde er im Spiel gegen Paraguay verletzungsbedingt ausgewechselt und absolvierte sein nächstes Länderspiel 586 Tage später am 25. März 2015 in einem Freundschaftsspiel gegen Australien.<ref>Gündogan gibt DFB-Comeback nach 586 Tagen. 25. März 2015, abgerufen am 25. März 2015.</ref> Wegen seiner im Mai 2016 erlittenen Knieverletzung konnte er nicht an der Europameisterschaft 2016 teilnehmen.<ref name="knie" />
Bei der Weltmeisterschaft 2018 stand Gündoğan 59 Minuten auf dem Platz. Im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden (2:1) wurde er in der 31. Minute beim Stand von 0:0 für den verletzten Sebastian Rudy eingewechselt.<ref>Ilkay Gündogan bei der WM : Löws erster Nachrücker. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Juni 2018, abgerufen am 30. Juni 2018.</ref> Im nächsten Spiel gegen Südkorea, das Deutschland mit 0:2 verlor und dadurch als Tabellenletzter der Gruppe F erstmals in der WM-Geschichte bereits in der Vorrunde ausschied, kam Gündoğan nicht mehr zum Einsatz.<ref>Deutschland scheidet in der Vorrunde der Fußball-WM aus. eurosport.de, 27. Juni 2018, abgerufen am 30. Juni 2018.</ref><ref>Weltmeister von 2014 fährt nach der Vorrunde nach Hause – 0:2 gegen Südkorea: Deutschland verpasst das Achtelfinale! kicker.de, 27. Juni 2018, abgerufen am 30. Juni 2018.</ref> Nach dem frühzeitigen Ausscheiden aus der Weltmeisterschaft erklärte Gündoğan, auch künftig für die deutsche Fußballnationalmannschaft spielen zu wollen.<ref>„Werden aufstehen“ – Gündogan will bei Neuaufbau der Nationalelf dabei sein. welt.de, 30. Juni 2018, abgerufen am 30. Juni 2018.</ref>
Mit der deutschen Auswahl erreichte er bei der Europameisterschaft 2021 das Achtelfinale,<ref>Nico Scheck: EM 2021: DFB-Stars droht Ausfall gegen England – Doch es gibt noch Hoffnung. In: fr.de. Frankfurter Rundschau, 29. Juni 2021, abgerufen am 8. August 2023.</ref> wo Deutschland gegen England ausschied.<ref>Ärgerlicher Elfmeter: Deutschland verpasst im Klassiker gegen England erneut einen Sieg. Abgerufen am 8. August 2023.</ref>
Im November 2022 wurde er von Trainer Hansi Flick in den Deutschland-Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 berufen, in dem er Stammspieler war, die Mannschaft aber bereits nach der Vorrunde ausschied.<ref>WM 2002: Ilkay Gündogan meldet sich nach Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft zu Wort. In: eurosport.de. Eurosport, 6. Dezember 2022, abgerufen am 8. August 2023.</ref>
Nachdem Gündoğan schon in ein paar Spielen die Kapitänsbinde getragen hatte, wurde er im September 2023 von Bundestrainer Hansi Flick offiziell zum neuen Kapitän der Nationalmannschaft ernannt.<ref>"Das gibt uns neue Energie": Flick macht Gündogan zum Kapitän. In: DFB-News. 8. September 2023, abgerufen am 10. September 2023.</ref><ref>Hansi Flick macht İlkay Gündoğan zum neuen Kapitän der Nationalmannschaft. In: Der Spiegel. 8. September 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. September 2023]).</ref> Diese Entscheidung wurde im Oktober 2023 durch den neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann bestätigt.<ref>Gündogan bleibt DFB-Kapitän – auch bei Neuers Rückkehr. 16. Oktober 2023, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref>
Im Mai 2024 wurde er von Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Kader für die Europameisterschaft im eigenen Land berufen. Deutschland schied im Viertelfinale aus, Gündoğan kam in allen fünf Spielen zum Einsatz.
Im August 2024 trat er mit dem Verweis auf eine „gewisse Müdigkeit“ körperlicher und mentaler Art, die ihn eigenen Angaben zufolge nachdenklich stimmte, aus der Nationalmannschaft zurück.<ref>Deutscher Fußballstar: Kapitän Gündoğan tritt aus Nationalmannschaft zurück. In: Der Spiegel. 19. August 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. August 2024]).</ref>
Erfolge
- International
- Deutschland
- Meister: 2012
- Pokalsieger: 2012
- Supercupsieger (2): 2013, 2014
- Aufstieg in die Bundesliga: 2009
- England
- Meister (5): 2018, 2019, 2021, 2022, 2023
- Pokalsieger (2): 2019, 2023
- Ligapokalsieger (4): 2018, 2019, 2020, 2021
- Supercupsieger (2): 2018, 2019
Auszeichnungen
- Nominierung für den Ballon d’Or: 2023 (14. Platz)
- Deutschlands Fußballer des Jahres: 2023
- Mitglied der VDV-Elf: 2012/13
- Einstufung als Weltklasse in der Rangliste des deutschen Fußballs: Sommer 2013, Winter 2020/21, Sommer 2023
- Premier League Player of the Month: Januar 2021, Februar 2021
Karitatives Engagement
Nach der Flutkatastrophe in Deutschland 2021 sowie den fast gleichzeitigen Waldbränden in der Türkei spendete Gündoğan Geld für eine Baumpflanzaktion und ließ sogenannte „Fanpakete“ (etwa mit Trikots, Schuhen oder Tickets) versteigern, um Einnahmen für weitere Nachhaltigkeitprojekte zu gewinnen. Zudem rief er zum Klimaschutz auf.<ref>Ex-BVB-Profi Ilkay Gündogan mit dringendem Appell – „Zeichen setzen“. In: Der Westen. 6. Oktober 2021. Abgerufen am 8. Oktober 2021.</ref>
Kontroverse
Am 13. Mai 2018 kam es (wenige Wochen vor den vorgezogenen türkischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen und im Vorlauf der Weltmeisterschaft 2018 in Russland) in London zu einem Treffen von İlkay Gündoğan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Auch Mesut Özil und Cenk Tosun, die wie Gündoğan ebenfalls bei englischen Vereinen spielten, nahmen an dem Treffen teil und überreichten Erdoğan jeweils eines ihrer Trikots. Auf Gündoğans Trikot stand die handgeschriebene Aufschrift “SAYIN CUMHURBAŞKANIM’A [sic] SAYGILARIMLA” („Mit Respekt für meinen Präsidenten“).<ref>zeit.de: Nicht besonders schlau (Kommentar)</ref>
Zeitpunkt und Symbolkraft des Fotos riefen politisch, gesellschaftlich und seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Reaktionen und Kritik hervor,<ref>sueddeutsche.de vom 15. Mai 2018</ref> wobei sich die Kritik aufgrund der nahenden WM vor allem auf Özil und Gündoğan konzentrierte. Der damalige DFB-Präsident Reinhard Grindel bezeichnete das Treffen als „Wahlkampfmanöver“ Erdoğans, für das sich die Nationalspieler hätten missbrauchen lassen.<ref>Christian Spiller: Mesut Özil und Ilkay Gündogan: Nicht besonders schlau. In: Zeit Online. 14. Mai 2018, abgerufen am 14. Mai 2018.</ref><ref>spiegel.de: DFB geht auf Distanz zu Özil und Gündogan</ref> Am 18. Mai 2018 kam es zu einem Treffen von Gündoğan und Özil mit dem deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Beim Testspiel in Klagenfurt am Wörthersee zwischen Österreich und Deutschland wurde Gündoğan von Zuschauern bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.<ref>sueddeutsche.de vom 5. Juni 2018 / Sebastian Fischer: Einer redet gar nicht, der andere später</ref> Selbiges passierte auch im Testspiel am 8. Juni gegen Saudi-Arabien.<ref>FAZ.net vom 8. Juni 2018: Ein unüberhörbares Tief vor der WM</ref><ref>spiegel.de vom 8. Juni 2018: Stimmungskiller</ref> Während sich Özil zur Kritik nicht äußerte, twitterte Gündoğan am Tag darauf, er sei „immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen“.<ref>FAZ.net vom 9. Juni 2018</ref>
Weblinks
- Offizielle Website von İlkay Gündoğan
- Profil auf der Website des 1. FC Nürnberg
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Aussprache des Namens İlkay Gündoğan, Bild.de
Einzelnachweise
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Cheftrainer: Okan Buruk
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gündoğan, İlkay |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 24. Oktober 1990 |
| GEBURTSORT | Gelsenkirchen, Deutschland |
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