Humboldt-Medaille
Die Humboldt-Medaille war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welche in Form einer tragbaren Medaille verliehen wurde.
Geschichte
Die Medaille wurde durch den Ministerrat der DDR am 13. Februar 1975 in den Stufen Bronze, Silber und Gold gestiftet (Gesetzblatt der DDR, Teil I Nr. 10/1975). Ihre Verleihung erfolgte für vorbildliche Erfüllung der gestellten Planaufgaben an Hoch- und Fachschulen. Ferner auch für langjährige treue Dienste. Die Medaille selbst konnte an Einzelpersonen, aber auch an Kollektive jährlich verliehen werden, wobei jede Stufe nur einmal verliehen wurde. Expliziert verteilten sich die Verleihungen jährlich wie folgt:
- an Kollektive
- in Gold: 3-mal
- in Silber: 7-mal
- in Bronze: 12-mal
- an Einzelpersonen
- in Gold: 10-mal
- in Silber: 20-mal
- in Bronze: 30-mal
Insgesamt gab es zwischen 1975 und 1989 160 bekannte Einzelverleihungen in Gold, dazu 43 bekannte Kollektivverleihungen, was insgesamt 395 bekannten Verleihungen in Gold entspricht.<ref>Dirk Hubrich: Verleihungsliste zur „Humboldt-Medaille“ in Gold von 1975 bis 1989 Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde, Stand November 2013.</ref>
Aussehen und Tragweise
Die vergoldete, versilberte oder bronzene Medaille mit einem Durchmesser von 30 mm zeigte auf ihrem Avers die beiden Köpfe von Alexander von Humboldt und Wilhelm von Humboldt, die vom Betrachter aus gesehen nach rechts blicken. Diese werden dabei von der Umschrift: ALEXANDER UND WILHELM VON HUMBOLDT umschlossen. Das Revers der Medaille zeigt dagegen mittig das Staatswappen der DDR und zwei Umschriften, von denen die Äußere am Medaillenrand: FÜR HERVORRAGENDE LEISTUNGEN und in der inneren Umschrift: IM SOZIALISTISCHEN HOCH- UND FACHSCHULWESEN zu lesen ist. Getragen wurde die Medaille an der linken oberen Brustseite an einer 25 mm × 13 mm großen roten Spange, in welcher mittig die Miniatur eines vergoldeten aufgeschlagenen Buches zu sehen war.<ref>Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik Bartel/Karpinski, Militärverlag der DDR 1979, Seite 174/175</ref>
Bekannte Träger (Auswahl)
- Ernst-Joachim Gießmann: 1975 (Gold)
- Kurt Pommer: 1975 (Gold)
- Rolf Schüsseler: 1975 (Bronze)
- Gustav Zouhar: 1975 (Bronze)
- Edgar Steiner: 1976 (Gold)
- Lieselott Herforth: 1976 (Gold)
- Helmuth Pfeiffer: 1977 (Gold)
- Johannes Rößler: 1978 (Silber)
- Herbert Schneider: 1978 (Silber)
- Werner Borchmann: 1979 (Bronze)
- Edith Brandt: 1980 (Gold)
- Ulrich Seemann: 1981 (Gold)
- Max Oesau: 1981 (Bronze)
- Cornelius Weiss: 1982 (Gold)
- Hans-Joachim Gernentz: 1983 (Bronze)
- Werner Arnold: 1984 (Gold)
- Günter Clauß: 1984 (Silber)
- Rigobert Günther: 1988 (Gold)
- Hans Piazza: 1988 (Gold)
Einzelnachweise
<references />