IJ (Amsterdam)
Das IJ ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=nl|SCRIPTING=Latn|SERVICE=niederländisch}} – ausgesprochen [<templatestyles src="IPA/styles.css" />
| ] <phonos file="{{{Tondatei}}}"></phonos>
}}{{#invoke:TemplatePar|check
|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }}]) war ursprünglich ein tief nach Westen in die Provinz Nordholland reichender Meeresarm der Zuiderzee<ref group="A" name="Zee">Das Wort {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=nl|SCRIPTING=Latn|SERVICE=niederländisch}} steht für Salzwasser-Meer (d. h. „die See“) in Deutsch.</ref> mit dem historischen Hafen der niederländischen Hauptstadt Amsterdam. Durch die direkte Verbindung der Zuiderzee als offene Meeresbucht mit der Nordsee waren das IJ und damit auch der damalige Hafen von Amsterdam durch die Gezeiten beeinflusst, deren zweimal täglicher Tidenhub ca. 30 cm betrug. Mit dem Bau (1865–1876) des Nordseekanals wurde das IJ bis zur damals geplanten und so auch fertiggestellten Kanaltrasse eingepoldert und am östlichen Ende durch den IJ-Damm von der damaligen Zuiderzee abgetrennt. Die bereits ältere Wasserstraße wurde dabei vollständig durchschnitten und die nun zwei neuen Teilstücke beiderseits des Damms werden seitdem als „Binnen-IJ“ und „Außen-IJ“ (Buiten-IJ) bezeichnet.
Name
Der Name IJ stammt von den germanischen Wörtern Aa, Ae oder Die für „Wasser“ bzw. „Gewässer“ ab. Im Niederländischen besteht der Name aus dem Digraph IJ, der als einzelner Buchstabe aufgefasst wird, weshalb bei Substitution durch die zwei Buchstaben IJ beide am Anfang eines Worts stets gemeinsam großgeschrieben werden.
Geschichte
Am südlichen Ende der ehemaligen Nordseebucht Zuiderzee erstreckte sich das IJ als Seitenarm über rund 30 Kilometer in Richtung Westen und endete mit dem Wijkermeer an den Dünen von Velsen. Dort war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die engste Stelle von Nordholland mit nur sieben Kilometern Breite.
Entlang des Südufers hatte man schon im 12. Jahrhundert einen Deich vom Gooi – östlich von Amsterdam – bis zu den Dünen im Kennemerland im Westen angelegt, um die tiefer liegenden Landesteile damit besser gegen die Fluten der Nordsee zu schützen. Nach den durch hohe Sturmfluten aber immer wiederkehrenden Deichbrüchen am IJ mit in Folge notwendigen Ausbauten und höheren Aufdeichungen entstanden daraus westlich der Stadt Amsterdam schließlich der Spaarndammerdijk, der Haarlemmerdijk und der Sint Antoniesdijk, der innerhalb der Stadt als Zeedijk weiterlief. Letzterer wurde später durch den Hoogte Kadijk, den Zeeburgerdijk und den Diemer Zeedijk ersetzt. Heute noch zeugen die verbliebenen Straßennamen in Amsterdam von diesen alten Deichlinien.<ref>Seedeich in Amsterdam</ref>
An der Nordseite des IJ bestand eine weitere Kette von Deichen, die als Noorder IJ- en Zeedijk bezeichnet wurde. Gegen Ende des Mittelalters entstanden hier die Deichdörfer Durgerdam, Schellingswoude, Nieuwendam und Buiksloot.
Der Deichbau war und ist heute noch eine Gemeinschaftsaufgabe und für die Existenz der Niederlande überlebenswichtig. Daher wurde sie schon sehr früh als nationale und gemeinschaftliche Aufgabe angesehen und speziellen Wasserverbänden übertragen. Diese als Waterschappen bezeichneten Verbände gelten als die älteste Form einer Selbstverwaltung in den Niederlanden, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Durch zwischenzeitliche Zusammenschlüsse existieren heute noch insgesamt 21 Waterschappen, die provinzübergreifend für die Wasserwirtschaft in der jeweiligen Region Sorge tragen und z. B. die Deiche instand halten.
Mitte des 19. Jahrhunderts kam der Beschluss zum Bau des Nordseekanals, der den Hafen von Amsterdam auf kurzem Weg mit der Nordsee verbinden sollte. Dazu wurden das IJ bis zur geplanten Kanaltrasse eingepoldert und die Dünen weiter westlich bei Velsen durchbrochen. Nördlich von Spaarndam besteht heute noch ein Rest des damals nicht eingepolderten Meeresarms als Spaarndamer IJ. Am westlichen Ende des Kanals entstand der neue Seehafen von IJmuiden mit einer großen Schleusenanlage. Das östliche Ende des Kanals wird durch den IJ-Damm markiert; dieser liegt nordöstlich vom Zentrum Amsterdams, wo bis heute die dafür eingerichteten Oranjeschleusen eine Verbindung zur ehemaligen Zuiderzee und heutigem IJsselmeer herstellen.
{{#if: Nordseekanal|{{#ifexist:Nordseekanal|
|{{#if: |{{#ifexist:{{{2}}}|
|{{#if: |{{#ifexist:{{{3}}}|
|}}|}}|}}|}}|}}|Einbindungsfehler: Die Vorlage Hauptartikel benötigt immer mindestens ein Argument.}}
Die ersten 7 km vom östlichen Ende in Richtung Westen zwischen dem IJ-Damm und dem heutigen Hafen von Amsterdam wurden als „Binnen-IJ“ bezeichnet, das heute die Amsterdamer Innenstadt von Amsterdam-Noord trennt. Der östliche Teil hinter dem IJ-Damm wurde zum „Außen-IJ“ bzw. IJmeer<ref group="A" name="Meer">Das Wort niederländisch Meer steht für Süßwasser-See (d. h. „der See“) in Deutsch.</ref> und ist Teil des Markermeers, welches seit dem Jahr 1976 durch den Markermeerdeich vom IJsselmeer abgetrennt wurde.
Der Wasserstand im Nordseekanal wird über das Siel und das Pumpwerk in IJmuiden auf NAP -0,40 Meter (Normaal Amsterdam Peil (NAP) d. h. Amsterdamer Pegel) gehalten. Dagegen steht der Wasserstand im Markermeer im Sommer 20 Zentimeter regelmäßig höher auf NAP -0,20 Meter. Im Winter ist das Markermeer nur geringfügig höher eingestaut, um die regelmäßig witterungsbedingt höheren Zuflüsse in der Jahreszeit aufnehmen zu können. Das IJsselmeer ist zusammen mit dem Markermeer der größte Süßwasservorrat in den Niederlanden und dient auch der wichtigen Trinkwasserversorgung von über einer Million Einwohnern.
Künstliche Inseln
Im örtlichen Verlauf der früheren Amstelmündung wurden zwischenzeitlich drei neue künstliche Inseln ins IJ gebaut. Als anfallendes Material zur Aufschüttung kam dazu der Sand aus den Dünen bei IJmuiden aus dem dortigen Dünendurchstich beim Bau des Nordseekanals. Auf diesen künstlichen Inseln entstand damals der Amsterdamer Hauptbahnhof (Amsterdam Centraal), wodurch die Innenstadt Amsterdams vom IJ abgetrennt wurde und sich der Hafenbereich wie geplant nach Westen verschob.
Im Ostteil des Binnen-IJ wurde Ende des 19. Jahrhunderts noch das damals neue östliche Hafengebiet Oosterdok um die künstlichen Halbinseln herum angelegt. Ende des 20. Jahrhunderts wurde auf den östlichen Inseln des Oosterdok ein Wohngebiet errichtet. Im IJmeer liegt heute der neue Stadtteil IJburg, der ebenfalls dazu neu aufgespültes Land nutzt.
Bevor man mit dem Bau des Amerikahafens begann, wurde ein Polder angelegt, in dem die drei Inseln Ruigoord, DeHoorn und Jan Rebellenwaard lagen.
Im IJmeer liegt auch heute noch das historische Fort Pampus auf einer ebenfalls künstlichen Insel. Dieses Fort gehört zum ehemaligen Verteidigungsring um Amsterdam ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=nl|SCRIPTING=Latn|SERVICE=niederländisch}}).
Verkehr
Seit dem Jahr 1897 besteht ein regelmäßiger Fährverkehr zwischen dem Bahnhof Amsterdam Centraal und Amsterdam-Noord. Früher verkehrten noch Autofähren, heute ausschließlich Fähren für Fußgänger und für Fahrräder. Der Autoverkehr wird heute stattdessen und besser über die drei Tunnelverbindungen sowie eine größere Straßenbrücke, die Schellingwouderbrug, geführt.
Neben den heutigen Tunnelverbindungen für Fahrzeuge können Rollstuhlfahrer, Kleinstfahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer auch die Fährverbindung über das IJ benutzen können. Die drei Tunnelverbindungen sind:
- Der Zeeburgertunnel verbindet mit einer Länge von ca. 950 Metern das Zeeburgereiland in Amsterdam-Oost mit Amsterdam-Noord.
- Die Innenstadt von Amsterdam wird über den IJtunnel mit Amsterdam-Noord verbunden. Dieser wurde im Jahr 1968 fertiggestellt und hat eine Länge von 1,7 km.
- Der Coentunnel stellt eine Verkehrsverbindung zwischen Amsterdam-West und Zaanstreek dar. Er hat eine Länge von 1,3 km und wurde bereits im Jahr 1966 eröffnet.
Seit dem Jahr 2018 verbindet zusätzlich die U-Bahn-Linie 52 Amsterdam-Noord mit dem Zentrum und Amsterdam-Zuid.
Siehe auch
Weblinks
|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:
| {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
|1/= und Videos
|1/1=, Videos und Audiodateien
|/1= und Audiodateien}}
| , Videos und Audiodateien
}}
|#default= – }}{{#if: IJ
| {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|ij|9}}
| category:
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Erläuterung und Karte auf den Internetseiten von Rijkswaterstaat
{{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=52/22/50/N|EW=4/56/40/E|type=landmark|region=NL-NH|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=}}|article=/|text=|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5
|1 = Gradzahl-Fehler: {{#iferror:{{{1}}} | NS: {{{1}}} | }} {{#iferror: | EW: | }}{{#switch:0 |0|6|14= }} |2 = nicht im Bereich von {{{1}}}{{#switch:0 |0|6|14= }} |3 = {{#switch: {{{type}}} |country|state|adm1st|adm2nd|city|isle|airport|mountain|waterbody|forest|landmark= |example={{#if: | | falscher Wert ›example‹ im Artikelnamensraum }} |#default= {{#ifeq:{{{type}}}| | kein Wert | falscher Wert ›{{{type}}}‹ }} in type-Parameter{{#switch:0 |0|6|14= }} }} {{#if: {{{rg}}} | | region-Parameter fehlt{{#if: | | }} }} {{#iferror: {{{elevation}}} | {{{elevation}}}{{#switch:0 |0|6|14= }} | }} {{#iferror: {{{pop}}} | {{{pop}}}{{#switch:0 |0|6|14= }} | }} |5 = unbenannte Parameter 1:{{{1}}}{{#if:|, 2:}}{{#if:|, 3:}}{{#if:|, 4:}} {{#if:|usw.}}{{#switch:0 |0|6|14= }} |8 = Parameter name fehlt in Fließtextkoordinate{{#switch:0 |0|6|14= }} |10= |#default=coordinates error
}}}}
Anmerkungen
<references group="A" />
Einzelnachweise
<references />