Zum Inhalt springen

Hrómundartindur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hrómundartindur
Gebiet des Hrómundartindur hinter Hveragerði
Gebiet des Hrómundartindur hinter Hveragerði
Höhe 561 m
Lage Island
Koordinaten 64° 4′ 0″ N, 21° 13′ 0″ WKoordinaten: 64° 4′ 0″ N, 21° 13′ 0″ W
 {{#coordinates:64,066666666667|−21,216666666667|primary
dim=5000 globe= name= region=IS-8 type=mountain
  }}
Typ Stratovulkan
Letzte Eruption Pleistozän
Normalweg von der Südseite
Besonderheiten Teil der sog. Hengill-Triple-Junction
Hütte im Gebiet des Hrómundartindur
Hütte im Gebiet des Hrómundartindur
Datei:Hengill 24.05.2006 14-51-01.jpg
Am Ölkelduháls, im Hintergrund der Gipfel Skeggi

Der Vulkan Hrómundartindur befindet sich im Südwesten Islands auf dem Gemeindegebiet von Grímsnes og Grafningur. Der Vulkan liegt zwischen dem See Þingvallavatn und dem Ort Hveragerði. Er erreicht eine Höhe von 561 m.

Das Vulkansystem des Hrómundartindur

Zusammenhang mit Hengill

Man hat ihn lange dem Hengill-System zugerechnet, doch inzwischen hat man festgestellt, dass er offensichtlich über eine eigene Magmakammer verfügt. Es handelt sich also um einen Zentralvulkan mit eigenem Vulkansystem.<ref>z. B. sieht es Thor Thordarson als selbständiges Vulkansystem. Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: Iceland. Harpenden 2002, S. 76 (Classic Geology in Europe, 3).</ref><ref>Einige Forscher sprechen auch vom Hengill-Vulkanfeld als größerer Einheit verbundener Vulkansysteme. Gylfi Páll Hersir et al.: Exploration and development of the Hengill Geothermal Field. ISOR, 2009; os.is (PDF; 6,0 MB); abgerufen am 22. Januar 2011.</ref>

Eruptionsgeschichte

Hengill und Hrómundartindur entstanden während Kaltphasen unter Gletschern der Eiszeit. Beide brachen auch im Holozän aus.

Hrómundartindur produzierte dabei sowohl basische (Kissen-)Laven als auch andesitisches Gestein.

Der zum selben System gehörende Schlackenkegel Tjarnarhnjúkur brach zuletzt vor ca. 9.000 Jahren aus. Dabei produzierte er einige Felder basaltischer Pahoehoe-Laven, die den Abfluss eines kleinen Gletschersees verstopften, eines Vorgängers des heutigen Sees Þingvallavatn.<ref>Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: Iceland. Harpenden 2002, S. 76 (Classic Geology in Europe, 3).</ref>

Hochtemperaturgebiete

Hochtemperaturgebiete liegen an seinem Fuße und teilweise an seinen Hängen sowie auch des benachbarten Berges Tjarnarhnúkur. Das zentrale Heißquellengebiet heißt Ölkelduháls und liegt an seinem Fuß auf der Hochebene Hellisheiði. Aber auch die Quellen des Klambragil-Tales gehören zu diesem System.

Hengill-Triple-Junction

Die aktive Vulkanzone im Westen Islands macht hier einen Knick, wobei die Vulkansysteme der Brennisteinsfjöll noch zur W-O-Richtung gehören, die des Hengill schon zur SW-NO-ausgerichteten Vulkankette. Gleichzeitig befindet sich hier die aktive Riftzone und stößt auf die südliche Transformzone, die in Ostrichtung bis zur Östlichen Vulkanzone mit Hekla und Mýrdalsjökull reicht, oft von Erdbeben erschüttert wird und von sehr zahlreichen Spalten durchzogen ist.

Im Südosten grenzt das Grensdalurvulkansystem an das des Hrómundartindur an.

Die Gegend um den Hrómundartindur mit den angrenzenden Vulkansystemen Hengill und Grensdalur ist ständigen Veränderungen unterworfen, liegt sie doch direkt auf der Riftzone des Mittelatlantischen Rückens.

Dies sah man deutlich in den letzten Jahren an Aufwölbungen im System, die besonders nach 1994<ref>Freysteinn Sigmundsson: The 1994–1995 seismicity and deformation at the Hengill triple junction, Iceland: Triggering of earthquakes by minor magma injection in a zone of horizontal shear stress. Abstract. agu.org</ref> und im Jahre 2000 hervortraten und an den starken Erdbeben im Sommer 2008,<ref>Strong earthquake rocks Iceland. BBC News.</ref> einer Erdbebenserie, die im stark verminderter Kraft im April 2009 noch anhielt.

Wandern im Gebiet

Datei:Hengill 24.05.2006 15-31-27.JPG
Wanderwege im Gebiet des Hrómundartindur

Es gibt zahlreiche markierte Wanderwege auf diese Berge und um sie herum etwa zu den kleinen Seen Kattartjörn.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />toppatritl.org (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.toppatritl.org (isländisch, mit Landkarte); abgerufen am 11. Oktober 2010, wobei man natürlich auch Teile des vorgeschlagenen Weges gehen kann oder auch eine weitere längere Wanderung z. B. laut Vorschlag des Energieunternehmens Orkuveita Reykjavíkur: vefsafn.is (englisch); abgerufen am 11. Oktober 2010</ref>

Siehe auch

Weblinks

Video

Wissenschaftliche Artikel

Einzelnachweise

<references />