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Homosexualität in Montenegro

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Datei:LocationMontenegro.svg
Geografische Lage von Montenegro

Homosexualität ist in Montenegro legal, wurde aber in der Vergangenheit kaum in der Öffentlichkeit thematisiert.

Legalität

Homosexualität wurde in Montenegro im Rahmen der jugoslawischen Rechtsprechung 1977 legalisiert. Im Rahmen des Unabhängigkeitsreferendums von Montenegro im Jahre 2006 wurden die bestehenden Gesetze zu homosexuellen Handlungen beibehalten. 2010 hat das Parlament ein Antidiskriminierungsgesetz beschlossen, das auch die Ungleichbehandlung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet.<ref name="Queer2011-05-18">Queer.de: Montenegro: CSD nach homophober Gewalt abgesagt, 18. Mai 2011 (Abgerufen am 20. Mai 2011)</ref>

Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Gleichgeschlechtliche Paare werden seit der Verabschiedung eines Gesetzentwurfes im Juli 2020 im Rahmen einer Lebenspartnerschaft anerkannt.<ref>Euronews: Montenegro becomes first country in balkans to legalise same-sex civil partnerships</ref> Eine gleichgeschlechtliche Ehe besteht nicht.

Gesellschaftliche Situation

Montenegro gehört mit rund 600.000 Einwohnern zu den kleinsten Ländern Europas.<ref name="Queer2011-05-18" /> Daher ist eine homosexuelle Community dort im Vergleich zu anderen europäischen Staaten nur in geringem Maß vorhanden. Vorwiegend begrenzt sich die Aktivität von LGBT-Organisationen auf die Hauptstadt Podgorica. Eine im Jahre 2011 geplante Demonstration für die Rechte homosexueller Paare wurde abgesagt.<ref>Siegessäule: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prides in Moskau und Montenegro: verboten und abgesagt (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Mai 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.siegessaeule.de, 19. Mai 2011 (Abgerufen am 20. Mai 2011)</ref> 2013 fand die erste Demonstration für die Rechte homosexueller Menschen („Gay Pride“) im Land statt, an der bis zu 200 Menschen teilnahmen. Am Rande der Demonstration kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und „nationalistischen“ Gegendemonstranten. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, etwa 60 Personen wurden verhaftet.<ref>Erster Hauptstadt-CSD, queer.de</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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