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Hydrocyanierung

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Die Hydrocyanierung ist die chemische Reaktion von Alkenen, Alkinen oder Carbonylverbindungen mit Cyanwasserstoff unter Bildung von Nitrilen.

Mechanismus

Allgemeiner Katalysecyclus:

Allgemeiner Katalysecyclus der Hydrocyanierung

Aus dem Präkatalysator NiL4, einem Tetrakis(phosphit)nickel(0)-Komplex, bildet sich zuerst durch Liganddissoziation die katalytisch aktive Spezies NiL2. Es folgt die oxidative Addition von HCN (1), die Koordination des Olefins (π-Komplex) (2), dessen Insertion (anti-Markownikow) (3) und schließlich die reduktive Eliminierung (4). Ein weiterer Ligand kann auch Bis-1,2-diarylphosphinit sein.<ref>Biswajit Saha and T. V. Rajan Babu: Nickel(0)-Catalyzed Asymmetric Hydrocyanation of 1,3-Dienes. In: Org. Lett., 2006, 8 (20), S. 4657–4659, {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref>

Als Cokatalysator können Lewis-Säuren hinzugegeben werden. Diese beschleunigen die Reaktion und erhöhen den Anteil an linearem Produkt, da sie an die Nitrilgruppe koordinieren und somit die sterische Hinderung am Metallatom erhöhen.

Verwendung

Die Reaktion wird durch homogene Nickelkatalysatoren katalysiert und eröffnet den Zugang zu verschiedenen organischen Zwischenprodukten, da eine Vielzahl verschiedener Edukte eingesetzt und die Nitrilgruppe des Produktes einfach in andere funktionelle Gruppen (–CH2–NH2, –COOH) umgewandelt werden kann.

Die Hydrocyanierung wird großtechnisch zur Herstellung von Polyamiden verwendet. DuPont stellt aus Butadien und Cyanwasserstoff Adiponitril her, nach Hydrierung wird Hexamethylendiamin als Monomer für die Polyamid-Synthese erhalten.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Einzelnachweise

<references/>