Humbelina von Jully-sur-Sarce
Humbelina von Jully-sur-Sarce oder Humberga bzw. Humberta (* im 11. Jahrhundert; † vor 1136 in Jully-sur-Sarce) war Benediktinerin und Priorin des Klosters von Jully-sur-Sarce. 1703 wurde sie seliggesprochen.
Biographie
Humbelina war die Tochter des Ritters Tescelin le Roux (der Rotblonde) und seiner Frau Aleth von Montbard und die Schwester des heiligen Bernhard von Clairvaux, eines berühmten Zisterziensers. Der Überlieferung zufolge lehnte ihr Bruder ein Besuch von Humbelina ab, weil sie ihn mit großem Pomp aufgesuch habe;<ref>C. Squarr: Bernhard von Clairvaux. In: Lexikon der Christlichen Ikonographie. S. 381 (archive.org [abgerufen am 22. Februar 2025]).</ref> folglich erlebte sie eine Bekehrung und wählte den Ordensstand. Erst zwei Jahre später wurde sie allerdings von ihrem Ehemann freigegeben und trat in die Abtei von Jully-sur-Sarce ein. 1130 wurde sie Priorin des Klosters.<ref>Ronda Chervin: Treasury of women saints. Ann Arbor, Mich. : Servant Publications, 1991, ISBN 978-0-89283-707-6, S. 254 (archive.org [abgerufen am 22. Februar 2025]).</ref>
1703 wurde den Zisterziensern die Verehrung Humbelinas von Jully-sur-Sarce offiziell erlaubt. Ihre Reliquien werden noch heute in Jully-sur-Sarce gezeigt. Ihr Gedenktag ist der 12. Februar.<ref>Gerelyn Hollingsworth: Feb. 12, Bl. Humbeline, Abbess. In: National Catholic Reporter. Abgerufen am 22. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ihre anderen Geschwister waren Guido, Gerhard, Andreas, Bartholomäus, und Nivard.
Familie
Die selige Humbeline von Jully war vermutlich identisch mit der namensgleichen Ehefrau des Burgherren Anséric II. von Chacenay (Haus Chacenay). Das Paar hatte 1133 an die Abtei Jully-sur-Sarce eine Schenkung getätigt, als deren Zeugen auch zwei Brüder des heiligen Bernhard von Clairvaux fungierten; das impliziert eine verwandtschaftliche Nähe.<ref>Les sires et les barons de Chacenay, hrsg. von Charles Lalore (1885), S. 194.</ref> Und 1137 hatte die Frau des Anséric II. gemeinsam mit ihrem Sohn Jakob von Chacenay eine Schenkung in Gedenken ihres kurz zuvor verstorbenen Mannes getätigt, die vom heiligen Bernhard von Clairvaux persönlich bezeugt worden ist.<ref>Cartulaire du prieuré de Jully-les-Nonnains, hrsg. von Ernest Petit (1881), S. 13.</ref>
Literatur
- Ekkart Sauser: Humbelina. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 20, Bautz, Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3, Sp. 791.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Humbelina von Jully-sur-Sarce |
| ALTERNATIVNAMEN | Humberga |
| KURZBESCHREIBUNG | Priorin des Klosters von Jully-sur-Sarce |
| GEBURTSDATUM | 11. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | vor 1136 |
| STERBEORT | Jully-sur-Sarce |