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Ideal (Philosophie)

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Als Ideal ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), „dem Urbild entsprechend“ zu {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), „Urbild, Gedanke, Einfall“,<ref>Ursula Hermann, Knaurs etymologisches Lexikon, 1983, S. 207; ISBN 3-426-26074-3</ref> dieses als Lehnwort von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „Gestalt, Urbild, Erscheinung“; siehe auch Idee) wird in der Philosophie ein als höchster Wert anerkanntes Ziel bezeichnet.

Allgemeines

Das Ideal spielt in der philosophischen Ästhetik, Ethik und in der Wissenschaftstheorie eine Rolle und ist der Inbegriff für ein Vollkommenheitsmuster. Es ist ein Ziel oder die höchste Vollkommenheit.<ref>Max Apel/Peter Ludz, Philosophisches Wörterbuch, 1958, S. 133; ISBN 978-3-11-006729-3</ref> Das Attribut „ideal“ steht für musterhaft oder vorbildlich, „ideell“ dagegen für rein gedanklich oder unwirklich.<ref>Max Apel/Peter Ludz, Philosophisches Wörterbuch, 1958, S. 134</ref> Die Interpretation des philosophischen Begriffs ist stark vom jeweiligen Autor abhängig.

Kant

Immanuel Kant versteht unter „Ideal“ allgemein die einem Individuum vorgestellte Idee, unter dem Ideal der reinen Vernunft die Idee Gottes als des schlechthin unbedingten, alle Realität in sich fassenden und die ganze Welt bedingenden Wesens.<ref>Hermann Grosch, Kants Lehre vom Ideal der reinen Vernunft, 1884, S. 5</ref> Er sah die unbedingte Einheit der Bedingungen aller Gegenstände des Denkens oder das Ideal der reinen Vernunft, das den Inhalt der theologischen Idee bildet.<ref>Hermann Grosch, Kants Lehre vom Ideal der reinen Vernunft, 1884, S. 7</ref> Da sich das Ideal allein aus der Bestimmung von „Ideen“ ergeben kann, folgert Kant, dass das Ideal seinerseits noch weiter von der objektiven Realität entfernt sein muss als die „Ideen“.<ref>Hermann Sievers, Immanuel Kants Gottesbeweiskritik, 2007, S. 3; ISBN 978-3-640-57871-9</ref>

Schiller

Friedrich Schiller hat in seinen Gedankendichtungen aus dem Jahre 1795 dem Ideal eine überwältigende Kraft verliehen,<ref>Friedrich Schiller, Das Ideal und das Leben, 1795, passim</ref> insbesondere auch bei seinen Freiheitsidealen.

Sonstige

Kant und Schiller verwenden den Ausdruck im Sinn der Ästhetik und praktischen ethischen Vernunft (Kants Kritik der Urteilskraft sowie Kritik der praktischen Vernunft).

Georg Wilhelm Friedrich Hegel engt den Begriff Ideal auf die Kunst ein: Ihre Aufgabe sei die sinnliche Darstellung der absoluten Idee als Ideal.<ref>Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Die Idee und das Ideal, Band 10, Teil 1, 1931, passim</ref>

Für Paul Lorenzen ist „ideal“ eine Zuschreibung zu Verhalten, das eine Norm anstrebt, der es doch nicht vollständig genügen kann (Operationalismus). Das „Ideal“ ist dabei Vergleichsmuster, dem die tägliche Praxis als Leitlinie folgen soll, das es aber nicht erfüllen muss.<ref>Sabrina Lange, Erwartungsmanagement in Projekten, 2016, S. 8</ref>

Literatur

  • Ideal. In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Band 3: G – Inn. 2., neubearbeitete und wesentlich ergänzte Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 2008, ISBN 978-3-476-02102-1.
  • Ideal. In: Hans Jörg Sandkühler (Hrsg.): Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften. Band 2: F – K. Meiner, Hamburg 1990, ISBN 3-7873-0983-7.
  • Richard Livingstone: Greek Ideals and Modern Life. Oxford 1935.

Weblinks

Wiktionary: Ideal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

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