Ilan Fernández Uzzan
Ilan Fernández Uzzan (* 1966 in Tel Aviv, Israel)<ref>Silke Janovsky: Als Drogenboss hat Ilan Fernandez mit Kokain und Waffen gehandelt, heute entwirft er Gangstermode. Berliner Zeitung, 31. Januar 2011, abgerufen am 17. Juli 2017</ref><ref name=":0">DE PUTA MADRE: This is the most incredible man who has ever set foot in Belgrade! telegraf.rs, 30. April 2015, abgerufen am 17. Juli 2017</ref> ist ein in Israel lebender kolumbianischer Modedesigner (De Puta Madre 69) und ehemaliger Drogenschmuggler.
Biografie
Uzzan wurde als Sohn eines jüdischen Vaters geboren, der mit seiner Familie 1969 nach Cali, Kolumbien zog.<ref name="wz">Stephan Eppinger: Wandlung: Ein Drogenboss wird Modezar. Westdeutsche Zeitung, 29. Juli 2010, abgerufen am 17. Juli 2017</ref> Dort besuchte Uzzan eine Privatschule und lebte im Wohlstand. Als Uzzan acht Jahre alt war, wurde sein Vater getötet, woraufhin seine Familie ihr Vermögen verlor.<ref>DE PUTA MADRE: This is the most incredible man who has ever set foot in Belgrade! In: telegraf.rs. 30. April 2015, abgerufen am 10. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Alter von 13 Jahren war Uzzan laut eigener Aussagen Drogendealer und Bandenanführer in Cali und schmuggelte mit 15 Jahren das erste Mal zwei Kilo Kokain in die Vereinigten Staaten. Mit 17 dehnte er sein Geschäft nach Spanien aus, beherrschte nach eigenen Angaben mit 19 weite Teile des Kokainmarktes Europas und schreckte auch vor Mord nicht zurück. 1986 wurde er in Barcelona festgenommen und wegen Drogen- und Waffenschmuggels zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er elf in Spanien und San Quentin (USA) bis 1997 absaß.<ref name=":0" />
Im Gefängnis begann Uzzan zusammen mit anderen Insassen, Slogans und Wörter mit Filzstift auf T-Shirts zu schreiben. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis entwickelte er mit der Hilfe von zwei Geschäftsmännern aus Rom die Marke De Puta Madre 69, die bald Aufsehen erregte.<ref name="fr-online-4487614">Karin Ceballos Betancur: Ilan Fernandez: Der Mode-Macho. In: fr-online.de. 4. Juli 2010, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref> Die Marke richtete sich in erster Linie an junge Leute, wurde aber auch von Prominenten wie Maurizio Verbeni und den Fugees getragen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.designers-world.info ( vom 1. Januar 2011 im Internet Archive)</ref>
Uzzan lebt in Israel.<ref>EUIOP: Trademark "De Puta Madre" - 005028477. Abgerufen am 10. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er ist verheiratet und hat drei Kinder.<ref name="BZ">Als Drogenboss hat Ilan Fernandez mit Kokain und Waffen gehandelt, heute entwirft er Gangstermode Stoff aus dem Knast, Berliner Zeitung, 31. Januar 2011</ref>
2009 schrieb er zusammen mit dem italienischen Autor Giulio Laurenti seine Autobiographie unter dem Titel Suerte, die im Jahr 2010 sowohl im italienischen Original erschien, wie auch in der deutschen Übersetzung im Riemann Verlag.<ref>www.randomhouse.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Nach Angaben mehrerer spanischer Tageszeitungen habe Steven Spielberg 2007 Interesse bekundet, seine Karriere zu verfilmen. Die Filmpläne wurden aber nicht umgesetzt.<ref>Modekarriere eines Drogendealers: Der Mann mit dem Stoff, Süddeutsche Zeitung, 22. Mai 2010</ref> Nach anderen Angaben sollte sein Leben von Gabriele Muccino mit Javier Bardem in der Hauptrolle verfilmt werden.<ref name="BZ" />
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fernández Uzzan, Ilan |
| ALTERNATIVNAMEN | Fernández, Ilan |
| KURZBESCHREIBUNG | kolumbianischer Modedesigner, ehemaliger Drogenschmuggler |
| GEBURTSDATUM | 1966 |
| GEBURTSORT | Tel Aviv, Israel |