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Hurra! Hurra! So nicht.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hurra! Hurra! So nicht.
Studioalbum von Gisbert zu Knyphausen

Veröffent-
lichung

23. April 2010

Aufnahme

2009–2010

Label(s)

PIAS Germany

Format(e)

CD, Vinyl, Download

Genre(s)

Pop

Titel (Anzahl)

11

Länge

44:12

Besetzung

  • Gitarre: Jens Fricke

Produktion

Tobias Levin

Studio(s)

Electric Avenue Studio, Hamburg

Chronologie
Gisbert zu Knyphausen
(2008)
Hurra! Hurra! So nicht. Das Licht dieser Welt (2017)

Hurra! Hurra! So nicht. ist das zweite Studioalbum des deutschen Sängers und Gitarristen Gisbert zu Knyphausen. Das Album erschien im April 2010 bei PIAS.

Entstehung und Veröffentlichung

Durch den Erfolg seines 2008 veröffentlichten Debüt-Albums Gisbert zu Knyphausen wurde Gisbert zu Knyphausen einem größeren Publikum bekannt. In einem Interview sagte zu Knyphausen, er habe daher bei der Arbeit an seinem zweiten Album durchaus einen Erwartungsdruck verspürt, mit diesem aber schließlich umgehen können.<ref name="ard_interview" /><ref name="rollingstone" /> Auch die Fachpresse verfolgte den Werdegang des Künstlers. Das Magazin Rolling Stone veröffentlichte einen Live-Mitschnitt<ref name="abendblatt" /> und begleitete den Entstehungsprozess des Nachfolgers Hurra! Hurra! So nicht.<ref name="rollingstone" />

Am Songwriting für Hurra! Hurra! So nicht. war erstmals auch die Band beteiligt, die seit dem ersten Album unverändert mit Gisbert zu Knyphausen spielt.<ref name="ard_interview" /> Aufgenommen und produziert wurde das Album von Tobias Levin, der unter anderem auch schon mit Tocotronic und Kante zusammengearbeitet hatte.<ref name="abendblatt" /> Nachdem im Januar 2009 erste Probeaufnahmen stattfanden, wurde Hurra! Hurra! So nicht. im Oktober und November desselben Jahres in den Electric Avenue Studios in Hamburg aufgenommen.<ref name="rollingstone" />

Im Vorfeld der Veröffentlichung erfuhr zu Knyphausen große Aufmerksamkeit durch die Medien, seine Pressetage waren ausgebucht.<ref name="rollingstone" /> Es berichteten unter anderem die ARD<ref name="ard_interview" /> und das Hamburger Abendblatt.<ref name="abendblatt" />

Am 23. April 2010, dem Tag der Veröffentlichung, stellte zu Knyphausen das Album zusammen mit seiner Band im Kino Babylon in Berlin vor, die Veranstaltung war bereits Wochen im Voraus ausverkauft.<ref>Babylon Berlin: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Programm April 2010 (Memento vom 29. März 2010 im Internet Archive) Abgerufen am 12. Mai 2010.</ref> Das Konzert wurde von Radio Eins mitgeschnitten<ref name="tagesspiegel" /> und noch am gleichen Tag ausgestrahlt. Auch zwei ähnliche Veranstaltungen in Hamburg und Köln waren ausverkauft.<ref name="abendblatt" />

Titelliste

  1. „Hey“ – 3:05
  2. „Seltsames Licht“ – 5:34
  3. „Grau, Grau, Grau“ – 4:16
  4. „Es ist still auf dem Rastplatz Krachgarten“ – 2:59
  5. „Ich bin Freund von Klischees und funkelnden Sternen“ – 4:25
  6. „Kräne“ – 4:09
  7. „Morsches Holz“ – 5:05
  8. „Melancholie“ – 2:17
  9. „Hurra! Hurra! So nicht.“ – 3:29
  10. „Dreh dich nicht um“ – 2:35
  11. „Nichts als Gespenster“ – 6:18

Rezeption

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found Hurra! Hurra! So nicht. wurde von der Kritik überaus positiv aufgenommen.

Die Zeitschrift Rolling Stone vergab viereinhalb von fünf möglichen Sternen. Arne Willander schrieb in seiner Rezension, man habe lange keine „solch magische Songschreiber Kunst gehört“ und nannte zu Knyphausen einen „Meister der Melancholie“. Hurra! Hurra! So nicht. unterscheide sich von anderen Liedermacher-Platten zum einen durch die „offenen Akkorde [...], das Jazzige, das Flehende [in der Musik]“, zum anderen durch das „Gemisch aus Alltagssprache und delirierender Lyrik“. Darüber hinaus lobte Willander Produzent Tobis Levin, dieser habe das Album „wunderbar organisch produziert“.<ref name="rollingstone_kritik" /> Im Mai 2010 wählten die Redakteure des Magazins Hurra! Hurra! So nicht. auf Platz 1 der Kritiker-Charts.<ref name="rollingstone_charts" />

Das Online-Magazin Laut.de gab dem Album vier von fünf möglichen Punkten und schrieb, Gisbert zu Knyphausen sei zwar kein „großer Vokalist“, verstehe es jedoch, „auf seltsam eigentümliche Art zu berühren.“ Hurra! Hurra! So nicht. zeichne sich durch eine Mischung aus Melancholie und Dringlichkeit aus. In seinen Texten finde zu Knyphausen „immer wieder […] Bilder von großer Strahlkraft“. Auch der Anteil der Band sei nicht zu unterschätzen, die Musiker unterstützten den Sänger auf „kongenial[e]“ Weise.<ref name="laut_kritik" />

Für die ARD schrieb Falk Sinß, Hurra! Hurra! So nicht. sei im Vergleich zum Vorgänger Gisbert zu Knyphausen „raffinierter und ausgefeilter arrangiert, der Klang dichter und dunkler.“ Gleich bleibe die Melancholie, ohne jedoch „verzweifelt oder depressiv zu klingen.“<ref name="ard_kritik" />

Der Berliner Tagesspiegel befand, Hurra! Hurra! So nicht. sei „vielleicht sogar noch ein bisschen besser“ als der Vorgänger. Insgesamt ließen sich Einflüsse von Sven Regener feststellen, besonders „Morsches Holz“ erinnere an Element of Crime.<ref name="tagesspiegel" /> Auch andere Kritiker zogen diesen Vergleich.<ref name="ard_kritik" /><ref name="laut_kritik" />

Hurra! Hurra! So nicht. stieg auf Platz 12 in die deutschen Albumcharts ein und war damit die erste Veröffentlichung von Gisbert zu Knyphausen, die sich in den Charts platzieren konnte.<ref name="charts" /> In den deutschen Newcomercharts erreichte das Album sogar den ersten Platz.<ref>Media Control: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gisbert zu Knyphausen erfolgreichster Newcomer der Woche (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) Pressemitteilung vom 5. Mai 2010. Abgerufen am 12. Mai 2010.</ref>

Einzelnachweise

<references> <ref name="tagesspiegel"> H. P. Daniels: Gisbert zu Knyphausen im Babylon Kino Erschienen am 24. April 2010 im Tagesspiegel. </ref> <ref name="ard_interview"> Falk Sinß: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Ich bin kein besonders disziplinierter Mensch" (Memento vom 19. Juli 2010 im Internet Archive) Interview mit Gisbert zu Knyphausen, erschienen auf der Homepage der ARD am 25. April 2010. </ref> <ref name="abendblatt"> Birgit Reuther: Gisbert zu Knyphausen – der bescheidene Durchstarter Erschienen am 20. April 2010 im Hamburger Abendblatt. </ref> <ref name="rollingstone"> Torsten Groß, Gunther Reinhardt: Ein Jahr, es geht voran. Erschienen im Mai 2010 in Rolling Stone, Ausgabe 187, S. 72f. </ref> <ref name="rollingstone_charts"> Autoren-Charts in Rolling Stone Ausgabe 187 (Mai 2010), S. 130 </ref> <ref name="ard_kritik"> Falk Sinß: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gisbert zu Knyphausen: "Hurra! Hurra! So nicht!" (Memento vom 1. Juli 2010 im Internet Archive) Erschienen auf der Website der ARD am 25. April 2010. </ref> <ref name="laut_kritik"> Matthias von Viereck: An diesem Wortpoeten kommt niemand mehr vorbei Kritik bei Laut.de, abgerufen am 12. Mai 2010. </ref> <ref name="rollingstone_kritik"> Arne Willander: Hurra! Hurra! So nicht. Erschienen im Mai 2010 in Rolling Stone, Ausgabe 187, S. 108 </ref> </references>