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Hydroxypivalinsäureneopentylglycolester

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von HPN
Allgemeines
Name Hydroxypivalinsäureneopentylglycolester
Andere Namen
  • 3-Hydroxy-2,2-dimethylpropyl-3-hydroxy-2,2-dimethylpropionat
  • Hydroxypivalylhydroxypivalat
  • HPN
Summenformel C10H20O4
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff<ref name="GESTIS"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 214-222-2
ECHA-InfoCard 100.012.930
PubChem 14218
ChemSpider 13582
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 204,26 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,01 g·cm−3 (60 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

46–50 °C<ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

292 °C<ref name="GESTIS"/>

Dampfdruck

3 Pa (20 °C)<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

gut in Wasser (270 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS"/>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 318
P: 280​‐​305+351+338​‐​337+313<ref name="GESTIS"/>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Hydroxypivalinsäureneopentylglycolester, kurz HPN ist eine chemische Verbindung und ein Ester der Hydroxypivalinsäure. Bekannt geworden ist die Substanz durch einen Vorfall am 22. Juni 2009 bei der BASF in Ludwigshafen, bei dem etwa zehn Tonnen HPN in den Rhein geflossen sind.<ref>Zehn Tonnen einer Chemikalie laufen in Rhein. In: Spiegel online, abgerufen am 22. Juni 2009.</ref>

Gewinnung und Darstellung

Hydroxypivalinsäureneopentylglycolester fällt als Nebenprodukt bei der Herstellung von Neopentylglycol aus Hydroxypivalinaldehyd an.<ref>Patentanmeldung DE10317545A1: Verfahren zur Herstellung von Neopentylglykol und Hydroxypivalinsäureneopentylglykolester. Angemeldet am 16. April 2003, veröffentlicht am 4. November 2004, Anmelder: BASF AG, Erfinder: Alexander Wartini, Matthias Dernbach, Steffen Maas, Johann-Peter Melder, Andreas Klein, Joachim Simon.</ref> Eine Möglichkeit, HPN als Hauptprodukt herzustellen, ist die Claisen-Tiščenko-Reaktion von Hydroxypivalinaldehyd unter basischer Katalyse. Als Katalysatoren sind Calciumhydroxid oder Calciumoxid geeignet.<ref name="EP0763517">Patent EP0763517B1: Verfahren zur Herstellung von Hydroxypivalinsäureneopentylglykolester. Angemeldet am 10. September 1996, veröffentlicht am 8. Dezember 1999, Anmelder: BASF AG, Erfinder: Arnold Wittwer, Manfred Sauerwald.</ref>

Eigenschaften

Die Verbindung ist thermisch instabil, ab etwa 150 °C beginnt ihre Zersetzung.<ref>Patentanmeldung DE19733903A1: Verfahren zur Gewinnung von Hydroxxpivalinsäureneopentylglykolester (HPN). Angemeldet am 5. August 1997, veröffentlicht am 11. Februar 1999, Anmelder: BASF AG, Erfinder: Heinz Auer, Siegfried Krüger, Stephan Scholl, Theodor Weber, Johann-Peter Melder.</ref> Bei höheren Temperaturen ist sie brennbar, der Flammpunkt liegt bei 161 °C.<ref name="GESTIS"/>

Verwendung

Hydroxypivalinsäureneopentylglycolester ist ein Zwischenprodukt für die Herstellung von Polyestern, Lacken oder Weichmachern.<ref name="EP0763517"/>

Einzelnachweise

<references />