Hutfabrik Paltim
Die Hutfabrik PALTIM (volkstümlich Hutfabrik in der Josefstadt, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine Fabrik zur Herstellung von Kopfbedeckungen in der Splaiul Nicolae Titulescu Nr. 5 im IV. Bezirk Iosefin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) der westrumänischen Stadt Timișoara ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), auf der rechten Seite der Bega. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />gtztm.ro ( vom 21. September 2013 im Internet Archive) (PDF; 246 kB), Denkmalliste Lista Monumentelor Istorice 2004 des Județ Timiș, TM-II-m-B-06168, in rumänischer Sprache</ref>
Geschichte
Die Hutfabrik wurde vermutlich in den Jahren 1882 bis 1899 gebaut, die Quellen in Bezug auf das Gründungsjahr variieren. Es werden die Jahre 1882,<ref name="Rieser1">Hans-Heinrich Rieser: Temeswar: geographische Beschreibung der Banater Hauptstadt, Band 1 von Schriftenreihe des Instituts für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde. Franz Steiner Verlag, 1992, ISBN 3-7995-2501-7, S. 124.</ref> 1896<ref name="banateanul"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />banateanul.gandul.info ( vom 28. Dezember 2010 im Internet Archive), Banațeanul, Horatiu Ardelean, Geanina Jinaru, Marian Buga: Fabricat în Banat, 14. April 2008.</ref><ref name="dccpcnjtimis.ro"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />dccpcnjtimis.ro ( vom 2. Oktober 2013 im Internet Archive), Corpul administrativ al Fabricii de Pălării (secolul XX), 27. Oktober 2012.</ref> und 1899<ref name="primariatm.ro">primariatm.ro (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Primaria Municipiului Timișoara, Octavian Lescu: Fabrici functionale inainte de 1900, Februar 2008.</ref> genannt. Das Gründungskapital betrug 1,5 Millionen Kronen,<ref name="primariatm.ro" /> wobei es dem Gründer der Firma PALTIM, Philip Lenstein, gelang, 600.000 Kronen österreichisches Kapital der Unternehmer Faller, Pieck und Riecken<ref>Ioan und Rodica Munteanu: Timișoara, Monografie. Editura Mirton, Timișoara, 2002.</ref> heranzuziehen.<ref name="banateanul" /> PALTIM war die erste Fabrik ihrer Art im Südosten Europas.<ref name="primariatm.ro" />
1900, als das Gebäude fertiggestellt wurde, begann die Produktion in der Hutfabrik. Schon bald nach der Gründung wurden 650 Dutzend verschiedene Kopfbedeckungen aus Baumwolle und 80 Dutzend aus Kaninchenfell als tägliche Produktionszahlen genannt. Die Fabrik verfügte über eine Dampfmaschine mit einer Leistung von 20 Pferdestärken. Die Zahl der Beschäftigten lag zwischen 480 und 500, von denen 70 % Frauen waren. Die Kopfbedeckungen wurden nach ganz Europa aber auch nach Nord- und Südamerika exportiert.<ref name="primariatm.ro" /> Während des Ersten Weltkrieges fertigte PALTIM Hüte und Stiefel für das österreichisch-ungarische Militär.<ref name="banateanul" /> Den Arbeitern standen ein öffentliches Bad, eine Kantine und ein Aufenthaltsraum zur Verfügung.
Zur ursprünglichen Produktpalette kamen 1952 nach Investitionen in das Unternehmen zivile und militärische Barette hinzu. Die Fabrik war die einzige in Rumänien, die diese Produkte herstellte. 1972 begann PALTIM zusätzlich mit der Produktion von Schutzhelmen. Zwischen 1948 und 1990 wurde das Unternehmen verstaatlicht, ging aber 1990 wieder in Privateigentum über. Der Privatisierungsprozess wurde im Jahr 1995 mit einem Grundkapital von 3.754.754.000 Lei erworben.<ref name="dccpcnjtimis.ro" /> Ein Teil des Unternehmens wurde von der Gewerkschaft der Beschäftigten übernommen.<ref name="digi">Gândiri noi, cu bani europeni: Hală de pălării readusă la viaţă şi stână cu panouri fotovoltaice. In: digi24.ro. 10. Oktober 2015, abgerufen am 12. Februar 2017.</ref>
Im Jahr 2006 wurden über 60 % der Unternehmensanteile von SC „Romarta“ SA aus Bukarest übernommen. Im selben Jahr wurde der letzte Hut produziert, bevor die letzten 140 Arbeiter die Fabrik im folgenden Jahr verließen.<ref name="digi"/> Zuletzt erzeugte sie Hüte und Mützen aus Wolle, Baumwolle und Hasenhaar, zivile und militärische Barette, Hüte aus Thermoplast, Handschuhe und Schals aus verschiedenen Geweben.<ref name="dccpcnjtimis.ro" />
Später folgte die Übernahme durch einen amerikanischen Immobilien-Investmentfonds. Heute wird die Fabrik von Künstlern als Atelier und Begegnungsstätte genutzt.<ref name="digi"/>
Filiale in Periam
Neben der Hutfabrik in Timișoara produzierte von 1892 bis in die Nachkriegszeit eine weitere Hutfabrik in dem circa 40 Kilometer nordwestlich gelegenen Periam. 1865 stellte der Hutmacher Johann Wohl die ersten Hüte in Perjamosch her. In den darauffolgenden Jahren legte Johann Rudach den Grundstein der hiesigen Hutfabrik. 1892 begann die Hutfabrik die Produktion. Hauptaktionär war Ioan Korber.<ref>e-oferta.ro, Lux Periam SA</ref> Hier wurden unter anderem die Hutmarke Korber unter dem Namen Lux Periam gefertigt. Im Zuge der Unternehmenskonzentrationen in der zweiten Hälfte der sozialistischen Ära wurde sie als Filiale dem Werk in Timișoara zugeordnet.<ref name="Rieser2">Hans-Heinrich Rieser: Das rumänische Banat: eine multikulturelle Region im Umbruch: geographische Transformationsforschungen am Beispiel der jüngeren Kulturlandschaftsentwicklung in Südwestrumänien, Band 10 von Schriftenreihe des Instituts für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde. Franz Steiner Verlag, 2001, ISBN 3-7995-2510-6, S. 240.</ref>
Die Produktion hier wurde Ende 1996 eingestellt, aber im April 1997 wieder aufgenommen.<ref>Anton Zollner: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Deutschtum schwindet auch in Perjamosch. ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. November 2001.</ref> Am 1. August 2006 wurde die Fabrik geschlossen.
Literatur
- Ioan und Rodica Munteanu: Timișoara, Monografie. Editura Mirton, Timișoara 2002.
Filmografie
- Fabrica de palarii - Timișoara (1921)
Weblinks
- dccpcnjtimis.ro, Die Hutfabrik PALTIM auf der Website des Kreisrats Timiș, Stand 2012
- Bilder 1, 2009 • Bilder 2, 2009, Bild 3, 2006
Einzelnachweise
<references /> Koordinaten: 45° 45′ 1,1″ N, 21° 12′ 59,5″ O
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