Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Dōjō – Wikipedia Zum Inhalt springen

Dōjō

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Hombu Dojo)
Datei:Traditional Dojo - Karate Kaikan.jpg
type=building }}) in der japanischen Kleinstadt Tomigusuku auf den Okinawa-Inseln.</ref> in Tomigusuku bei Naha, Okinawa<ref name="voj" /><ref name="magazin_aka" /><ref name="navitime" />
Datei:Noma Dojo, 2006.JPG
Blick in ein Dōjō – Kendō, 2006

Dōjō (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); IPA [<templatestyles src="IPA/styles.css" />doːdʑoː]) bezeichnet einen Trainingsraum für verschiedene japanische Kampfkünste (Budō) wie z. B. Karate, Jūdō, Kendō, Ju-Jutsu, Iaidō oder Aikidō. Im übertragenen Sinne steht der Begriff auch für die Gemeinschaft der dort Übenden bzw. den Übungsleiter. Neben dieser traditionellen Bezeichnung, wird der Begriff zunehmend auch in anderen Bereichen wie für den Meditationsraum im Zen-Buddhismus (Zazen und Kinhin) und der Softwareentwicklung verwendet.

Der Begriff Dōjō

Datei:Kyoto Meditation Room.jpg
Meditations-Dōjō in Kyoto (Japan)

Der Platz unter dem Bodhi-Baum, wo der Buddha saß und die Erleuchtung erreichte, heißt im Sanskrit bodhimaṇḍa „Platz der Erleuchtung“. Dem entspricht chinesisch daochang, japanisch dōjō und koreanisch dojang.<ref>Japanisch: dōjō (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)); chinesisch: dàochǎng (chin. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)); koreanisch: dojang (kor. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))</ref> Seit dem Mittelalter wurden rituelle Räume des Buddhismus so bezeichnet, in denen zum Beispiel Ordinationen stattfanden.<ref>Art. bodhimaṇḍa. In: Robert E. Buswell Jr., David S. Lopez: The Princeton Dictionary of Buddhism. Prinvceton University Press, Online-Version von 2017.</ref> Seit der Meiji-Zeit (spätes 19. Jahrhundert) gewann dōjō in Japan die Bedeutung eines Übungsplatzes für die Kampfkünste, gleich ob es sich dabei um ein Gelände unter freiem Himmel oder eine Trainingshalle handelt.<ref name=":0">Jinichi Tokeshi: Kendo. Elements, Rules, and Philosophy. University of Hawaii Press, Honolulu 2003, S. 73.</ref> Früher hatte ein Kampfkunst-Dōjō hoch angebrachte Fenster (mushamado), die verhindern sollten, dass Angehörige anderer Schulen das Training beobachteten.<ref>Jinichi Tokeshi: Kendo. Elements, Rules, and Philosophy. University of Hawaii Press, Honolulu 2003, S. 75.</ref>

Im heutigen Japan kann jede Einrichtung für körperliches Training, einschließlich des professionellen Ringens, als Dōjō bezeichnet werden.<ref>Meaning of Dojo: What is DOJO? In: kendo-guide.com. Abgerufen am 12. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der westlichen Welt wird der Begriff Dōjō (wenn er sich auf körperliche Aktivitäten bezieht) ausschließlich für japanische Kampfsportarten verwendet.<ref>Entertainment and Sports. In: japan-guide.com. Japan-guide.com, abgerufen am 12. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der alternative Begriff Zendo ist spezifischer und wird häufiger verwendet. Europäische Sōtō-Zen-Gruppen, die der Association Zen Internationale (AZI; internationale Zen-Vereinigung) angeschlossen sind, ziehen es vor, Dōjō statt Zendo zu verwenden, um ihre Meditationshallen zu beschreiben, wie es ihr Gründungsmeister Taisen Deshimaru tat.<ref>Glossary. In: zen-azi.org. AZI, abgerufen am 12. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Computerbezogen

Agiles Coaching dōjō: ein Raum, in dem ein funktionsübergreifendes Team bis zu drei Monate lang mit einem agilen Trainer und technischen Fachleuten zusammenarbeitet, um agile und technische Praktiken zu erlernen und zu üben.<ref>Dan Bennett: Agile in approach: Using Dojo principles to find a better path. In: thomsonreuters.com. Thomson Reuters, abgerufen am 13. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Coding dōjō: ein Raum und die dazugehörige Technik für Gruppen zum Üben von Computerprogrammierfähigkeiten<ref></ref>

Testing dōjō: ein Raum und eine Zeit, in der Tester gemeinsam an einer Testaufgabe arbeiten<ref>Markus Gärtner: Testing Dojos. In: shino.de. 16. April 2010, abgerufen am 12. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Dojo Toolkit: Java-script Bibliothek

Andere Namen für Trainingshallen

Datei:JJS Dojo.jpg
Kinder beim Karate-Training im Dojo der Jack-and-Jill-Schule in Bacolod City (Philippinen)

Andere Namen für Trainingshallen, die mit „dōjō“ gleichzusetzen sind, sind u. a:

Dōjō-Arten

Honbu Dōjō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet das Hauptquartier oder die zentrale Übungshalle einer Kampfkunst oder Kampfsportart.

Im westlichen Zen-Buddhismus wird in einem Dōjō Meditation im Sitzen (Zazen) und Meditation im Gehen (Kinhin) geübt. Ein solches Dōjō wird auch Zendō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt.

Außerhalb Japans wird neben der eigentlichen Übungshalle bzw. Übungsraum mit „Dōjō“ oft auch der Verein oder Club bezeichnet.

Richtungsangaben

  • Vorn (Vorder-/Frontseite): Shōmen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref name=":0" /> Obwohl stark buddhistisch geprägt, ist es in Japan seit den 1920er-Jahren in vielen Budō-Dōjō üblich, an der Stirnseite auch einen Kamidana (shintoistischer Hausaltar) aufzustellen, der als Kamiza bezeichnet wird.<ref>Dave Lowry: In the Dojo. A Guide to the Rituals and Etiquette of the Japanese Martial Arts, Boston / London 2006, S. 26.</ref> Nach japanischer Tradition ist Kamiza im Osten.<ref name=":1">Jinichi Tokeshi: Kendo. Elements, Rules, and Philosophy. University of Hawaii Press, Honolulu 2003, S. 74.</ref>
  • Links: Fukosen
  • Rechts: Shusen
  • Hauptlinie: Embusen, auch Enbusen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • Eingangsseite: Shimoza, traditionell die Westseite.<ref name=":1" />
  • Obere Seite: Jōseki (Ehrenplatz für den Lehrer, meistens am weitesten vom Eingang entfernt)<ref>Dave Lowry: In the Dojo. A Guide to the Rituals and Etiquette of the Japanese Martial Arts, Boston / London 2006, S. 23–26.</ref>
  • Untere Seite: Shimoseki (Platz für die Schüler, gegenüber dem Jōseki)<ref>Dave Lowry: In the Dojo. A Guide to the Rituals and Etiquette of the Japanese Martial Arts, Boston / London 2006, S. 26f.</ref>

Verhaltensregeln

Auch wenn in der westlichen Welt ein Dōjō meistens eine normale Sporthalle ist, so gelten für die Sportler und Gäste bestimmte Verhaltensregeln (Reishiki):

  • Vor dem Betreten der eigentlichen Übungshalle sind die Schuhe auszuziehen, und man legt Schmuck, Armbanduhr, Kopfbedeckung, kurz alles Irdische ab.<ref name=":1" /><ref>David Bender: Sport, Kunst oder Spiritualität? Eine ethnographische Fallstudie zur Rezeption japanischer būdō-Disziplinen in Deutschland. Waxmann, Münster 2012, S. 150.</ref>
  • Betritt man das Dōjō, verbeugt man sich in Richtung Shōmen (Vorderseite).<ref>John J. Donahue: Training Halls of the Japanese Martial Tradition. A Symbolic Analysis of budo dojo in New York, 1990.</ref><ref>David Bender: Sport, Kunst oder Spiritualität? Eine ethnographische Fallstudie zur Rezeption japanischer būdō-Disziplinen in Deutschland. Waxmann, Münster 2012, S. 170.</ref> Damit bezeugt man Respekt gegenüber dem Meister und den anderen Übenden und versichert, dass man sich im Dōjō regelkonform verhalten wird.<ref name=":1" />
  • Laute Geräusche oder Unterhaltungen sind unerwünscht, da die Übenden nicht gestört werden sollen.<ref name=":1" /><ref>David Bender: Sport, Kunst oder Spiritualität? Eine ethnographische Fallstudie zur Rezeption japanischer būdō-Disziplinen in Deutschland. Waxmann, Münster 2012, S. 185.</ref>

In vielen Dōjō erlaubt die Sitzordnung Rückschlüsse auf die Rangfolge der Personen: Die Ranghöchsten sitzen am weitesten von der Tür entfernt. Diese Tradition stammt aus der Herrschaftszeit der Samurai (Kriegerkaste) und ist noch heute in Großraumbüros japanischer Firmen anzutreffen.<ref>Gerd Reinhold: Familie und Beruf in Japan. Zur Identitätsbildung in einer asiatischen Industriegesellschaft. Duncker & Humblot, Berlin 1981, S. 110f.</ref>

Bekannte Dōjō

Datei:DSC03218 Gendo lang.jpg
Sōtō Zen Dojo der La Gendronnière in der Nähe von Blois (Frankreich)

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Dōjō – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="voj"> A Journey Through Okinawan Karate. Heritage & Tradition. In: visitokinawajapan.com. Okinawa Convention & Visitors Bureau, abgerufen am 4. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „The Okinawa Karate Kaikan in Tomigusuku City, just south of Naha, has a special dojo called Shurei no Yakata […]“ </ref> <ref name="magazin_aka"> #159 The Birthplace of KARATE – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: magazine.air-u.kyoto-art.ac.jp. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kyoto University of The Arts, abgerufen am 4. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value){{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value){{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))」{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) […]“ </ref> <ref name="navitime"> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Okinawa Karate Kaikan“. In: travel.navitime.com. Navitime Japan, abgerufen am 4. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>