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Homoglyph

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Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Deutsches Kfz-Kennzeichen für Behördenfahrzeuge (Nummernbereich 3).jpg
Karlgeorg Hoefer verlieh der Null mit der FE-Schrift auf deutschen Kfz-Kennzeichen zur Vermeidung von Verwechslungen rechts oben eine Öffnung.
Datei:Letters m and r+n in fonts Arial, Calibri, Times New Roman, Cambria, Walbaum Fraktur, Comic Sans.svg
Buchstaben m und r+n in Schriftart Arial, Calibri, Times New Roman, Cambria, Walbaum-Fraktur und Comic Sans

Homoglyphen sind ähnlich oder gleich aussehende Schriftzeichen. Ihre Identifikation ist besonders erschwert, wenn diese aus dem Zusammenhang nicht erschlossen werden kann, etwa in bestimmten Kennzahlen.

So werden der Buchstabe O und die Ziffer 0, ebenso die Buchstaben I (großes i) und l (kleines L) oft miteinander verwechselt. Homoglyphen können auch bei Verwendung verschiedener Schriftsysteme entstehen. Ein lateinisches H, kyrillisches Н, griechisches Η und ein Cherokee-Silbenzeichen Ꮋ sind in gängigen Schriftarten gleich oder nur schwer unterscheidbar gestaltet.

Mehrbuchstabige Homoglyphen können entstehen, wenn verschiedene einzelne Buchstaben visuell als ein einziger Buchstabe wahrgenommen werden: rn als m, cl als d, oder vv als w, zuweilen auch fi als A.

Das Rautezeichen #, das musikalische Versetzungszeichen Kreuz ♯ und die Telefontastatur-Raute ⌗ (U+2317, viewdata square) sehen ähnlich aus.

Homoglyphen werden beim homographischen Angriff verwendet<ref>Akshat Gupta: GlyphNet: Homoglyph domains dataset and detection using attention-based Convolutional Neural Networks. 17. Juni 2023; Vorlage:ArXiv.</ref> und sind auch ein besonderes Problem für Texterkennungsprogramme.

Einzelnachweise

<references />