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Hyperästhesie

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Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11Eine Hyperästhesie ist allgemein eine Überempfindlichkeit und gesteigerte Erregbarkeit der Gefühls- und Sinnesnerven.<ref>Vorlage:Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</ref>

Das Gegenteil davon sind die Hypoästhesie (verminderte Empfindlichkeit) und Anästhesie (Empfindungslosigkeit).

Neurologie

In der Neurologie beschreibt man damit eine Überempfindlichkeit für (primär nicht-schmerzhafte) Berührungsreize, vor allem der Haut.<ref name="Fröscher1991">Walter Fröscher: Neurologie mit Repetitorium. Walter de Gruyter, 1991, ISBN 3-11-085029-X, S. 208–.</ref>

Sie zählt zu den Störungen der epikritischen Sensibilität. Hyperästhesien können zum Beispiel im Versorgungsgebiet eines bestimmten peripheren Nervs beziehungsweise einer spinalen Nervenwurzel oder in der Randzone eines Sensibilitätsausfalls auftreten.

Psychologie

In der Psychologie und Psychiatrie steht Hyperästhesie für eine allgemein krankhaft gesteigerte Erregbarkeit.<ref>Hyperästhesie. In: Wortschatz-Lexikon, Uni Leipzig</ref> Ernst Kretschmer verwendete den Begriff auch, um die erhöhte emotionale Empfindsamkeit schizoider Persönlichkeiten zu beschreiben.<ref>Guido Pliska: Gottfried Benn und die Schizoidie. 2009. doi:10.1007/s00115-009-2859-1: „Den Schlüssel zu den schizoiden Temperamenten aber hat der, der klar erfasst hat, dass die meisten Schizoiden nicht entweder überempfindlich oder kühl, sondern dass sie überempfindlich und kühl zugleich sind, und zwar in ganz verschiedenen Mischungsverhältnissen.“ (Ernst Kretschmer)</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

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