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Ilja Grigorjewitsch Tschaschnik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Ilya Chashnik 1923.jpg
Ilja Tschaschnik, 1923

Ilja Grigorjewitsch Tschaschnik ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wiss. Transliteration {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 12. Junijul. / 25. Juni 1902greg. in Ljuzin, Russisches Kaiserreich; † 4. März 1929 in Leningrad)<ref name=":0">Schirn Kunsthalle Frankfurt (Hrsg.): Die große Utopie. Die Russische Avantgarde 1915–1932. Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main 1992, S. 776.</ref> war ein russischer Künstler der Russischen Avantgarde, der vor allem die Grundideen des Suprematismus in die angewandte Kunst übertrug.

Leben und Werk

Tschaschnik wurde in Lettland geboren, seine Familie zog jedoch später nach Witebsk, wo er Unterricht bei Jehuda Pen erhielt.<ref name=":0" />

1919 ging er nach Moskau, um an den Freien Staatlichen Kunstwerkstätten zu studierten, kehrte jedoch im Sommer 1919 bereits nach Witebsk zurück und studierte ab 1919 an der Kunstschule in Witebsk.<ref name=":0" /> Seine Lehrer waren zunächst Marc Chagall und später Kasimir Malewitsch und El Lissitzky.

Er war ein Anhänger Malewitschs und mit Nikolai Suetin, Lasar Chidekel und anderen Anfang 1920 Mitbegründer der Künstlergruppe UNOWIS.<ref name=":0" /><ref>Nikolai Suetin : 1897-1954. The State Russian Museum. Palace Editions, [Bad Breisig]; RA, [Moskau] 2008, ISBN 978-3-940761-00-2, S. 12</ref> 1920 gründete er mit Lasar Chidekel die Zeitschrift Aero, von der eine Ausgabe erschien.

Er folgte Malewitsch 1922 nach Petrograd und wurde dort 1923–1926 dessen wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für künstlerische Kultur, dem Vorgänger des GINChUK. Nach der Auflösung des GINChUK arbeitete er in einem Architekturbüro von Alexander Nikolski.<ref name=":0" />

Tschaschnik entwarf ab 1922 auf Basis der suprematistische Ideen Porzellan für die Lomonossow-Porzellanfabrik in Leningrad, an der auch Nikolai Suetin tätig war. 1925 stellt er auf der Weltausstellung in Paris aus und 1928 auf der Pressa in Köln. Ab 1927 war er Leiter der ISORAM-Werkstätten in Leningrad.<ref name=":0" />

1929 starb Tschaschnik nach einer Operation an den Folgen einer Blinddarmentzündung.

Sein Sohn war der Architekt Ilja I. Tschaschnik (1929–1977), der mit der Architektin Nina Suetina, der Tochter von Sarra Abramowna Kamenetskaja (1916–1942) und Nikolai Suetin, verheiratet war.

Bildergalerie

Literatur

Kataloge
  • Tendenzen der Zwanziger Jahre. 15. Europäische Kunstausstellung Berlin 1977. (Katalog) Dietrich Reimer Verlag Berlin, Berlin 1977, ISBN 3-49601000-2, Kat. 1/661–662, 1/935, S. B/67.
  • Ilja G. Tschaschnik (1902 Ljucite - 1929 Leningrad). Kunstmuseum, Düsseldorf 1978. (Ausstellung: Kunstmuseum Düsseldorf, 10. Mai 1978 – 2. Juli 1978; Bauhaus-Archiv, Museum für Gestaltung, Berlin 21. Juli 1978 – 4. September 1978. Katalog: Stephan von Wiese).
  • Suprematismus : Werke von Kasimir S. Malewitsch, Nikolaj M. Suetin, Ilja G. Tschaschnik aus dem Archiv Lew Nussberg, Orange, USA. Ausstellung vom 30. Mai bis 10. September 1989. Galerie & Edition Schlégl, Zürich 1989.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Ilya Chashnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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