Humbert I. (Savoyen)
Humbert I. von Savoyen (* um 980; † um 1048)<ref></ref>, genannt Humbert mit den weißen Händen oder Humbert Weißhand ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), wird als Stammvater des Hauses Savoyen angesehen.
Leben
Humbert ist der erste nachweisbare Graf aus dem Haus Savoyen. Vom König von Burgund erhielt er erste Herrschaftsrechte im Viennois und in der Maurienne. Humberts Herkunft ist bis heute ungeklärt. Im Mittelalter wurden Legenden erschaffen, nach denen er Sohn eines sächsischen Adligen namens Berold gewesen sein soll, und damit angeblich ein Nachkomme Kaiser Otto I. (Herzog von Sachsen, König von Italien). Auch eine Abstammung von Widukind von Sachsen und vom Haus Wettin wird genannt. Diese Legenden dienten unter anderem der politischen Abgrenzung von Frankreich. Sie bilden die Grundlage für den Sachsenbezug im Wappenschild der Savoyer, den erst Karl Albert als Anführer der italienischen Einigungsbewegung im 19. Jahrhundert tilgen ließ, indem das vielgeteilte Wappenschild auf das einfache Savoyerkreuz reduziert wurde.<ref>Maurizio Lupo: I Savoia si autocensurarono. La Stampa, 22. November 2012 (italienisch)</ref>
Wegen Humberts enger Verbindungen zu König Rudolf III. ist eine Herkunft aus dem südlichen Burgund wahrscheinlich. Humberts Vater könnte bereits Graf von Maurienne oder Belley gewesen sein.<ref>Humbert I. Weisshand Graf von Savoyen † 1048. manfred-hiebl.de, abgerufen am 22. November 2015.</ref>
Humbert heiratete Ansilia, auch Anzilla oder Ancilla, eine Tochter des Grafen Anselm III. von Lenzburg im Kanton Aargau.<ref>Humbert I. (Albimanus-Weißhand; Graf) von Maurienne. goldlauter.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 22. November 2015.</ref> 1032/33 erkannte er sofort die Oberherrschaft von Kaiser Konrad II. über das Königreich Burgund an, dieser gewährte ihm Rechte in Maurienne und im Chablais (Regionen in der heutigen Haute-Savoie, Frankreich).<ref>Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände (= Conversations-Lexikon. In: zwölf Bänden. R bis Schu.) Brockhaus, 1836, S. 655. (books.google.de)</ref>
Aus der Ehe mit Ansilia entsprangen vier Kinder:
- Amadeus I. (1016–1051), der seine Nachfolge antrat
- Aymon, auch Aimo oder Haimon (1015–1053/54) wurde Bischof von Sitten in der Grafschaft Wallis (1040–1053) sowie Abt von St-Maurice-d’Agaune (ab 1050)
- Burkhard III. († 1068) wurde Erzbischof von Lyon (1031–1036)
- Otto oder Odo (1021–1059/60) trat nach dem Tode seines Bruders Amadeus die Regentschaft über Savoyen an.
Literatur
- Marie José: Das Haus Savoyen. Von den Ursprüngen bis zum roten Grafen. Stiftung Pro Castellione, Niedergesteln 1994.
Siehe auch
- Umberto I. (Italien)
Einzelnachweise
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| — | Graf von Savoyen 1003–1048 | Amadeus I. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Humbert I. |
| ALTERNATIVNAMEN | Humbert mit den weißen Händen |
| KURZBESCHREIBUNG | Stammvater des Hauses Savoyen |
| GEBURTSDATUM | um 980 |
| STERBEDATUM | um 1048 |