Homosexualität in Nepal
Homosexualität ist in Nepal legal, ein Schutz vor Diskriminierung und ein Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen sollen in die zukünftige Verfassung des Landes aufgenommen werden.
Legalität
Homosexuelle Handlungen sind in Nepal seit 2007 legal.<ref>Meldung: Nepal court rules on gay rights. In: News.BBC.co.uk. 21. Dezember 2007, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref> Im November 2008 entschied das höchste Gericht in Nepal, dass Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung verboten sind.<ref>Meldung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nepal Supreme Court orders full LGBT rights. ( vom 5. Februar 2010 im Internet Archive) In: 365gay.com. 19. November 2008, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref> In der neuen Verfassung von Nepal ist der Schutz der sexuellen Orientierung garantiert.<ref>Meldung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nepal charter to grant gay rights. ( vom 23. Januar 2010 im Internet Archive) In: Hindustan Times. 19. Januar 2010, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref>
Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare
In Nepal ist eine gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen seit 2008 in Vorbereitung.<ref name="Telegraph 2010-01-29">Dean Nelson: Nepal “to stage gay weddings on Everest”. In: Telegraph.co.uk. 19. Januar 2010, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref> Zu dieser Zeit galt dort eine übergangsweise Verfassung, welche nach verschiedenen Fristverlängerungen bis zum 30. Mai 2012 gelten sollte.<ref>Dhruba Adhikary: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Another last chance for Nepal’s constitution. ( vom 2. April 2013 im Internet Archive) In: Asia Times Online. 1. Dezember 2011, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref><ref>Prashant Jha: Last extension to write Constitution in Nepal. In: The Hindu. 29. November 2011, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref> Mit Zustimmung der Mehrheit der nepalesischen Parteien soll die entsprechende Gesetzgebung in die zu verabschiedende neue Verfassung aufgenommen werden.<ref name="Telegraph 2010-01-29" /><ref>Binaj Gurubacharya: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nepal Gay Rights Rally Draws Hundreds. ( vom 6. Januar 2012 im Internet Archive) In: Huffington Post. 14. August 2011, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref><ref>Meldung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nepal charter to grant gay rights. ( vom 23. Januar 2010 im Internet Archive) In: Hindustan Times. 19. Januar 2010, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref> Die Verabschiedung der Verfassung in Nepal scheiterte 2012. Im Herbst 2013 wurden Neuwahlen eines verfassungsgebenden Parlamentes angesetzt.<ref>Andrea Spalinger: Eine ins Stottern geratene Erfolgsgeschichte. In: NZZ.ch. 25. Juli 2013, abgerufen am 22. Januar 2020.</ref> Der Supreme Court ordnete am 28. Juni 2023 eine vorläufige Ehe-Öffnung an, bis der Gesetzgeber die Forderung der Kläger umsetzt.<ref>Nepal’s top court orders marriage registration of same-sex couples. In: EFE. 28. Juni 2023, abgerufen am 29. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Nepal’s top court on Wednesday issued an interim order to the government to ensure the marriage registration of same-sex couples and other non-traditional heterosexual couples in the country.“</ref> Auch für Partnerschaften von und mit Personen dritten Geschlechtes steht nun die Ehe offen. Transmann und Transfrau können sich somit als Personen „anderen“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) Geschlechtes, aber nicht schlicht als Mann bzw. Frau vermählen.<ref>Nepal: Höchstgericht führt die Ehe für alle ein. In: queer.de. 29. Juni 2023, abgerufen am 29. Juni 2023: „Gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE bestätigte Gurung, dass der Beschluss zu gleichen Rechten führt: ‚[…] Die Anordnung vom Mittwoch ist eine sehr bedeutende Entwicklung, da sowohl gleichgeschlechtliche Personen als auch dritte Geschlechter und ihre Partner ihre Ehen registrieren lassen können. […]‘ […] Das Urteil hat auch größere Auswirkungen auf geschlechtliche Minderheiten. Seit einer Höchstgericht-Anordnung aus dem Jahr 2007 gibt es ein rechtliches „drittes Geschlecht“, das gemäß Selbstbestimmung als o für „other“ statt m oder f eingetragen wird und teilweise mit einem traditionellen „dritten Geschlecht“ korrespondiert.“</ref>
Drittes Geschlecht
Im Rahmen des LGBT-Spektrums gibt es in Nepal ein sich als Meti oder in anderen Regionen als Kothi bezeichnendes drittes Geschlecht: Personen mit weiblicher Geschlechtsidentität, denen bei Geburt aber das Geschlecht „männlich“ zugewiesen wurde. Diese Transfrauen haben in Nepal seit 2007 das Recht auf einen eigenen Geschlechtseintrag in offiziellen Dokumenten (außerhalb von männlich/weiblich), werden aber in der Bevölkerung oft nur als Transvestiten angesehen.<ref name="GayNews 2007-02-03">Meldung: Nepal: Citizenship “Transgendered” ID Issued for Nepali Meti. In: ukGayNews.org.uk. 3. Februar 2007, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref><ref name="Bochenek 2012">Michael Bochenek, Kyle Knight: Establishing a Third Gender Category in Nepal: Process and Prognosis. In: Emory International Law Review. Band 26, Nr. 1, 2012 (englisch; online auf emory.edu).</ref><ref name="AlJazeera 2014-03-12">Angel L. Martinez Cantera: Nepal’s “third gender”. In: AlJazeera.com. 12. März 2014, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref>
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Gesellschaftliche Situation
In der Hauptstadt Kathmandu gibt es eine kleine homosexuelle Community. Die Organisation Blue Diamond Society setzt sich für die Rechte homosexueller Menschen im Lande ein.<ref>Blue Diamond Society: Offizielle Website (englisch).</ref> Die Regierung wirbt international um homosexuelle Touristen.<ref>Meldung: Nepal to Use Gays for Tourism. In: The Advocate. 23. Oktober 2009, abgerufen am 22. Januar 2020 (englisch).</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
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